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Clostridien-Infektion beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Kot vom Kaninchen

Statt festem Kot (wie hier) kann eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen zu schleimigem Durchfall führen. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen?

Eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen betrifft den Magen-Darm-Bereich und kann zu einer Darmlähmung (mukoide Enterocolitis) führen. Clostridien-Infektionen sind vor allem bei Jungtieren und trächtigen Häsinnen in Zucht- und Mastbetrieben verbreitet; aber auch Kaninchen, die als Haustiere gehalten werden, können an einer Darmlähmung infolge einer Clostridien-Infektion erkranken.

Zu den Clostridien zählen verschiedene stäbchenförmige Bakterien, die Menschen und Tiere befallen können. Bei Kaninchen mit einer Darmlähmung lassen sich zum Beispiel Clostridium perfringens, C. spiroforme und C. difficile nachweisen, oft in Kombination mit anderen Erregern wie Koli-Bakterien. Unbehandelt kann eine Clostridien-Infektion innerhalb weniger Tage einen sehr ernsten Verlauf nehmen – daher ist es empfehlenswert, schnell einen Tierarzt aufzusuchen, wenn ein Kaninchen nicht frisst und unter Durchfall leidet.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Clostridien-Infektion beim Kaninchen?

Ursache für eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen können verschiedene Clostridien-Arten sein, zum Beispiel C. perfringens oder C. spiroforme. Eine Infektion mit Clostridium piliforme bezeichnet man auch als Tyzzer’s Disease beim Kaninchen. In sehr geringer Anzahl treten Clostridien in Teilen des gesunden Kaninchendarms auf; breiten sie sich jedoch in Dickdarm, Dünndarm und Blinddarm aus, ist eine Darmlähmung (Mukoide Enterocolitis) die Folge. Die verschiedenen Clostridientypen produzieren bestimmte Giftstoffe (Toxine), welche die Darmmuskulatur des Kaninchens lahmlegen.

Es gibt einige Faktoren, die eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen begünstigen, zum Beispiel mangelnde Sauberkeit im Stall oder Käfig, aber auch eine einseitige Ernährung, die fast nur aus Pelletfutter besteht. Die Rolle der Ernährung bei der Entstehung einer Darmlähmung wird jedoch kontrovers diskutiert.

Auch durch eine vorangegangene Antibiotika-Therapie kann die Darmflora des Kaninchens durcheinandergeraten, sodass die Clostridien sich nahezu ungehemmt verbreiten können.

 

Symptome:

Wie äußert sich eine Clostridien-Infektion beim Kaninchen?

Die Symptome einer Clostridien-Infektion entstehen durch den geschädigten Darm:

Bereits zwei bis drei bevor die ersten Durchfälle einsetzen hört das betroffene Kaninchen in der Regel auf zu fressen. Auffällig beim Durchfall sind seine wässrige bis schleimige Konsistenz und sein fauliger Geruch. Der Bauch des Kaninchens wirkt aufgebläht. Oft sitzt es ungewöhnlich still in seinem Stall und zeigt keinen Bewegungsdrang mehr. Wird die Clostridien-Infektion nicht frühzeitig behandelt, stirbt das Kaninchen.

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