Entzündete Analdrüsen beim Hund – Wie erkenne ich es?

Eine Analdrüsen-Entzündung ist eine häufig vorkommende Erkrankung der Analbeutel (Sinus paraneales).

Diagnose:

Wie werden entzündete Analdrüsen beim Hund diagnostiziert?

Zur Diagnose von entzündeten Analdrüsen nimmt die Tierärztin oder der Tierarzt eine körperliche Untersuchung vor. Dazu werden die Analbeutel des Tieres zunächst gründlich inspiziert. Sind sie geschwollen und gerötet, weist das auf eine Entzündung der Analbeutel hin.

Dann tastet der Tierarzt die betroffenen Stellen ab und beobachtet, ob der Hund dabei Schmerzen oder Juckreiz hat. Zur weiteren Diagnose von entzündeten oder verstopften Analdrüsen drückt der Tierarzt durch vorsichtiges Massieren etwas Sekret aus den Analdrüsen und überprüft dessen Konsistenz und Geruch.

Des Weiteren wird die Temperatur gemessen, um Fieber beim Hund auszuschließen. Eine Untersuchung des Analsekrets und gegebenenfalls auch des Kots kann im Rahmen der Diagnose ebenfalls erfolgen.

Darüber hinaus ist es notwendig, andere Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen, auszuschließen, da diese eine andere Behandlung erfordern. Dazu gehören beispielsweise Analtumoren und Analfisteln, sowie starker Juckreiz, der durch eine Flohspeichel-Allergie oder durch ausgeschiedene und am After des Hundes klebende Teile von Bandwürmern ausgelöst wird. Ein möglicher Hinweis auf einen Analtumor ist, wenn nur eine Analdrüse und nicht beide Analbeutel entzündet sind.

Behandlung:

Wie können entzündete Analdrüsen beim Hund behandelt werden?

Zur Behandlung der Analdrüsenentzündung drückt die Tierärztin oder der Tierarzt das Sekret vorsichtig aus den Analdrüsen heraus. Ist das Sekret nicht zäh, sondern bereits ausgehärtet, spült der Tierarzt die Analdrüsen zunächst mit einer Flüssigkeit (z.B. Kochsalz-Lösung). Dadurch werden die Sekret-Pfropfen eingeweicht.

Um die Analdrüsenentzündung zu bekämpfen, kommt eine Spülung zum Einsatz, die entzündungshemmend wirkt. Diese Prozedur sollte bis zum Abklingen der Entzündung wiederholt werden. Hat der Hund Fieber, erhält er zusätzlich Antibiotika (Bakterien-abtötende Medikamente).

Entzünden sich die Analdrüsen beim Hund sehr oft, ist es unter Umständen sinnvoll, die Analbeutel durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt chirurgisch entfernen zu lassen.

Entzündung der Analdrüsen – die Therapie im Überblick:

  • Ausdrücken des Analsekrets aus den entzündeten Analbeuteln
  • Analbeutel-Spülung mit einer Flüssigkeit (meist Kochsalz-Lösung), die entzündungshemmend wirkt
  • Gabe von Antibiotika, falls Fieber vorliegt
  • Chirurgische Entfernung der Analbeutel, wenn die Entzündung wiederholt auftritt und keine Besserung erreicht wird

Prognose:

Ist eine Analdrüsenentzündung beim Hund gefährlich?

In der Regel ist die Prognose einer Analdrüsenentzündung gut, wenn eine angemessene Behandlung erfolgt. Meist reicht es aus, die Analdrüsen zu leeren und zu reinigen. Gegebenenfalls benötigt der Hund zusätzlich Medikamente wie Antibiotika.

Befinden sich allerdings zusätzlich Fisteln oder Tumoren am After, gestaltet sich die Behandlung aufwändiger. Bei Analtumoren oder wiederholt auftretenden starken Entzündungen müssen die Analbeutel und gegebenenfalls umliegendes Gewebe meist chirurgisch entfernt werden.

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