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Arthritis (Gelenkentzündung) beim Kaninchen

 

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Diagnose:

Wie wird eine Arthritis (Gelenkentzündung) beim Kaninchen diagnostiziert?

Bei einer Arthritis beim Kaninchen kann der Tierarzt die Diagnose oft bereits anhand des klinischen Bilds stellen. Meist bringt der Besitzer sein Kaninchen in die Praxis, weil es auffällig läuft und/oder sich weniger bewegt. Der Tierarzt stellt ihm zunächst einige Fragen, zum Beispiel seit wann die Symptome bestehen und ob das Kaninchen die ganze Zeit lahmt oder ob es Schwankungen gibt – steifes Laufen speziell nach einer Ruhephase deutet beispielsweise eher auf eine Arthrose (Gelenkschwund) beim Kaninchen hin. Auch das Alter und die Krankengeschichte des Tieres ist wichtig, also ob es zuvor zum Beispiel wunde Läufe oder einen Kaninchenschnupfen hatte.

Wenn möglich wird der Tierarzt sich ansehen, wie das Kaninchen läuft bzw. hoppelt. Dann wirft er einen näheren Blick auf die betroffene Gliedmaße, tastet sie ab und testet die Beweglichkeit, beziehungsweise Schmerzhaftigkeit der einzelnen Gelenke. Manchmal sitzt die Entzündung auch im Hüftgelenk oder in der Wirbelsäule. Das Gelenk fühlt sich bei einer Arthritis warm und geschwollen an und ist weniger beweglich. Das Kaninchen zeigt bei der Berührung möglicherweise eine Schmerzreaktion.

Mit einer Röntgenuntersuchung überprüft der Tierarzt den Zustand des Beins, um einen Knochenbruch, eine Krebserkrankung und andere Schädigungen auszuschließen. Bei einer Arthritis zeigen sich auf dem Röntgenbild am betroffenen Gelenk bestimmte Verschattungen und evtl. Veränderungen an den Enden der Knochen. In manchen Fällen ist die Diagnose über das Röntgenbild jedoch nicht klar möglich. Dann entnimmt der Tierarzt mit einer Punktion eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Gelenkbereich, die im Labor schließlich histologisch (feingeweblich) untersucht wird.

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Therapie:

Wie kann eine Arthritis (Gelenkentzündung) beim Kaninchen behandelt werden?

Eine Arthritis beim Kaninchen behandelt der Tierarzt mit verschiedenen Medikamenten, die er entweder als Spritze verabreicht oder zum Einnehmen (z.B. in Form von Tropfen) verschreibt. Dabei handelt es sich einerseits um Antibiotika, welche die Bakterien in den Knochen bekämpfen (z.B. Enrofloxacin, Marbofloxacin), und andererseits um Schmerzmittel (z.B. Carprofen, Meloxicam). Auch ein abschwellendes Gel kann dabei helfen, die Schmerzen zu reduzieren und die Arthritis beim Kaninchen abheilen zu lassen. Gegebenenfalls wickelt der Tierarzt die betroffene Gliedmaße in einen Verband, der regelmäßig gewechselt werden muss.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Arthritis (Gelenkentzündung) beim Kaninchen?

Bei einer Arthritis beim Kaninchen gibt es keine einheitliche Prognose. Eine leichte Gelenkentzündung, die zeitnah behandelt wird, kann folgenlos ausheilen. Besteht die Arthritis jedoch über einen längeren Zeitraum oder betrifft mehrere Gelenke, ist die Prognose weniger gut. Je länger die Arthritis besteht, desto größer ist das Risiko, dass Gelenk und Knochen dauerhaft geschädigt werden und sich aus der Arthritis eine Arthrose (Gelenkschwund) beim Kaninchen entwickelt. Dann braucht das Tier möglicherweise langfristig Schmerzmittel, um sich bewegen zu können.

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