Fremdkörper im Verdauungstrakt der Katze

Fremdkörper im Verdauungstrakt von Katzen kommen recht häufig vor. Schnelles Handeln ist wichtig.
Katze
Besonders junge Katzen neigen dazu, ihr Spielzeug zu verschlucken. Foto: vetproduction

Definition:

Was sind Fremdkörper im Verdauungstrakt der Katze?

Fremdkörper im Verdauungstrakt von Katzen kommen recht häufig vor. Als Fremdkörper bezeichnet man alle Gegenstände, die nicht verdaut werden können. Dabei kann es sich um Haarballen handeln, welche die Katze aufleckt, oder um Spielzeug, Murmeln, Steine oder andere Gegenstände.

Im Verdauungstrakt junger Katzen finden sich relativ häufig Fremdkörper, da diese gerne mit verschiedenen Gegenständen spielen, etwa Bindfäden oder Dingen aus Plastik.

Gegenstände und Partikel werden für die Katze zum Problem, wenn sie ihren Verdauungstrakt reizen, verstopfen, verschließen oder verletzen. Tierärztinnen und Tierärzte finden bei der Untersuchung von Katzen teilweise Nadeln mit Fäden, Knochensplitter, Angelhaken und ähnliche problematische Fremdkörper in Speiseröhre, Magen und Darm.

Ursachen:

Was sind die Ursachen von Fremdkörpern im Verdauungstrakt der Katze?

Besonders junge Katzen neigen dazu, ihr Spielzeug zu verschlucken. Solche Fremdkörper können im Verdauungstrakt Schaden anrichten, wenn die Katze sie nicht wieder erbricht. Ein Bindfaden oder Geschenkband kann sich zum Beispiel durch den gesamten Darm der Katze ziehen und ihre Darmwand schädigen. Bei größeren verschluckten Teilen ist es möglich, dass diese einen Darmverschluss bei der Katze verursachen.

Katzen lecken sich außerdem gerne ihr Fell sauber und nehmen dabei vielfach Haare auf. Im Magen bilden sich dann sogenannte Haarballen, welche die Katze in der Regel wieder erbricht. Geschieht dies nicht, kann sich zum Beispiel eine Magenschleimhaut-Entzündung bei der Katze entwickeln.

Symptome:

Wie äußern sich Fremdkörper im Verdauungstrakt der Katze?

Manchmal bleiben Fremdkörper im Verdauungstrakt der Katze unbemerkt, weil sie keine Symptome verursachen und die Katze sie einfach wieder ausscheidet. Ob Beschwerden auftreten, hängt von der Lage und den Eigenschaften des Fremdkörpers ab. Kleinere Partikel passieren im günstigsten Fall den Verdauungstrakt der Katze problemlos und werden anschließend unverdaut ausgeschieden. Einige Fremdkörper verbleiben auch ohne Beschwerden dauerhaft im Magen der Katze.

Größere Fremdkörper können den Verdauungstrakt der Katze verengen oder verstopfen (Obstruktion). Längliche Fremdkörper wie Schnüre oder Fäden sitzen oftmals am Zungengrund oder am Magenausgang (Pylorus) fest. Reichen sie bis in den Darm der Katze, können sie ihre Darmschlingen reizen und zum Zusammenziehen der Darmwand führen („Auffädelung“).

Je nach Größe, Beschaffenheit und Lage des Fremdkörpers im Verdauungstrakt der Katze staut sich Verdauungsinhalt auf und es kann zu einer Reizung und Ausweitung der Speiseröhre, zu Entzündungen, Verstopfung (Obstipation) oder Aufblähung des Darms sowie zu Verletzungen im Verdauungstrakt kommen. Dies bereitet der Katze häufig Schmerzen. Neben Erbrechen und Verstopfung fallen beispielsweise Fressunlust oder ein verändertes Verhalten der Katze auf. Vielfach reagieren betroffene Katzen auch empfindlich, wenn man sie am Bauch berührt.

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