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Fieber bei Hunden

Publiziert: Freitag, 22. Januar 2016

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

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Ein liegender Golden Retriever

Hat ein Hund Fieber, ist er in der Regel müde und schlapp. Auf diesem Bild sehen Sie einen gesunden Hund. Foto: vetproduction

Was versteht man unter Fieber bei Hunden?

Fieber bei Hunden bedeutet, dass eine Erhöhung der Körpertemperatur vorliegt. Die normale Körpertemperatur bei Hunden liegt zwischen 38 °C bis 39 °C (zum Vergleich: beim Menschen zwischen 36 °C bis 37 °C). Allerdings ist nicht jeder Temperaturanstieg gleich Fieber, auch starke körperliche Aktivität kann zu einem geringen Anstieg der Körpertemperatur führen.

Fieber bei Hunden kann beständig hoch sein oder schwanken. Manchmal wechseln sich auch Phasen, in denen der Hund Fieber hat, mit fieberfreien Zeiten ab. Steigt die Körpertemperatur über 42 °C, kann Fieber bei Hunden lebensbedrohlich werden. Dies kommt aber eher selten vor.

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Fieber bei Hunden tritt selten als alleiniges Symptom auf. Häufig hat ein Hund mit Fieber zusätzlich Schüttelfrost und die Haare sträuben sich. Außerdem ist das Allgemeinbefinden beeinträchtigt, er ist müde und schlapp. Der Puls ist erhöht und der Hund atmet schneller. Fieber bei Hunden kann außerdem zu Appetitlosigkeit und einer verminderten Darmtätigkeit führen. Diese äußert sich durch den sogenannten Fieberkot, der sehr fest und trocken ist. Fieber bei Hunden sorgt außerdem dafür, dass das Tier viel Flüssigkeit verliert. Je nach Ursache können bei Fieber bei Hunden weitere Beschwerden auftreten.

Fieber bei Hunden, das nur einen Tag anhält, heißt ephermes Fieber. Akutes Fieber bei Hunden dauert dagegen 8 bis 14 Tage an. Von subakutem Fieber spricht der Tierarzt, wenn die Temperaturerhöhung zwei bis drei Wochen anhält. Bei einer Dauer über drei Wochen liegt chronisches Fieber bei Hunden vor.

Welche Ursachen hat Fieber bei Hunden?

Fieber bei Hunden kann vielfältige Ursachen haben, zum Beispiel:

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  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Knochenmarkerkrankungen
  • Tumoren

Gelegentlich tritt Fieber bei Hunden auch ohne erkennbare Ursachen auf.

 

Wie wird Fieber bei Hunden behandelt?

Fieber bei Hunden muss nicht immer behandelt werden. Kurzzeitiges, leichtes Fieber, das den Hund nicht massiv einschränkt, verschwindet oft von selbst wieder. Tritt hohes Fieber bei Hunden auf, geht das Fieber nicht zurück oder fühlt sich der Hund durch das Fieber sehr schlecht, sollte ein Tierarzt die Ursachen abklären und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten.

Fieber bei Hunden wird durch eine angemessen Therapie der Grunderkrankung behandelt. Bei bakteriellen Infektionen verschreibt der Tierarzt zum Beispiel Antibiotika oder bei entzündlichen Erkrankungen entzündungshemmende Medikamente. Ist die zugrunde liegende Erkrankung überstanden, geht auch das Fieber bei Hunden zurück.

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Fieber ist eine natürliche und sinnvolle Reaktion des Immunsystems. Es unterstützt die Abwehrmechanismen des Körpers, beispielsweise um Krankheitserreger zu bekämpfen. Daher bedarf nicht jedes Fieber einer Behandlung. Ist ein Hund mit Fieber durch die auslösende Erkrankung dagegen sehr geschwächt, ist es sinnvoll ihm fiebersenkende Mittel zu verabreichen. Dem Tierarzt stehen verschiedene fiebersenkende Wirkstoffe (sog. Antipyretika) zur Verfügung, zum Beispiel Carprofen, Firocoxib oder Metamizol. Dabei ist es wichtig auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Hunds zu achten.

 

Weiterführende Informationen

 

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Oktober 2012
Quellen:
Baumgartner, W.: Klinische Propädeutik der Haus- und Heimtiere. Parey, Stuttgart 2009
Suter, P. et al.: Praktikum der Hundeklinik. Enke, Stuttgart 2012

 

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