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Erbrechen bei Katzen

Publiziert: Mittwoch, 7. November 2012

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Eine Katze beim Fressen

Erbrechen bei Katzen kann zum Beispiel durch eine Futterunverträglichkeit verursacht werden. Foto: vetproduction

Was versteht man unter Erbrechen bei Katzen?

Erbrechen bei Katzen kommt relativ häufig vor. Tiermediziner sprechen auch von Vomitus. Die Ursachen für Erbrechen bei Katzen sind vielfältig. Plötzliches, einmaliges Erbrechen ist meist harmlos. Erbricht sich die Katze sehr häufig oder regelmäßig über einen längeren Zeitraum, ist ein Tierarztbesuch dringend empfehlenswert. Gleiches gilt, wenn neben dem Erbrechen bei Katzen weitere Beschwerden auftreten oder das Erbrochene blutig ist.

Erbricht eine Katze, würgt sie Mageninhalt hervor, also halbverdautes Futter und Flüssigkeit. Vorher ist ihr oft übel. Dies zeigt sie zum Beispiel durch unruhiges Umherwandern und erhöhten Speichelfluss.

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Welche Ursachen hat Erbrechen bei Katzen?

Der Tierarzt unterscheidet akutes und chronisches Erbrechen bei Katzen. Erbricht die Katze plötzlich und weniger als zwei Wochen lang, spricht er von akutem Erbrechen. Chronisches Erbrechen dauert länger als zwei Wochen an und die Katze erbricht regelmäßig. In beiden Fällen ist es ratsam die Ursache des Erbrechens durch einen Tierarzt abzuklären. Dazu eignet sich zum Beispiel eine Blutuntersuchung, Röntgen-Untersuchung, Ultraschall-Untersuchung oder eine Magenspiegelung.

Erbrechen bei Katzen – egal ob chronisches oder akutes Erbrechen – tritt auf, wenn das sogenannte Brechzentrum im Gehirn angeregt wird. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel:

 

Wie wird Erbrechen bei Katzen behandelt?

Wie Erbrechen bei Katzen behandelt wird, richtet sich nach der Ursache und danach, ob weitere Symptome wie Durchfall oder Fieber vorliegen. Manchmal reicht es aus, der Katze kurzzeitig nichts zu Fressen zu geben. Sie sollten aber in jedem Fall darauf achten, dass sie ausreichend trinkt. Haben sich die Beschwerden gebessert, können Sie Ihrer Katze eine Schonkost geben, zum Beispiel Reis und Hühnchen. Beginnen Sie am besten mit häufigeren kleinen Portionen, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überlasten.

Halten die Beschwerden an oder treten weitere Symptome auf, ist es wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen. Der Tierarzt kann feststellen, welche Ursachen dem Erbrechen bei Katzen zugrunde liegen und gegebenenfalls eine geeignete Therapie auswählen. So verschreibt er zum Beispiel bei einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori Antibiotika.

Der Tierarzt kann außerdem Medikamente verschreiben, um das Erbrechen bei Katzen zu unterbinden beziehungsweise um den Brechreiz zu lindern – sogenannte Antiemetika. Dazu stehen ihm verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, zum Beispiel Chlorpromazin, Droperidol, Dramamin und Metoclopramid. Geben Sie Ihrer Katze aber niemals eigenmächtig Medikamente aus Ihrer Hausapotheke, denn viele Präparate und ihre Dosierungen, die für Menschen zugelassen sind, können für Katzen lebensgefährlich sein!

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Falls eine schwerwiegende Ursache dem Erbrechen bei Katzen zugrunde liegt, zum Beispiel eine Vergiftung, eine Pankreatitis oder ein Magengeschwür, wird der Tierarzt eine auf diese Grunderkrankung abgestimmte Behandlung einleiten.

 

 

 

Jetzt folgen:

Weiterführende Informationen

 

Weitere, ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Text Erbrechen bei der Katze.

 

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Oktober 2012
Quellen:
Rand, J.: Praxishandbuch Katzenkrankheiten. Urban & Fischer, München 2009
Yin, S.A., Nolte, I.: Praxisleitfaden Hund und Katze. Schlütersche, Hannover 2007

 

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