Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel

Diagnose:

Abstrich
Eine Tupferprobe (Abstrich) wird auf Herpes-Viren untersucht. Foto: vetproduction

Wie wird eine Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel diagnostiziert?

Die Diagnose einer Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel ist recht schwierig, da die erkrankten Vögel keine spezifischen Symptome zeigen und in der Regel binnen kürzester Zeit versterben.

Beim Verdacht auf die Pachecosche Krankheit kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt eine Ultraschall-Untersuchung von Leber, Milz und Nieren durchführen. Sind diese Organe im Ultraschall-Bild deutlich vergrößert, ist dies ein möglicher Hinweis auf eine Herpes-Virus-Infektion beim Vogel. Darüber können Tupferproben aus der Kloake und dem Rachen des Vogels entnommen und auf Herpes-Viren hin untersucht werden.

Viele Infektionskrankheiten bei Vögeln gehen mit unspezifischen Symptomen einher. Da viele von ihnen hoch ansteckend sind und auch schnell tödlich verlaufen, ist es wichtig, die genaue Erkrankung zu identifizieren. Daher ist eine weiterführende Untersuchung von Blut und anderen Körperflüssigkeiten sinnvoll, um andere Infektionskrankheiten als die Herpes-Virus-Infektion beim Vogel auszuschließen.

Behandlung:

Wie kann eine Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel behandelt werden?

Eine Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel verläuft oftmals innerhalb weniger Stunden bis Tage tödlich. Wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird und dazu noch recht mild verläuft, können spezielle Anti-Viren-Mittel, sogenannte Virostatika, mit dem Wirkstoffen Aciclovir und Gancyclovir eingesetzt werden.

Die Tierärztin oder der Tierarzt spritzt die Medikamente entweder unter die Haut des Vogels oder Sie verabreichen sie Ihrem Vogel mehrere Tage über das Trinkwasser. Inwieweit die Therapie erfolgreich ist, hängt davon ab, wie gut die Herpes-Viren auf die Medikamente ansprechen und wie weit die Pachecosche Krankheit bereits fortgeschritten ist.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel?

Die Prognose einer Herpes-Virus-Infektion (Pachecosche Krankheit) beim Vogel ist insgesamt eher schlecht. Latent infizierte Vögel können über eine längere Zeit überleben, solange die Herpes-Viren inaktiv sind. Sind die Viren wieder aktiviert beziehungsweise liegt eine akute Infektion vor, fällt die Prognose sehr unterschiedlich aus.

Während südamerikanische Sittiche, Wellensittiche und Nymphensittiche nicht so empfindlich auf die Herpes-Virus-Infektion reagieren, versterben Großpapageien wie Aras oder Graupapageien zumeist innerhalb weniger Stunden bis Tage an der Pachecoschen Krankheit.

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