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Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Vogelkot

Eine Übertragung von Herpes-Viren erfolgt meist über den Kot oder andere Sekrete. Foto: vetproduction

Was ist eine Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel?

Die Pachecosche Krankheit ist eine Herpes-Virus-Infektion beim Vogel, die durch bestimmte Herpes-Viren verursacht wird. Die Übertragung der Krankheit erfolgt zumeist über Kot oder Körperflüssigkeiten wie zum Beispiel Nasensekret. Eine Herpes-Virus-Infektion beim Vogel verläuft in den meisten Fällen tödlich.

Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel?

Die Ursache einer Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel ist eine Infektion mit bestimmten Herpes-Viren. Infizierte Vögel scheiden die Viren mit dem Kot sowie über verschiedene Körpersekrete aus. Auch im Federstaub lassen sich die Herpes-Viren nachweisen. Der Vogel inhaliert die Viren oder nimmt diese über infizierten Kot auf. Im Körper angelangt, vermehren sich die Herpes-Viren zunächst in den Atmungsorganen des Vogels. Von dort gehen sie ins Blut über und befallen andere Organe, etwa Leber oder Nieren. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Herpes-Virus-Infektion beim Vogel vergehen ungefähr sieben Tage (Inkubationszeit).

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Man unterscheidet zwei Formen der Herpes-Virus-Infektion beim Vogel: akut und latent. Bei einer akuten Infektion sind die Herpes-Viren aktiv und verursachen die typischen Beschwerden beziehungsweise führen schnell zum Tod des Vogels. Es gibt aber auch eine latente Infektion, das bedeutet, die Herpes-Viren sind zwar im Körper des Vogels, sie sind aber inaktiv und rufen keine Symptome hervor. Eine latente Herpes-Virus-Infektion beim Vogel kann jedoch wieder ausbrechen und somit akut werden. Auslöser hierfür sind beispielsweise Stress, etwa nach Umsiedeln in eine andere Voliere oder nach Unfällen, Operationen und Futterwechsel, intensive Sonneneinstrahlung oder auch die einsetzende Geschlechtsreife.

Symptome:

Wie äußert sich eine Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel?

Die Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) äußert sich beim Vogel durch unspezifische Krankheitsanzeichen wie Teilnahmslosigkeit, mangelnden Appetit und gesträubtes Gefieder. Im weiteren Krankheitsverlauf können auch grünlich-gelber Durchfall (gegebenenfalls mit Blut), Erbrechen und selten Beschwerden der Atemwege auftreten. In den meisten Fällen verstirbt der infizierte Vogel innerhalb weniger Stunden bis Tage nach Ausbruch der Herpes-Virus-Infektion an den Folgen der Erkrankung.

Doch nicht alle infizierten Vögel zeigen Symptome einer Pachecoschen Krankheit. Viele Vögel tragen die Herpes-Viren latent in sich, ohne akut erkrankt zu sein. Dennoch scheiden diese Tiere die Viren aus und können sie auf andere Vögel übertragen. Daher ist es wichtig, bei Verdacht auf eine Herpes-Virus-Infektion beim Vogel den gesamten Bestand untersuchen zu lassen, um mögliche Infektionsquellen herauszufinden.

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