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Getreidefreies Hundefutter

 

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Futter Ratgeber – Hunde

Hundefuttervergleich

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Eine stetig wachsende Anzahl an Hundehaltern bevorzugt zur Ernährung der Vierbeiner zunehmend getreidefreies Hundefutter oder greift gezielt auf ein Futter mit tendenziell geringem Getreideanteil zurück. Andere Tierhalter hingegen nehmen die jeweiligen Getreidesorten genauer unter die Lupe und verzichten beispielsweise auf Futter, das Gluten (Klebereiweiß, u. a. in Weizen) enthält. Auch bei jenen, die ihre Hunde bewusst mit Futter mit hohem Fleischanteil oder auch mit rohem Fleisch füttern (BARF), gehen die Meinungen bisweilen weit auseinander – einige ergänzen die Mahlzeiten aus Fleisch und/oder Gemüse beispielsweise regelmäßig mit Haferflocken, andere ernähren den Vierbeiner konsequent und durchgängig getreidefrei. Doch wo liegen im Einzelnen die Gründe für die Nahrungsumstellung bei den Tieren?

 

Warum getreidefreies Hundefutter?

Das Angebot an getreidefreiem Hundefutter wächst langsam, aber deutlich erkennbar. Vieles spricht dafür, dass es sich dabei nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern eine nachhaltige Entwicklung handelt. Ein häufiger Grund, auf getreidefreies Hundefutter umzusteigen, sind Allergien und Unverträglichkeiten. So können bestimmte Getreidesorten bei manchen Hunden allergische Hautreaktionen wie Juckreiz und Haarausfall auslösen.

Einige Hunde reagieren auch mit Durchfall und anderen Störungen des Magen-Darm-Trakts oder setzen nach den Mahlzeiten ungewöhnlich große Mengen Kot ab, was ein Zeichen für eine geringe Verdaulichkeit des Futters ist.

Doch selbst wenn der Hund nicht allergisch auf einzelne Getreidesorten reagiert, greifen einige Halter auf getreidefreies Hundefutter zurück. Wie begründen die Tierhalter diese Entscheidung? Das häufigste Argument ist, dass der Hund kein Pflanzenfresser und sein Darm deshalb auch nicht auf die Verdauung regelmäßig verfütterter größerer Getreidemengen ausgelegt ist.

 

Welches Getreide versteckt sich in herkömmlichem Hundefutter?

Hund mit Napf

Hundefutter ohne Getreide – ist das wirklich gesünder für den Hund? Foto: Gerd Pfaff / pixelio.de

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Hundefutter kann verschiedene Getreidesorten enthalten, denn Getreide ist zunächst einmal eine pflanzliche Proteinquelle. Besonders gängig sind:

  • Mais
  • Weizen
  • Hafer
  • Reis
  • Hirse

Dabei können die verschiedenen Getreidesorten in ganz unterschiedlicher Form vorliegen, etwa als Getreidemehle, die größtenteils aus dem inneren Mehlkörper der Getreidekörner bestehen und bei denen die relativ nährstoffreichen Hüllen der Körner fehlen (eine Ausnahme bilden hier Vollkornmehle). Auch Getreideflocken, wie etwa Haferflocken und Maisflocken, kommen in Hundefutter vor. Sie sind für den Hund in der Regel besser verdaulich als die vollständigen Körner. Besonders in Diät-Hundefutter sind manchmal auch Hafer- oder Weizenkleie enthalten, da sie durch den hohen Ballaststoffgehalt sättigend und verdauungsfördernd wirken. Diese Diät-Futter werden beispielsweise bei übergewichtigen und adipösen Tieren verabreicht, um das Körpergewicht zu reduzieren.

 

Wann ist getreidefreies Hundefutter sinnvoll?

Ein Hundefutter, das Getreide enthält, ist nicht grundsätzlich schädlich für den Vierbeiner. Einige Hunde leiden allerdings tatsächlich unter einer Futtermittelallergie, die sich auf Getreideeiweiß bezieht – beispielsweise gegen Weizen- oder Maisprotein. Um herauszufinden, ob tatsächlich eine Futtermittelallergie der Auslöser für die gesundheitlichen Probleme Ihres Hundes ist, halten Sie deshalb am besten zunächst Rücksprache mit Ihrer Tierarztpraxis. Sollte sich Ihr Verdacht bestätigen, empfehlen Tierärzte zunächst, auf das auslösende Getreide (Allergen) zu verzichten. Wenn allerdings die jeweiligen Allergene nicht eindeutig sind, kann eine Ausschlussdiät (Eliminationsdiät) dabei helfen, den Auslöser der Allergie zu identifizieren. Neben Getreide kommen beispielsweise auch Sojaproteine oder Proteine der unterschiedlichen enthaltenen Fleischsorten als Allergene infrage, ebenso wie Farbstoffe oder Konservierungsstoffe im Futter.

Unverträglichkeiten wie eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) sind beim Hund eher selten. Beim Irish Setter jedoch wurde nachgewiesen, dass Hunde aus manchen Linien tatsächlich überempfindlich auf Gluten im Futter reagieren: Sie entwickeln dann beispielsweise eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut, die zu Symptomen wie Durchfall und in der Folge zu Gewichtsverlust führt. Hunde mit einer erkannten Zöliakie sollten deshalb möglichst kein Futter mit Weizen, Roggen, Gerste oder anderem glutenhaltigen Getreide bekommen. Ein getreidefreies Hundefutter kann in dem Fall sinnvoll sein. Verträglich sind in der Regel aber auch hochwertige alternative Getreidesorten wie Reis, Mais und Hirse.

Für einen gesunden Hund, der sein Futter gut verträgt, ist Getreide in der Ernährung jedoch grundsätzlich nicht schädlich und liefert durch die enthaltene Stärke zusätzliche Energie. Gluten ist für Hunde in der Regel sogar eine sehr gut verdauliche, wenn auch bezüglich seiner enthaltenen Aminosäuren nicht ganz optimale Eiweißquelle – es eignet sich bis zu einem gewissen Maß als Ergänzung zu tierischen Eiweißen. Auch weitere wertvolle Nährstoffe wie Kohlehydrate, Fett und Vitamine sind von Natur aus in Getreiden enthalten. Jedoch ist das verarbeitete Getreide in den gängigen Darreichungsformen für Hunde, etwa Trockenfutter, relativ nährstoffarm. Vollkornprodukte und ungeschälter Naturreis im Futter haben noch einen recht hohen Anteil an wasserlöslichen Vitaminen und Rohfaser. Beides geht bei der Verarbeitung zu Getreidemehlen jedoch verloren.

In fast jedem auf dem Markt erhältlichen Hundefutter ist Getreide enthalten. Bei Fertigfutter kann es daher hilfreich sein, auf die genaue Deklaration auf dem Etikett zu achten – und auch auf die Reihenfolge, in der die Inhaltsstoffe des Hundefutters dort gelistet sind: Je weiter vorne ein Getreidemehl steht, desto mehr ist davon enthalten. Wie viel Getreide und welches Getreide man verfüttern möchte, bleibt letztlich eine individuelle Entscheidung und sollte vom jeweiligen Tier abhängig gemacht werden.

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Weiterführende Informationen

Autor: Christina Trappe, B.A., Nadine Lier
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2021
Quellen:
Laukner, Anna: Hunde füttern. Einfach, lecker, gesund. Ulmer Verlag, Stuttgart 2006
Meyer, Helmut; Zentek, Jürgen: Ernährung des Hundes. Grundlagen – Fütterung – Diätethik. Enke Verlag, Stuttgart 2016
Zentek, Jürgen: Hunde richtig füttern. Ulmer Verlag, Stuttgart 2012

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