Durchfall bei Katzen (Diarrhö)

Diagnose:

Katze Blutentnahme
Anhand einer Blutprobe grenzt die Tierärztin die Ursache von Durchfall bei der Katze ein. Foto: vetproduction

Wie wird Durchfall bei Katzen (Diarrhö) diagnostiziert?

Bemerken Sie, dass Ihre Katze Durchfall und möglichweise weitere Symptome hat, suchen Sie am besten eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf. Dort wird Ihre Katze gründlich untersucht, zum Beispiel wird ihr Bauch abgetastet, ob er weich oder hart und angespannt ist oder ob sich Fremdkörper oder Knoten ertasten lassen.

Auch schaut die Tierärztin bzw. der Tierarzt nach dem Allgemeinzustand des Tieres und prüft den Puls, schaut ins Maul, misst die Temperatur und hört das Herz ab. Anhand von Blutproben und Kotproben, manchmal auch mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung und einer Röntgen-Untersuchung, lässt sich die Ursache für den Durchfall bei Katzen eingrenzen.

Behandlung:

Wie kann Durchfall bei Katzen (Diarrhö) behandelt werden?

Die Therapie des Durchfalls bei Katzen hängt von seiner Ursache ab. Bei starkem Durchfall verliert die Katze schnell große Mengen Flüssigkeit sowie Salze und Mineralstoffe (Elektrolyte). Daher besteht die Durchfall-Behandlung zu Beginn oft darin, den Flüssigkeits- und Elektrolyt-Haushalt der Katze wieder auszugleichen.

Dies geschieht entweder über Infusionen durch die Tierärztin bzw. den Tierarzt oder (wenn es nicht gleichzeitig zu Erbrechen kommt) durch die Gabe von elektrolythaltigem Pulver, welches Sie selbst in das Trinkwasser Ihrer Katze einrühren können. Zudem sollte die Katze für ein bis zwei Tage gar nichts essen (aber ausreichend trinken) und anschließend eine Schonkost erhalten.

Neben dieser Maßnahme ist es wichtig, die Ursache für den Durchfall bei Katzen gezielt zu behandeln. Sind zum Beispiel Parasiten (wie Würmer, Giardien), Bakterien oder Viren die Auslöser von akutem Durchfall, verabreicht die Tierärztin oder der Tierarzt dem Tier Wirkstoffe, welche die Erreger abtöten (z.B. Antibiotika gegen bakterielle Infekte).

Wird beispielsweise bei Ihrer Katze ein Wurmbefall diagnostiziert, wird sie gegen die Würmer behandelt, also eine sogenannte Entwurmung durchgeführt. Welche Würmer Ihre Katze hat und welche Wurmkur nötig ist, erfahren Sie von Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt.

Sind Stoffwechselerkrankungen, etwa eine Schilddrüsen-Überfunktion bei Katzen die Durchfall-Ursache, zielt die Therapie auf die Behandlung dieser Erkrankung ab. Bei leichteren Formen von Diarrhö bei Katzen kann eine Ernährungsumstellung helfen. Informationen hierzu erhalten Sie ebenfalls in Ihrer Tierarzt-Praxis.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Durchfall bei Katzen (Diarrhö)?

Die Prognose von Durchfall bei Katzen richtet sich unter anderem nach der Behandlung und nach der Ursache, also wodurch die Beschwerden ausgelöst wurden. In manchen Fällen, etwa wenn kleine Fremdkörper vorübergehend den Darm gereizt haben, gehen die Beschwerden von selbst zurück.

Es ist wichtig, bei länger anhaltendem oder besonders starkem Durchfall bei Katzen die Ursachen durch die Tierärztin bzw. den Tierarzt abklären zu lassen. Liegt zum Beispiel ein Wurmbefall vor, ist es nötig, eine Wurmbehandlung mit dem geeigneten Medikament durchzuführen, um die Würmer abzutöten. Gelingt es, die Auslöser zu behandeln beziehungsweise zu meiden, klingen die Beschwerden wieder ab und die Prognose ist gut.

Vor allem wenn junge Katzen Durchfall haben, ist es ratsam, möglichst schnell eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen, um ein lebensgefährliches Austrocknen zu verhindern. Durch das starke Ausscheiden von Kot verlieren die Tiere größere Mengen Flüssigkeit, vor allem, wenn Erbrechen bei der Katze hinzukommt.

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