Fuciderm®

Fuciderm® ist ein Hautgel für Hunde. Es handelt sich um ein Antibiotikum zur Behandlung oberflächlicher Entzündungen der Haut (Hot Spot).
Tierarzneimittel (Symbolbild). Foto: Pixabay.com
Tierarzneimittel (Symbolbild). Foto: Pixabay.com

Was ist Fuciderm®?

Fuciderm® ist ein verschreibungspflichtiges Hautgel für Hunde. Es handelt sich um ein Antibiotikum, das bei oberflächlichen Entzündungen der Haut beim Hund (Hot Spot) angewendet wird.

In Deutschland ist Fuciderm® nicht mehr auf dem Markt.

Welche Wirkstoffe enthält Fuciderm®?

Fuciderm® enthält die Wirkstoffe Fusidinsäure und Betamethason.

Fusidinsäure ist ein Antibiotikum, das gegen Bakterien der Gattung Staphylococcus, insbesondere gegen Staphylococcus intermedius, wirkt.

Betamethason wirkt entzündungshemmend und gegen Juckreiz. 1 g Fuciderm®-Gel enthält 5,0 mg Fusidinsäure und 1,0 mg Betamethason.

Wann wird Fuciderm® angewendet?

Fuciderm® wird bei einer oberflächlichen Entzündung der Haut (Hot Spot) beim Hund direkt auf der betroffenen Stelle angewendet.

Die in Fuciderm® enthaltene Fusidinsäure wirkt gegen Bakterien der Gattung Staphylococcus, speziell gegen Staphylococcus intermedius. Dieser gilt als Haupterreger von Hautentzündungen beim Hund.

Fuciderm® enthält zudem Betamethason, einen speziellen Wirkstoff (Kortikosteroid, Kortison), der entzündungshemmend und juckreizstillend wirkt.

Fuciderm® sollte nicht angewendet werden:

Wie soll Fuciderm® verabreicht werden?

Tragen Sie Fuciderm® zweimal täglich, mindestens fünf Tage lang, dünn auf die betroffene Hautstelle auf. Wenden Sie das Gel auch nach dem Abheilen der Wunde weitere zwei Tage an, jedoch sollte die Behandlung mit Fuciderm® insgesamt nicht länger als sieben Tage dauern.

Achten Sie zudem darauf, dass der Hund die behandelte Stelle nicht ableckt – gegebenenfalls kann dabei ein Halskragen helfen. Tragen Sie bei der Anwendung von Fuciderm® Einweghandschuhe. Wenn Ihre Haut in Kontakt mit Fuciderm® gekommen ist, waschen Sie sie gründlich mit Seife.

Welche Nebenwirkungen hat Fuciderm®?

In Einzelfällen wurden nach der Anwendung von Fuciderm® Überempfindlichkeitsreaktionen wie Reizung, Juckreiz, Hautentzündungen, Hautrötungen und Blasenbildung beobachtet.

Eine länger andauernde, intensive Behandlung mit Kortikosteroiden kann zu Nebenwirkungen wie Dünnwerden der Haut, verzögerter Wundheilung oder geschwächter Immunabwehr beim Hund führen.

Weiterführende Informationen

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch approbierte Tierärztinnen und Tierärzte, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt!

Autor: Simon Korn, M. Sc. Biologie
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung: Juni 2022
Quellen:
Pharmazie.com: Fachinformationen zu Fuciderm®-Gel für Hunde: http://www.pharmazie.com/graphic/A/60/8-00460.pdf (Abruf: Juni 2022)
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology: www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: Juni 2022)