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Kokzidiose beim Vogel

 

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Vogel auf Ast

Die Kokzidiose beim Vogel ist ansteckend. Besonders gefährdet sind Jungvögel oder Tiere, die noch nie mit Kokzidien infiziert waren. Foto: vetproduction

Definition:

Was ist eine Kokzidiose beim Vogel?

Die Kokzidiose beim Vogel gehört zu den Protozoen-Infektionen. Protozoen sind winzige Parasiten, die aus nur einer einzigen Zelle bestehen, sogenannte Einzeller. Bei der Kokzidiose handelt es sich um Kokzidien. Da sich die Kokzidien im Inneren des Wirtstieres ansiedeln, vorzugsweise in Darm und Leber, bezeichnet man sie auch als Endoparasiten (endo = innen).

Die Kokzidiose beim Vogel ist ansteckend. Nach einer überstandenen Infektion ist der Vogel meist immun gegen die Erreger. Besonders gefährdet sind Jungvögel oder Tiere, die noch nie mit Kokzidien infiziert waren. Daher sollten Neuzugänge möglichst immer eine Quarantänephase durchlaufen beziehungsweise vom Tierarzt untersucht werden, bevor sie in Kontakt mit den anderen Vöglen kommen. Besonders häufig sind Kanarienvögel und Finken von Kokzidiose betroffen, seltener Wellensittiche und Papageien.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Kokzidiose beim Vogel?

Die Ursachen einer Kokzidiose beim Vogel sind die Erreger der Infektionskrankheit, die Kokzidien. Diese winzigen Endoparasiten kommen auch bei gesunden Vögeln vor, ohne eine Infektion auszulösen. Ab einer größeren Erregermenge kann jedoch eine Kokzidiose beim Vogel entstehen, die dann typische Beschwerden auslöst. Es gibt verschiedene Formen von Kokzidien, die wirtsspezifisch sind. Das bedeutet, dass die einzelnen Kokzidien-Arten jeweils nur bei bestimmten Vogelarten auftreten.

Die Übertragung der Kokzidien erfolgt oral, also über den Schnabel, zum Beispiel bei Kontakt mit Kot anderer Tiere während der Futteraufnahme. Die Kokzidien befallen zunächst den Darm, später dann auch Leber, Milz und Lunge des Vogels. Mögliche Infektionsquellen sind infizierte andere Vögel oder mit Kokzidien verseuchtes Futter, Einstreu, Nistmaterial und verunreinigte Transportbehälter. Stress, Veränderungen der Umwelt, Mangelernährung sowie unhygienische Haltungsbedingungen können die Entstehung einer Kokzidiose beim Vogel begünstigen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Kokzidiose beim Vogel?

Die Kokzidiose beim Vogel äußert sich durch typische Symptome des Verdauungstrakts. Da die Kokzidien die Schleimhautschichten im Darm schädigen, treten Blutungen und (blutiger) Durchfall auf. Der Durchfall wiederum entzieht dem Vogel lebensnotwendige Flüssigkeit – er trocknet langsam aus. Durch die Entzündung verdickt sich die Darmwand, sodass der Vogel die Nahrung nicht mehr vollständig verdauen und verwerten kann. Infolgedessen magert das Tier mit der Zeit ab.

Des Weiteren zeichnet sich eine Kokzidiose beim Vogel durch folgende Symptome aus:

  • beeinträchtigtes Wohlbefinden
  • Aufplustern
  • Teilnahmslosigkeit
  • Atemnot aufgrund der aufgetriebenen Organe
  • gesträubtes Gefieder

Befallen die Kokzidien die Leber des Vogels, entwickelt sich oftmals eine Leberentzündung (Hepatitis). Bei manchen Erregerarten vergrößert sich die Leber dann so stark, dass der Bauch rötlich erscheint („Rotbäuchigkeit“).

Wenn die Kokzidiose beim Vogel zu spät erkannt wird, verläuft sie häufig tödlich. Da sich die Erkrankung aber gut mit Medikamenten behandeln lässt, ist die Prognose bei rechtzeitiger Diagnose in der Regel günstig.

 

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