Anzeige

Anzeige

Zur Tiermediziner-Community Vets online

Anzeige


Mitmachen und gewinnen
Home » Medikamente » Selgian®

Selgian®

 

Diesen Artikel teilen:

 

Was ist Selgian®?

Selgian® ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel für Hunde. Es wird vom Tierarzt verordnet, wenn der Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, die emotionalen Ursprungs sind. Selgian® ist in Tabletten zu je 4 mg und 10 mg erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält Selgian®?

Selgian® enthält den Wirkstoff Selegilin, einen sogenannten Monoaminoxidase-Hemmer (MAOH). Er wirkt im Gehirn auf die Neurotransmitter Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Adrenalin. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die Reize von einer Nervenzelle zu einer anderen weiterleiten und somit das Verhalten, Erleben und Fühlen direkt beeinflussen.

Anzeige

Selgian® hemmt ein Enzym, das für den Abbau der genannten Neurotransmitter zuständig ist. Hierdurch sind die Neurotransmitter länger wirksam und können auf diese Weise Verhaltensauffälligkeiten, die im emotionalen Bereich liegen, regulieren. Eine Tablette Selgian® enthält 4 mg bzw. 10 mg Selegilin-Hydrochlorid.

 

Wann wird Selgian® angewendet?

Selgian® wird angewendet bei Hunden, die an Verhaltensauffälligkeiten emotionalen Ursprungs leiden. Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden können unterschiedliche Gründe haben. Aus diesem Grunde sollte parallel zur Behandlung mit Selgian® eine Verhaltenstherapie erwogen werden.

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden für das Wohl Ihres Tieres

 

Wie soll Selgian® verabreicht werden?

Selgian® wird dem Hund morgens ins Maul (oral) eingegeben, wobei der Hund bei der Einnahme nüchtern sein sollte. Die Behandlung mit Selgian® sollte mindestens über zwei Monate durchgeführt werden. Wenn allerdings nach zwei Monaten keine Besserung der Beschwerden eintritt, empfiehlt es sich, den behandelnden Tierarzt zu kontaktieren.

Der Hersteller empfiehlt eine Dosierung von 0,5 mg Selegilin-Hydrochlorid pro kg Körpergewicht pro Tag. Hieraus ergibt sich folgendes Dosierschema:

 

Anzeige

Für Selgian® 4 mg:

Gewicht des Hundes in kg Anzahl der Tabletten
          1,5 ≤       < 3                  1/4
            3 ≤        < 5                  1/2
            5 ≤        < 7              3/4
            7 ≤        < 9               1
            9 ≤        < 11             1 1/4
          11 ≤        < 13             1 1/2
          13 ≤        < 15             1 3/4
          15 ≤        < 17               2

 

Für Selgian® 10 mg:

Gewicht des Hundes in kg Anzahl der Tabletten
           8 ≤        < 12                 1/2
         12 ≤        < 17                 3/4
         17 ≤        < 22              1
         22 ≤        < 27            1 1/4
         27 ≤        < 32            1 1/2
         32 ≤        < 37            1 3/4
         37 ≤        < 42              2

 

 

Welche Nebenwirkungen hat Selgian®?

Der in Selgian® enthaltene Wirkstoff Selegilin kann zu Nebenwirkungen führen. Unter anderem sind ein trockenes Maul, Schlafstörungen, Schwindel und Herzrhythmusstörungen möglich. Wenn während der Therapie mit Selgian® Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

Unter der Behandlung mit Selgian® kann ein Einfluss auf Prolaktin – ein Hormon, welches die Milchbildung reguliert, nicht ausgeschlossen werden. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, Selgian® trächtigen oder säugenden Hündinnen zu verabreichen.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Sandra Eggert
Datum: Dezember 2014
Quellen:
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology:

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00054775.02?inhalt_c.htm (Abruf: Dezember 2014)

 

 

Schlagwörter:

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Mitmachen & GewinnenNeu Mitmachen und gewinnen
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin