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Rompun®

 

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Was ist Rompun®?

Rompun® ist ein Medikament, welches der Tierarzt einsetzt, um Pferde, Rinder, Hunde oder Katzen in einen Narkose-ähnlichen Zustand zu versetzen. Es hat einen sedativen (dämpfenden), schmerzmildernden und muskelentspannenden Effekt und wird oftmals zusammen mit anderen Medikamenten, wie beispielsweise Ketamin (Narktean®), eingesetzt. Durch die Kombination ergänzen und verstärken sich die Wirkungen der Medikamente, sodass der Tierarzt einen narkosefähigen Zustand erreicht (Narkosen beim Tier). Rompun® ist als Injektionslösung für den Tierarzt erhältlich (Rompun® 2 % Injektionslösung).

Welchen Wirkstoff enthält Rompun®?

Rompun® enthält den Wirkstoff Xylazin. Xylazin gehört zu den sogenannten -2-Rezeptorantagonisten – einer Gruppe von Narkose-Medikamenten. In 1 ml der Rompun® 2 % Injektionslösung sind 23,32 mg Xylazinhydrochlorid (entsprechend 20 mg Xylazin) enthalten.

 

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Wann wird Rompun® angewendet?

Rompun® wird bei Hund und Katze eingesetzt, um die Tiere zu sedieren – das heißt die Tiere werden durch das beruhigend wirkende Medikament gedämpft und nehmen ihre Umgebung nur noch eingeschränkt wahr. Es können Eingriffe vorgenommen werden, die nicht sehr schmerzhaft sind, wie zum Beispiel der Wechsel von Verbänden, eine Ohrentzündungs- oder Wundbehandlung.

Rompun® wirkt:

  • sedierend (dämpfend)
  • muskelentspannend
  • schmerzlindernd

 

In Kombination mit anderen Medikamenten – häufig mit Ketamin (Narketan®) benutzt der Tierarzt Rompun® zur Anästhesie und Analgesie (Schmerzfreiheit) bei Operationen.

Beim Pferd setzt der Tierarzt Rompun® alleine ein, um eine Sedation und eine Muskelentspannung hervorzurufen. Auch hier kann er Rompun® kombinieren, um eine Schmerzfreiheit und Anästhesie zu erreichen.

Rompun® sollte nicht angewendet werden bei:

 

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Wie soll Rompun® verabreicht werden?

Rompun® wendet der Tierarzt als Beruhigungsmittel oder als Anästhetikum bei einer Operation an. Es ist ratsam, Hunde und Katzen vor dem Eingriff zwölf Stunden lang fasten zu lassen – durch Rompun® kann der Hund oder die Katze brechen. Beim Pferd sollte Rompun® direkt in die Vene gespritzt (intravenöse Injektion) werden, beim Hund kann der Tierarzt die Spritze in den Muskel (intramuskuläre Injektion) oder auch direkt in die Vene geben, bei Katzen ist eine Spritze in den Muskel oder unter die Haut (subkutane Injektion) möglich.

Der Tierarzt verabreicht eine Narkose immer individuell den Bedürfnissen Ihres Tieres und des Eingriffes entsprechend. Auch variieren die Dosierungen, je nachdem mit welchem anderen Narkosemittel Rompun® verabreicht wird.

Übliche vom Hersteller empfohlene Dosierungen von sind hierbei für Hunde:

  • Bei alleiniger Anwendung: 1 bis 3 mg Xylazin pro kg Körpergewicht, entsprechen 0,5 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung pro10 kg Körpergewicht bei intravenöser Anwendung oder bis zu 1,5 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung pro 10 kg Körpergewicht bei intramuskulärer Anwendung
  • Kombination mit Ketamin: 2 mg Xylazin und 6 bis10 mg Ketamin pro kg Körpergewicht, entsprechen 1 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung und 60 bis100 mg Ketamin pro10 kg Körpergewicht bei intramuskulärer Anwendung
  • Weitere Kombinationen mit verschiedenen Medikamenten sind möglich.

Übliche vom Hersteller empfohlene Dosierungen sind hierbei für Katzen:

Jetzt folgen:

  • Bei alleiniger Anwendung: 2 bis 4 mg Xylazin pro kg Körpergewicht, entsprechen 0,1 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung pro kg Körpergewicht bei intramuskulärer Anwendung oder bis zu 0,2 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung pro kg Körpergewicht bei subkutaner Anwendung
  • Kombination mit Ketamin: bis 2 mg Xylazin und 5 bis15 mg Ketamin pro kg Körpergewicht, entsprechen 0,1 ml Rompun® 2 %-ige Injektionslösung mit 5 bis15 mg Ketamin pro kg Körpergewicht bei intramuskulärer Anwendung
  • Weitere Kombinationen mit verschiedenen Medikamenten sind möglich.

 

Welche Nebenwirkungen hat Rompun®?

Rompun® kann zu folgenden Nebenwirkungen führen:

  • Unterdrückung der Atmung (Atemdepression) bis hin zum Atemstillstand
  • Blutdruck-Abfall, meist nachdem der Blutdruck anfangs gestiegen ist
  • Langsame Herzfrequenz (Bradykardie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Die Temperaturregulation des Tieres wird beeinflusst – es kann auskühlen
  • Erregungserscheinungen
  • Erbrechen beim Hund, Erbrechen bei der Katze
  • Gewebsirritation an der Injektionsstelle
  • Vermehrtes Absetzen von Urin (Polyurie)
  • Überzuckerung (Hyperglykämie)
  • Beim Pferd Penisvorfall und Krämpfe (Kontraktionen) der Gebärmutter

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Ausführliche Informationen zu Narkosen bei Pferd, Hund und Katze finden Sie in unseren Texten:

 

Narkose bei Tieren

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter-Koch
Datum: Oktober 2013
Quellen:
Bayer vetportal: Produktinformation Rompun® 2 % Injektionslösung,
http://vetportal.bayer.de/omr/online/2846.pdf (Abruf: Oktober 2013)
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: Oktober 2013)

 

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