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Würmer beim Kaninchen

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Gemüse

Grünfutter kann mit Wurmeiern oder Wurmlarven verunreinigt sein. Foto: vetproduction

Was sind Würmer beim Kaninchen?

Würmer kommen bei wildlebenden Kaninchen häufiger vor – doch auch Hauskaninchen können von ihnen betroffen sein. Ein Kaninchen kann sich mit unterschiedlichen Arten von Würmern anstecken. Dies geschieht meist, wenn es Grünfutter frisst, das mit Wurmeiern oder Wurmlarven verunreinigt ist. Relativ häufig nimmt das Kaninchen Eier oder Larven sogenannter Fadenwürmer (Nematoden) auf; viel seltener steckt sich ein Kaninchen mit Bandwürmern oder Saugwürmern an. Im Magen oder Darm des Kaninchens schlüpfen dann die Würmer beziehungsweise Wurmlarven.

Würmer sind Parasiten; sie ernähren sich vor allem von Nahrungsbestandteilen im Verdauungstrakt. Daher können Würmer bei starkem Befall beim Kaninchen zu Mangelerscheinungen (wie Eisenmangel) führen. Die unterschiedlichen Würmer besiedeln beim Kaninchen entweder vor allem Magen und Dünndarm, oder sie leben bevorzugt im Dickdarm. Würmer können auch im Blinddarm des Kaninchens überdauern.

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Typische Wurmarten, die beim Kaninchen vorkommen, sind unter anderem:

  • Passalurus ambiguus: Madenwürmer (dünne Fadenwürmer), welcher im Dickdarm und Blinddarm des Kaninchens vorkommen können – man bezeichnet sie auch als „Pfriemenschwänze“
  • Graphidium strigosum: Magenwurm, der vor allem den Magen, teilweise auch den Dünndarm von Kaninchen besiedelt (Fadenwurm)
  • Trichostrongylus retortaeformis: Würmer, die im Dünndarm des Kaninchens leben können (Fadenwurm)
  • Anoplocephaliden: Bandwürmer, die vor allem den Dickdarm des Kaninchens besiedeln

Ursachen:

Welche Ursachen haben Würmer beim Kaninchen?

Würmer beim Kaninchen können verschiedene Ursachen haben. Es gibt verschiedene Wege, wie sich ein Kaninchen mit Würmern anstecken kann. Relativ unwahrscheinlich ist es, dass es sich die Würmer im direkten Kontakt mit einem befallenen Kaninchen „einfängt“. Doch scheidet ein infiziertes Kaninchen beständig ansteckende Wurmeier mit seinem Kot aus. Nimmt ein gesundes Tier die Eier beziehungsweise Wurmlarven durch Putzen oder mit kotverunreinigter Nahrung auf, gelangen sie in Magen und Darm. Dort entwickeln sich die Würmer weiter, bis sie geschlechtsreif sind. Befruchtete Würmer geben Eier ab, welche das Kaninchen mit dem Kot ausscheidet.

Würmer bei Kaninchen haben als mögliche Ursachen unter anderem mangelnde Hygiene oder verunreinigtes Futter. Wurmeier sind mit einer derben Hülle umgeben und dadurch relativ resistent gegenüber Austrocknung und anderen Einflüssen. Dadurch können sie längere Zeit in verschmutzter Einstreu oder in der Natur (Wiesen, Weiden) überdauern. Bei feuchter Umgebung schlüpfen erste Larven, die sich aktiv fortbewegen. Eier und Larven gelangen also über Kot in das (Grün-)Futter. Bei Madenwürmern (zum Beispiel Passalurus ambiguus) steckt sich ein befallenes Kaninchen immer wieder selbst an. So fressen Kaninchen Kot aus ihrem Blinddarm (vitaminreicher Blinddarmkot) und nehmen bei Madenwurm-Befall auch Wurmeier auf, die später erneut im Darm auswachsen.

Symptome:

Wie äußern sich Würmer beim Kaninchen?

Würmer verursachen beim Kaninchen nur selten Symptome, sofern nur wenige Würmer den Verdauungstrakt besiedeln – sie bleiben daher meist lange Zeit unbemerkt. Die Würmer reizen jedoch mehr oder weniger stark die Schleimhaut von Magen und Darm. So können sie zu Entzündungen führen und damit Verdauungsprobleme (wie Trommelsucht, Durchfall, Verstopfung beim Kaninchen ) und kolikartige Bauchschmerzen auslösen. Vermehren sich die Würmer sehr stark, können sie den Verdauungstrakt des Kaninchens verstopfen und zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen.

Befinden sich Würmer im Magen oder Darm des Kaninchens, sind verschiedene Symptome möglich. Würmer sind Parasiten und nehmen Nährstoffe auf, die dem Kaninchen dann gegebenenfalls fehlen. Bei starkem Wurmbefall magert das Kaninchen trotz Fresslust ab. Möglich sind außerdem Mangelerscheinungen, zum Beispiel ein Vitamin- oder Eisenmangel. Jungtiere gedeihen dann schlecht; auch zeigen Kaninchen mit Würmern teilweise Symptome wie blasse Schleimhäute.

Die Würmer sind oftmals im Kot des Kaninchens zu erkennen. Fadenwürmer zeigen sich als dünne, meist weiße Fäden. Vor allem Madenwürmer führen außerdem zu Juckreiz am After, sodass sich das Kaninchen dort häufig leckt.

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