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Frage der Woche – Wie entsteht eine Verstopfung beim Hund?

Publiziert: Freitag, 18. Januar 2013

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

In unserer „Frage der Woche“ gehen wir wöchentlich einer häufig gestellten Frage aus der Sprechstunde nach. Die aktuelle Frage der Woche stammt von unserem User „Mellyb“:

frage_verstopfung

Heute setzen wir uns deshalb mit dem Thema „Ursachen einer Verstopfung beim Hund“ auseinander und erklären, wie man die Verstopfung beim Hund behandeln kann.

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Was ist eine Verstopfung beim Hund?

Bei einer Verstopfung beim Hund handelt es sich nicht um seine Krankheit, sondern um ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Wenn ein Hund Verstopfung hat, hockt er sich beim Spaziergang zwar hin, kann den Kot aber entweder gar nicht oder nur tröpfchenweise absetzen.

Der Hund kann aufgrund der Verstopfung unter Bauchschmerzen leiden oder beim Kotabsatz jammern. Infolge einer Verstopfung frisst der Hund meistens nicht mehr regelmäßig. Wenn die Verstopfung länger andauert, wird die Schleimhaut des Darms durch den angesammelten Kot gereizt und es kommt zu schleimigem Durchfall.

 

Welche Ursachen hat eine Verstopfung beim Hund?

Verstopfung durch die falsche Fütterung

Eine sehr häufige Ursache von Verstopfung beim Hund ist die falsche Ernährung. Neben der Fütterung von Knochen kann eine mangelnde Versorgung mit Ballaststoffen Ursache der Verstopfung sein. Falls Sie Trockenfutter geben, achten Sie darauf, dem Hund immer genug Wasser zuzuführen, da es sonst durch die starke Wasserresorption des Darms zu einer Verhärtung des Kots kommt.

Häufig reicht es bei einer Verstopfung aus, das Futter des Hundes umzustellen. Es kann hilfreich sein, dem Hund Lebensmittel wie Milch oder Flohsamen zu füttern, welche die Darmaktivität anregen. Eine ausreichende Bewegung ist zusätzlich wichtig, um die Peristaltik des Darms und somit die Verdauung des Hundes anzuregen.

 

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Verstopfung durch Fremdkörper und Medikamente

Fremdkörper wie Aststücke, gefressenes Gras oder sonstige Fremdmaterialien können eine Verstopfung beim Hund auslösen, indem sie den Darm blockieren. Durch eine Röntgen-Untersuchung oder eine Ultraschall-Untersuchung beim Tierarzt kommt eine solche Ursache häufig zum Vorschein. Neben Abführmitteln (sog. Klistiers), die der Tierarzt verabreicht, könnte eine operative Entfernung des Fremdkörpers notwendig werden.

Auf Medikamente können Hunde unterschiedlich reagieren – auch mit einer Verstopfung. Geben Sie im Fall von einer Verstopfung beim Hund deshalb immer beim Tierarzt an, welche Medikamente der Hund bekommen hat.

 

Verstopfung durch innere oder neurologische Erkrankungen

Das Absetzen von Kot erfordert einen erhöhten Druck, bei Erkrankungen des Analbereichs können dann Schmerzen entstehen. Durch eine Analbeutel-Entzündung oder Analfistel kann der Absatz von Kot beim Hund deshalb ausbleiben. Bei einer körperlichen Untersuchung durch den Tierarzt können solche Erkrankungen durch das Abtasten meist schnell festgestellt und entsprechend behandelt werden. Dabei lassen sich ebenfalls Umfangsvermehrungen wie Tumoren im Analbereich oder eine Prostatavergrößerung bei Rüden feststellen.

Jetzt folgen:

Auch Hormonerkrankungen wie Diabetes mellitus oder das Cushing-Syndrom beim Hund können Ursache der Verstopfung beim Hund sein. Eine Blutuntersuchung gibt meist Aufschluss über mögliche Krankheiten des Hundes. In seltenen Fällen hat die Verstopfung beim Hund neurologische Gründe. So können Lähmungen der hinteren Gliedmaßen oder beschädigte Nerven der Wirbelsäule den Kotabsatz verhindern. Um diese Ursache auszuschließen, prüft der Tierarzt zum Beispiel die Reflexe des Hundes.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Januar 2013
Quellen:
Grünbaum, E. -G. et al.: Klinik der Hundekrankheiten. Enke, Stuttgart 2007
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU, München 2009
Neiger; Rito: Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze. Enke Verlag, Stuttgart 2009
Schrey, C.F.: Leitsymptome und Leitbefunde bei Hund und Katze, Schattauer, Stuttgart 2005

 

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