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Fettsucht beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Gewichtskontrolle Kaninchen

Zur Diagnose einer Fettsucht wird das Kaninchen unter anderem gewogen. Foto: vetproduction

Was ist eine Fettsucht beim Kaninchen?

Fettsucht entsteht, wenn das Kaninchen mehr Futter zu sich nimmt, als es verwertet. Überschüssige Nahrungsenergie legt der Körper dann als Fettdepots in der Unterhaut und den Organen an. Ein fettsüchtiges Kaninchen bewegt sich meist wenig – es ist ungelenk und vernachlässigt im Extremfall seine Körperhygiene. Als Folge der Fettsucht neigt das Kaninchen zu bestimmten Erkrankungen; es ist kurzatmig und hat eine verminderte Lebenserwartung.

Ursachen:

Welche Ursachen hat die Fettsucht beim Kaninchen?

Eine Fettsucht beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich nimmt das Kaninchen bei einer Fettsucht mehr Nahrungsenergie (Kalorien) auf, als es verbraucht. Nährstoffe aus der Nahrung sind wichtig, um den Körper Substanz zu geben und mit Energie zu versorgen. Nimmt das Kaninchen jedoch zu viel beziehungsweise zu reichhaltiges Futter zu sich, lagert sich Fett unter der Haut und in den Organen ab. Bei Futtermangel nutzt das Tier dann diese Fettdepots und „verbrennt“ das Fett. Reichlich Bewegung steigert den Fettabbau.

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Die Ursache von Fettsucht bei Kaninchen ist eine dauerhafte Überernährung. Das bedeutet, das Tier erhält über eine lange Zeit zu viel reichhaltige Nahrung – und damit mehr Energie, als es verbrauchen kann. Als Folge reichern sich Fette nicht nur in den Fettdepots an, sondern durchsetzen auch Herz und Leber (Fettleber), was zu schweren Gesundheitsproblemen führt. Durch die dauerhaft erhöhte Energiezufuhr geraten Stoffwechsel und Hormone aus dem Gleichgewicht. So kann zum Beispiel ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beim Kaninchen entstehen. Bewegungsmangel verstärkt eine Fettsucht, da das Kaninchen weniger Energie verbraucht.

Symptome:

Wie äußert sich die Fettsucht beim Kaninchen?

Eine Fettsucht beim Kaninchen erkennt der Kaninchenbesitzer anhand typischer Symptome: Das Kaninchen ist kräftig und schwer. Die Rippen sind schwierig zu ertasten, da sie von Fett überlagert sind. Ältere Kaninchenweibchen entwickeln eine sogenannte „Wamme“, also Fettdepots am Halsbereich. Liegt beim Kaninchen eine Fettsucht vor, bewegt sich das Tier ungern. Die Gelenke sind durch das Gewicht schwer belastet und es kann zu Gelenkproblemen kommen. Schon bei geringen Bewegungen reagiert das Kaninchen mit Kurzatmigkeit. Durch die Fettsucht kommt es neben der Atemnot auch zu Herz-Kreislauf-Problemen.

Ein weiteres Symptom einer Fettsucht beim Kaninchen kann eine mangelnde Körperhygiene sein. Einerseits führt das Übergewicht dazu, dass das Tier apathisch wird und die Körperhygiene vernachlässigt. Zum anderen gelingt es fettsüchtigen Kaninchen nur noch schwer oder gar nicht, den gesamten Körper zu putzen. Vor allem im Bereich von Genitalien und Anus (Ano-Genital-Region) sammeln sich Sekrete und später auch Krankheitserreger (zum Beispiel Bakterien, Pilze) an, die zu Entzündungen führen können.

Kaninchen fressen normalerweise einen Teil ihres Kotes wieder, den sogenannten Blinddarm-Kot. Dies ist wichtig, damit sie bestimmte Vitamine wieder aufnehmen und Eiweiße aus der Nahrung nutzen können. Einigen fettleibigen Tieren gelingt es nicht mehr den Blinddarm-Kot aufzunehmen, da sie nicht mehr an ihren Anus gelangen.

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