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Akupunktur bei Tieren

 

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Anwendungsgebiete:

Akupunktur

Akupunktur kann bei Tieren, zusätzlich zur Schulmedizin, zum Beispiel bei Bewegungsstörungen und Schmerzen angewandt werden. Foto: vetproduction

Wann wird eine Akupunktur bei Tieren angewandt?

Akupunktur kann bei Tieren, zusätzlich zur Schulmedizin, zum Beispiel bei Bewegungsstörungen und Schmerzen angewandt werden. Bereits entstandene Schäden an Organen, Gelenken oder Knochen (z.B. ein Knochenbruch beim Tier) lassen sich durch Akupunktur nicht beseitigen. Wohl aber können die damit eingehenden Schmerzen gelindert und so die Lebensqualität des Tieres verbessert werden. Auch zur Steigerung der Abwehrkräfte und zur Stärkung des Immunsystems wird die Akupunktur bei Tieren eingesetzt.

Grenzen sind der Akupunktur bei lebensbedrohlichen Notfällen wie akuter Atemnot oder einem allergischen Schock, bei Knochenbrüchen oder Sehnenrissen, bei schweren organischen Schäden, bei Tumoren und Organversagen gesetzt.

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Mögliche Anwendungsgebiete der Akupunktur bei Tieren sind:

  • Schmerzen und Bewegungsstörungen wie Arthrose (Gelenkverschleiß), Lahmheit und Lähmung, Hüftgelenk-Dysplasie (HD), Rückenprobleme, Bandscheibenvorfall und Rittigkeitsprobleme beim Pferd
  • Atemwegserkrankungen (Husten, Niesen, Asthma bronchiale, Bronchitis)
  • Allergien
  • Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, häufige Koliken beim Pferd)
  • Harninkontinenz bei der kastrierten Hündin
  • Hormonelle Erkrankungen (Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Geburtsstörungen)
  • Hauterkrankungen (Ekzeme, Haarausfall)
  • Augenerkrankungen
  • Chronische Entzündungen des äußeren Gehörgangs
  • Sehstörungen
  • Hörstörungen
  • Altersbeschwerden
  • Immunschwäche, Infektanfälligkeit
  • Epilepsie
  • Gestörte Wundheilung
  • Verhaltensauffälligkeiten (Reizbarkeit, Ängste)

Die Goldakupunktur wird bei schmerzhaften, chronisch degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats angewandt. Haupteinsatzgebiet ist die Hüftgelenk-Dysplasie (HD) bei jungen Hunden, um die Bildung einer schmerzhaften Arthrose (Gelenkverschleiß) zu verhindern. Hat das Tier bereits Schmerzen, lassen sich diese mittels Goldakupunktur verringern und damit Lahmheiten verbessern oder sogar beseitigen, sodass die Lebensqualität des Tieres steigt.

Risiken und Komplikationen:

Welche Risiken birgt eine Akupunktur bei Tieren?

Akupunktur bei Tieren ist praktisch nebenwirkungsfrei, sofern die Akupunktur fachgerecht und korrekt ausgeführt wird. Manchmal kann es zur sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Diese dauert normalerweise nur kurz an und zeigt, dass die Akupunktur-Behandlung anspricht.

Die Goldakupunktur erfordert eine kurze Narkose des Tieres; daher besteht hier ein gewisses Narkose-Risiko. Vor der Behandlung untersucht der Tierarzt das Tier deshalb gründlich, ob es eine Narkose verträgt. Beim Implantieren des Goldstückchens in das Gelenk kann es bei der Goldakupunktur ebenfalls zu Komplikationen kommen (z.B. Verletzungen des Gelenks oder von Blutgefäßen).

Um die Risiken und Komplikationen gering zu halten, ist es wichtig, dass ein geübter Tierarzt die Akupunktur bei Tieren durchführt.

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Lioba Lenze, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung: Januar 2018
Quellen:
Schoen, Allen M.: Akupunktur in der Tiermedizin. Urban und Fischer, München, 2008
Eul-Matern, C.: Akupunktur bei Krankheiten von Hund und Katze, Sonntag 2015
Krokowsk, C.: Akupunktur und Phytotherapie beim Pferd, Sonntag 2017
Petermann, Uwe: Kontrollierte Akupunktur für Hunde und Pferde. Sonntag, Stuttgart, 2004
Pollmann, Naschmil: Basislehrbuch Akupunktur. Urban und Fischer, München, 2002 

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