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Scheinträchtigkeit beim Kaninchen

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Kaninchen beim Tierarzt

Wenn eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen öfter auftritt, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Foto: vetproduction

Was ist eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen?

Scheinträchtigkeit beim Kaninchen ist ein Phänomen, das bei weiblichen, geschlechtsreifen Tieren vorkommen kann. Eine Scheinträchtigkeit ähnelt zunächst einer Schwangerschaft – doch ist das Kaninchen nicht befruchtet. Demnach wachsen auch keine Embryos im Bauch heran. Das Kaninchen beginnt bei einer Scheinträchtigkeit, Einstreu zu sammeln und baut daraus häufig auch ein Nest, das es gegen andere verteidigt.

Manchmal rupft sich ein scheinträchtiges Kaninchen Fell aus dem Bauch heraus, um damit das Nest auszupolstern. Auch verhält es sich mitunter aggressiv gegen Artgenossen und den Tierhalter. Einige Kaninchen verspritzen stark riechenden Urin, wenn sie scheinträchtig sind. Damit markieren sie einerseits ihr Revier und zeigen sich anderseits dominant. Oftmals ist die Scheinträchtigkeit nach etwa zwei Wochen vorbei und das Kaninchen erscheint dem Kaninchenbesitzer wieder „normal“. Bei häufigen Scheinträchtigkeiten kann eine Kastration des weiblichen Kaninchens sinnvoll sein.

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Ursachen:

Welche Ursachen hat eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen?

Eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen hat verschiedene Ursachen. Kaninchen haben einen anderen Hormonzyklus als Menschen. Zwar reifen regelmäßig in den Eierstöcken Follikel aus, welche die späteren Eizellen enthalten. Doch verläuft der Eisprung nur nach Bedarf. Bei Kaninchen löst also nicht (nur) die „innere Hormonuhr“ den Eisprung aus, sondern erst der Deckakt durch den Rammler. Äußere Einflüsse wie die Lichtdauer (Jahreszeiten) begünstigen den Eisprung und damit eine (Schein-)Trächtigkeit.

Ursachen einer Scheinträchtigkeit beim Kaninchen sind unter Anderem sogenannte sterile Deckakte. Das bedeutet, dass ein Rammler zwar das Weibchen begattet, jedoch nicht befruchtet. Lebt ein Kaninchen mit kastrierten Rammlern zusammen, können Scheinträchtigkeiten auftreten. Dabei kommt es beim weiblichen Kaninchen zum Eisprung. Die Eier bleiben aber unbefruchtet und nisten sich daher nicht in der Gebärmutter ein.

Obwohl Nachwuchs ausbleibt, produzieren die Follikel eine Zeit lang Trächtigkeitshormone (Progesteron). Das Kaninchen verhält sich unter dem Einfluss der Hormone ganz entsprechend so, als sei es trächtig. Auch Hormonstörungen beim weiblichen Kaninchen sind mögliche Ursachen einer Scheinträchtigkeit – diese können auch auf Erkrankungen der Geschlechtsorgane hindeuten. Verlängertes Tageslicht kann auch ohne den sterilen Deckakt zu einem Eisprung und somit einer Scheinträchtigkeit führen.

Symptome:

Wie äußert sich eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen?

Eine Scheinträchtigkeit beim Kaninchen erkennt man anhand typischer Symptome:

  • Scheinträchtige Kaninchen verhalten sich aggressiver als gewöhnlich. Sie vertreiben beispielsweise Artgenossen vom Futterplatz oder beißen. Ihre Aggressionen richten sich meist auch gegen den Kaninchenhalter.
  • Die Kaninchen tragen Einstreu im Maul herum. Häufig bauen sie daraus ein Nest, das sie gegen „Eindringlinge“ verteidigen. Manchmal rupfen sie sich Haare aus dem Fell, mit dem sie das Nest auspolstern. Erkennbar sind dann kahle Stellen (Haarausfall beim Kaninchen), meist im Bauchbereich.
  • Einige scheinträchtige Kaninchen markieren durch Urinspritzen ihr Revier. Als Zeichen von Dominanz bespritzen sie unter Umständen auch Artgenossen.
  • Die Brustdrüsen des Kaninchens können anschwellen und Milch produzieren.

Die typischen Symptome der Scheinträchtigkeit verschwinden oft bei den betroffenen Kaninchen nach einigen Tagen. Die Kaninchen vernachlässigen ihr gebautes Nest und wirken ruhiger. Eine Trächtigkeit dauert dagegen etwa einen Monat. Trächtige Kaninchen rupfen erst in den letzten Tagen der Trächtigkeit Fell für den Nestbau aus und zeigen außerdem meist einen dünnflüssigen Scheidenausfluss.

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