Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Home » Tierkrankheiten » Kaninchenkrankheiten » Kaninchenschnupfen bei Kaninchen

Kaninchenschnupfen bei Kaninchen

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Diagnose:

Wie wird ein Kaninchenschnupfen diagnostiziert?

Die Diagnose von Kaninchenschnupfen stellt der Tierarzt. Vor der körperlichen Untersuchung stellt er dem Kaninchenbesitzer zunächst einige Fragen, etwa welche Symptome bestehen und ob andere Kaninchen in derselben Haltung ebenfalls an Kaninchenschnupfen erkrankt sind.

Anschließend prüft der Tierarzt zur Diagnose von Kaninchenschnupfen die Augen und Nase des Kaninchens, und manchmal entnimmt er einen Abstrich. Aus diesem lassen sich oft die Erreger bestimmen. Sind die Nasenlöcher des Kaninchens stark verstopft, kann der Tierarzt durch eine Spülung mit Kochsalzlösung Abhilfe schaffen.

Bei Kaninchenschnupfen ist zur genauen Diagnose wichtig, auch die Lunge des Kaninchens zu prüfen – besonders dann, wenn das Kaninchen apathisch wirkt und Atemnot hat. Der Tierarzt hört hierzu die Lunge ab und fertigt ein Röntgenbild vom Brustkorb des Kaninchens an.

Anzeige

Behandlung:

Wie kann ein Kaninchenschnupfen behandelt werden?

Ein Kaninchenschnupfen erfordert eine Behandlung des erkrankten Kaninchens. So lässt sich vermeiden, dass sich die Erreger weiter ausbreiten. Der Tierarzt verschreibt Antibiotika, welche die Bakterien abtöten oder im Wachstum hemmen. Die Wirkstoffe müssen einige Tage bis Wochen angewendet werden, damit sie wirken. Bei immer wiederkehrenden Erkrankungen verabreicht der Tierarzt ein Medikament, welches das Immunsystem unterstützt und Schleimlöser. Gegen Kaninchenschnupfen sind auch Impfungen möglich, jedoch teilweise umstritten.

Zur Behandlung von Kaninchenschnupfen gehört, auf eine gute Hygiene zu achten, damit sich kein Ammoniak im Käfig bildet – dieser reizt die Atemwege. Um dem Kaninchen die Atmung zu erleichtern, kann man es inhalieren lassen. Dazu verwendet man Dampf von Salzwasser oder einem Heublumen-Aufguss. Auch das Kaninchen dem Wasserdampf des Badezimmers auszusetzen, kann die Atembeschwerden des Kaninchens bei Kaninchenschnupfen lindern. Es ist ratsam nach dem Inhalieren das Fell des Tieres abzutrocknen, falls es einen feuchten Eindruck macht. Der Tierarzt berät Sie gerne.

Oftmals leiden Kaninchen ihr Leben lang unter Kaninchenschnupfen, da es nicht immer möglich ist, die Erreger ganz zu eliminieren. Teilweise ist es notwendig, diese Tiere immer wieder bei Ausbruch der Erkrankung mit immunsteigernden Medikamenten und Antibiotika behandeln zu lassen.

Prognose:

Wie ist die Prognose von einem Kaninchenschnupfen?

Bei Kaninchenschnupfen lässt sich keine allgemeine Prognose stellen. Wie ein Kaninchenschnupfen beim betroffenen Kaninchen verläuft, richtet sich unter anderem nach der Abwehrkraft des Tieres. Ansonsten gesunde Tiere verkraften einen Kaninchenschnupfen meist gut, wenn sie ausreichend behandelt werden. Führt Kaninchenschnupfen zu Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder Innenohr-Entzündung, ist eine Heilung meist schwierig und immer auch langwieriger als bei leichten Infekten.

Die Prognose von Kaninchenschnupfen ist bei rechtzeitiger Therapie gut, sofern das Kaninchen nicht in engem Kontakt zu erkrankten Artgenossen ist. In solchen Fällen übertragen die Tiere die Erreger wechselweise, sodass die Beschwerden immer wieder neu aufflammen können. Mehrere Kaninchenkäfige sollten daher nicht zu eng stehen und stets gründlich gereinigt beziehungsweise desinfiziert werden. Es ist ratsam, erkrankte Kaninchen von gesunden zu trennen, sofern diese Maßnahme die Tiere nicht noch zusätzlich stresst.

Generell kann ein Kaninchen, welches an Kaninchenschnupfen erkrankt war, immer wieder dazu neigen, diese Symptome zu entwickeln. Oftmals ist es nicht möglich, die Erreger komplett zu beseitigen. Der Tierarzt behandelt diese Kaninchen in den erneuten Krankheitsphasen mit Antibiotika und mit Medikamenten, die das Abwehrsystem stärken.

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel:

Diesen Artikel teilen:

Newsletter abonnieren - Kostenlos per Mail, nützliche Infos, verständlich aufbereitet

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Stellenangebote
Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin