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Um die Diagnose einer Räude beim Pferd zu stellen, lässt der Tierarzt die Milben mikroskopisch nachweisen. Hierzu schabt er zunächst kleine Hautproben an betroffenen Hautstellen ab, zum Beispiel mit einem stumpfen Skalpell. Die entnommene Probe lässt er dann unter dem Mikroskop untersuchen, um den genauen Milbentyp zu identifizieren.
Gegen die Räude beim Pferd kommen spezielle Medikamente zum Einsatz, sogenannte Antiparasitika. Diese Anti-Parasiten-Mittel enthalten chemische Wirkstoffe, welche die Milben abtöten. Sie können entweder als Paste ins Maul (systemische Therapie), als lokale Salbe zum Auftragen oder als Ganzkörper-Spray beziehungsweise Ganzkörper-Waschung angewandt werden. Bei Pferden mit langem Beinbehang empfiehlt es sich zudem, die Haare kurz zu scheren.
Grundsätzlich gilt: Der Tierarzt muss immer den gesamten Pferdebestand behandeln, damit sich die Tiere nicht wieder gegenseitig anstecken. Gegebenenfalls ist auch eine Nachbehandlung der Tiere notwendig, wenn sich bei der Kontrolluntersuchung noch Räudemilben beim Pferd nachweisen lassen. Darüber hinaus ist eine gründliche Desinfektion von Stall, Putzzeug, Sattelzeug und Geschirr erforderlich. In besonders hartnäckigen Fällen ist es ratsam, den Stall für einige Tage leer stehen zu lassen und die Desinfektion noch einmal zu wiederholen, bis alle Räudemilben restlos beseitigt sind.
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Die Räude beim Pferd hat in der Regel eine günstige Prognose. Das trifft vor allem auf die Psoroptesräude und Chorioptesräude zu. Die Sarkoptesräude hingegen ist recht aggressiv und schwierig zu behandeln. Besonders für ältere und/oder kranke Pferde kann diese Räudeform daher auch lebensbedrohlich sein.
Der Verlauf der Erkrankung lässt sich durch artgerechte Haltung und ausgewogene Ernährung günstig beeinflussen. Eine nass-kalte Umgebung sowie eine Mangelernährung begünstigen dagegen die Infektion mit Räudemilben.
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