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Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren

 

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Definition:

Abstrich

Das Probematerial des Abstrichs beim Tier wird auf den Objektträger aufgetragen. Foto: vetproduction

Was ist ein Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren?

Bei einem Abstrich bei Tieren entnimmt die Tierärztin bzw. der Tierarzt mit einem Tupfer Zellen von den Schleimhäuten des Tieres (Tupferprobe). Das Probenmaterial lässt sich zum Beispiel auf Veränderungen der Zellen, auf Bakterien oder Pilze untersuchen.

Mittels Abstrich kann man bestimmte Erkrankungen wie Tumoren oder Infektionen erkennen. Die vaginale Tupferprobe ist außerdem geeignet, um festzustellen, ob ein Tier trächtig werden kann und damit zur Zucht geeignet ist.

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Durchführung:

Wie wird ein Abstich (Tupferprobe) bei Tieren durchgeführt?

Um einen Abstrich (Tupferprobe) bei Tieren anzufertigen, fährt die Tierärztin bzw. der Tierarzt mit einem befeuchteten Wattestäbchen (Tupfer) oder einer kleinen Bürste die Schleimhäute des Tieres ab. Wie der Abstrich genau angefertigt wird, hängt davon ab, welche Schleimhäute mit der Tupferprobe untersucht werden sollen. Für einen Abstrich der Bindehaut oder der Hornhaut des Auges ist eine örtliche Betäubung des Tieres notwendig. In der Regel sind für Abstriche bei Tieren keine zusätzlichen Hilfsmittel notwendig, außer für Tupferproben der Geschlechtsorgane.

Abstrich bei weiblichen Tieren: Für vaginale Untersuchungen ist ein sogenanntes Spekulum notwendig, das in die Scheide des Tieres eingeführt wird. Damit ist es möglich, mit dem Tupfer an den Gebärmutterhals zu gelangen, ohne die Schleimhaut der Scheide zu berühren. Auch für einen Abstrich der Scheiden-Schleimhaut oder eine Probe des Vaginalsekrets verwendet die Tierärztin bzw. der Tierarzt das Spekulum, damit keine Keime von den äußeren Geschlechtsteilen nach innen gelangen. Eine Probe des äußeren Muttermunds kann entnommen werden, wenn dieser mit einem Spekulum fixiert wird. Mit speziellen Instrumenten lässt sich auch ein Abstrich aus der Gebärmutter gewinnen. Ist eine Tupferprobe des Gebärmutterhalses, des Muttermunds oder der Gebärmutter geplant, schließt der Tierarzt vorher aus, dass das Tier trächtig ist.

Abstrich bei männlichen Tieren: Bei Pferden, Katzen und Hunden entnimmt die Tierärztin oder der Tierarzt Abstriche des Penis, zum Beispiel von der Harnröhre oder der Eichelgrube. Beim Hengst erfolgt die Tupferprobe am erigierten, ausgeschachteten Penis ohne vorherige Reinigung. Bei Hunden und Katzen lässt sich außerdem eine Probe des Vorhautsekrets mit einem Abstrich gewinnen. Dazu reinigt die Tierärztin oder der Tierarzt die Vorhautöffnung und führt ein schmales Spekulum ein, durch das die Probe mit einem Tupfer entnommen wird.

Nach der Entnahme beim Tier wird Abstrich auf einem Objektträger ausgerollt, angefärbt und unter dem Mikroskop betrachtet. Die Probe kann unter anderem auf Bakterien und Zellveränderungen untersucht werden. Bei Proben des Vaginalsekrets beziehungsweise des Vorhautsekrets sowie bei Abstrichen am Auge wird der Tupfer in ein Röhrchen mit einem Transportmedium gegeben, das Röhrchen verschlossen und zur weiteren Untersuchung an ein Labor geschickt.

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