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Dexadreson® forte

 

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Was ist Dexadreson® forte?

Dexadreson® forte ist ein Kortison-Präparat, welches der Tierarzt gegen verschiedene entzündliche Krankheiten oder Autoimmunerkrankungen einsetzen kann. Dexadreson® forte ist als Injektionslösung für den Tierarzt erhältlich.

 

Welche Wirkstoffe enthält Dexadreson®?

Dexadreson® forte enthält den Wirkstoff Dexamethason. Dies ist ein kurz wirksames Glukokortikoid (Kortison-Präparat) mit schnellem Wirkeintritt. Dexadreson® forte 1,32/2,67 mg/ml Injektionssuspension enthält 3 mg Dexamethason pro ml Injektionslösung.

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Wann wird Dexadreson® forte angewendet?

Der Tierarzt wendet Dexadreson® forte bei verschiedenen Krankheiten an. Dexamethason ist ein Kortison, welches antiallergisch, entzündungshemmend und zuckerbildend (Glukose, Blutzucker) wirkt. Es kann auch gegen Symptome bei Schock helfen und beim Rind die Geburt einleiten.

Bei Hunden wendet der Tierarzt Dexadreson® forte bei folgenden Krankheiten an:

Bei Pferden wendet der Tierarzt Dexadreson® forte bei folgenden Krankheiten an:

Bei Rindern wendet der Tierarzt Dexadreson® forte bei folgenden Krankheiten an:

  • Anstieg der Konzentration von Ketonkörpern im Blut (Primäre Ketose)
  • Allergisch bedingte Hauterkrankungen
  • Akute, nicht infektiöse Gelenkentzündung (Arthritis) und Periarthritis
  • Sehnenscheiden-Entzündung (Tendovaginitis)

 

Wie soll Dexadreson® forte verabreicht werden?

Der Tierarzt spritzt Ihrem Tier Dexadreson® forte unter die Haut, in den Muskel, in die Vene oder direkt ins Gelenk. Die Dosierungen variieren je nach der Tierart und nach der vorliegenden Krankheit.

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  • Bei Hunden wird eine Dosis von 0,1 bis 0,25 mg Dexamethason / kg Körpergewicht empfohlen, das entspricht 0,03 bis 0,083 ml Dexadreson® forte Injektionslösung pro kg Körpergewicht.
  • Bei Rindern und Pferden wird eine Dosis von 0,03 bis 0,08 mg Dexamethason / kg Körpergewicht empfohlen, das entspricht 1 bis 2,7 ml Dexadreson® forte Injektionslösung pro 100 kg Körpergewicht.

In bestimmten Fällen, zum Beispiel im Schock, kann der Tierarzt höhere Dosierungen Dexadreson® forte auswählen. Ist eine zweite Injektion notwendig, so ist diese nach sieben Tagen möglich.

Der Wirkstoff Dexamethason sollte nicht angewendet werden bei:

Besonders vorsichtig ist Ihr Tierarzt und kontrolliert Ihr Tier ggf. häufiger, wenn es unter folgenden Erkrankungen leidet:

Bei Tieren, die noch wachsen, bei säugenden und trächtigen Tieren sowie bei Pferden, wendet der Tierarzt Dexadreson® forte bzw. den Wirkstoff Dexamethason nur an, wenn bei der vorliegenden Krankheit eine Kortison-Therapie kaum zu umgehen ist (strenge Indikation).

Jetzt folgen:

Dexadreson® forte wirkt auf das Immunsystem, daher beeinflusst es auch die Wirkung von Impfungen. Der Hersteller rät, einen zeitlich ausreichenden Abstand zu einer Impfung einzuhalten – eine aktive Impfung sollte nicht während und bis zu zwei Wochen nach der Behandlung mit Dexadreson® forte durchgeführt werden. Auch Impfungen, die bis zu acht Wochen vor dem Therapiebeginn gespritzt wurden, können beeinträchtigt werden.

 

Welche Nebenwirkungen hat Dexadreson® forte?

Aufgrund seiner weitreichenden Wirkung im Körper können bei der Anwendung von Dexadreson® forte unter anderem folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Unterdrückung des Abwehrsystems (Immunsuppression) und dadurch höheres Infektionsrisiko und schlechterer Verlauf von bestehenden Infektionen
  • Verzögerte Wund- und Knochenheilung, Muskelschwund, Knochenschwund (Osteoporose), Gelenkerkrankungen
  • Bei Jungtieren kann das Wachstum verzögert und der Knochen geschädigt werden
  • Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus, Förderung eines Diabetes mellitus
  • Cushing-Syndrom
  • Krämpfe, latente Epilepsie
  • Erregungszustände, vereinzelt Depressionen oder Aggressionen
  • Hautverdünnung (Hautatrophie)
  • Allergische Reaktionen
  • Grüner Star (Glaukom), Grauer Star (Katarakt)
  • Vermehrtes Trinken, vermehrtes Urinabsetzten, vermehrtes Fressen
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Magen-Darm-Geschwüre (Ulzera)
  • Lebererkrankungen (reversible Hepatopathie)
  • Zu wenig Kalium und Kalzium und zu viel Natrium, ggf. Bildung von Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Hufrehe beim Pferd
  • Geburtsauslösung beim Rind, Nachgeburtsverhalten
  • Verminderte Milchleistung beim Rind

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Ausführliche Informationen zu entzündlichen und Autoimmun-Erkrankungen finden Sie in unseren Texten:

Allergien beim Pferd

Arthritis beim Hund

Arthritis beim Pferd

Chronisch obstruktive Bronchitis (COB) beim Pferd

Flohspeichel-Allergie beim Hund

Hot Spot beim Hund

 

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter-Koch
Datum: September 2013
Quellen:
MSD Tiergesundheit: Produktinformation Dexadreson® forte Injektionslösung (Stand 01/2013)
www.msd-tiergesundheit.de/products/dexadreson_forte/dexadreson_forte.aspx
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology:
www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: September 2013)

 

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