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Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Infusionsgerät

Da das Kaninchen während der Operation viel Flüssigkeit verliert, erhält es nach der Operation Flüssigkeit durch eine Infusion. Foto: vetproduction

Wie wird eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen diagnostiziert?

Zur Diagnose einer Gebärmutter-Vereiterung beim Kaninchen befragt der Tierarzt zunächst den Kaninchenbesitzer. So möchte er wissen, welche Symptome beim Kaninchen aufgetreten sind und seit wann sie bestehen. Auch informiert sich der Tierarzt über das Alter des Tieres, ob es bereits geworfen hat und ob Vorerkrankungen bestehen (zum Beispiel Gebärmutter-Veränderungen).

Zur genauen Diagnose einer Gebärmutter-Vereiterung beim Kaninchen untersucht der Tierarzt das Kaninchen körperlich. So tastet er unter anderem den Bauchraum ab und achtet darauf, ob der Bauch geschwollen ist. Zeigt das Kaninchen Schmerzen bei Berührung, kann dies ebenfalls auf eine Gebärmutter-Vereiterung hindeuten. Die sichere Diagnose einer Gebärmutter-Vereiterung stellt der Tierarzt mit bildgebenden Verfahren. So untersucht er den Unterleib des Kaninchens mit Ultraschall (Sonografie) und röntgt gegebenenfalls den Bauchraum. Oftmals nimmt er dem Kaninchen Blut für eine Blutuntersuchung ab.

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Behandlung:

Wie kann eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen behandelt werden?

Eine Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen erfordert eine sofortige Behandlung – es handelt sich um einen Notfall. Nach der Diagnose einer Pyometra verabreicht der Tierarzt dem Kaninchen zunächst Antibiotika, also Wirkstoffe, die Bakterien bekämpfen. Je nach dem Kreislaufzustand stabilisiert er das Kaninchen zunächst mit Infusionen. Anschließend wird das Kaninchen in Narkose gelegt.

Zur Behandlung der Gebärmutter-Vereiterung ist es notwendig, die gesamte Gebärmutter und die Eierstöcke des Kaninchens operativ zu entfernen (Ovariohysterektomie). Nur so und mithilfe von Antibiotika gelingt es, die Eiterbakterien möglichst vollständig zu bekämpfen, ehe sie auf andere Organe übergehen. Da das Kaninchen während der Operation viel Flüssigkeit verliert, erhält es nach der Operation Flüssigkeit (Infusionen) und unter Umständen auch eine Zwangsernährung.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen?

Die Prognose einer Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra) beim Kaninchen richtet sich danach, ob die Entzündung rechtzeitig behandelt wird. Sobald sich Symptome wie veränderter Urin beziehungsweise Scheidenausfluss zeigen, ist es notwendig, mit dem Kaninchen sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Gelingt es, die Gebärmutter und die Eierstöcke umgehend zu entfernen und restliche Bakterien mit einem Antibiotikum zu behandeln, ist die Prognose einer Gebärmutter-Vereiterung gut. Die Operation stellt jedoch für das Kaninchen ein gewisses Risiko dar, vor allem, wenn es bereits geschwächt ist.

Ohne eine (rechtzeitige) Behandlung ist die Prognose einer Gebärmutter-Vereiterung beim Kaninchen ungünstig. Dies gilt vor allem dann, wenn das Tier bereits geschwächt ist. Gelangen die Eiterbakterien bei einer offenen Pyometra durch die Scheide in die Harnröhre, können sie die Harnwege aufsteigen und zu Entzündungen führen (zum Beispiel zu einer Blasenentzündung beim Kaninchen). Gehen die Bakterien ins Blut über, droht eine Blutvergiftung (Sepsis). Bei einer geschlossenen Pyometra besteht zusätzlich das Risiko, dass die Entzündung durch die Gebärmutter in den Bauchraum des Kaninchens bricht und die Eiterbakterien das Bauchfell besiedeln. Dann kann es neben der Gebärmutter-Vereiterung zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) mit einer ungünstigen Prognose kommen.

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