Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest)

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Publiziert: Donnerstag, 21. Juli 2011

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Definition:

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Es ist sinnvoll, sein Kaninchen gegen die Myxomatose-Viren impfen zu lassen. Foto: vetproduction

Was ist eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest)?

Eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest, Kaninchenseuche) ist eine Erkrankung, die durch Viren (Leporipox-Viren) ausgelöst wird. Eine Myxomatose ist für Kaninchen sehr ansteckend. Überträger der Viren sind Insekten, vor allem Kaninchenflöhe und Stechmücken. Die Kaninchen können sich auch durch direkten Kontakt mit erkrankten Artgenossen oder über mit Erreger beschmutztes Futter anstecken.

Bei der Kaninchenpest ist die Haut des Kaninchens stellenweise knotig verändert. Auch fällt bei einer Myxomatose auf, dass die Augenlider und häufig auch die Geschlechtsorgane geschwollen sind. Es ist sinnvoll, sein Kaninchen gegen die Myxomatose-Viren impfen zu lassen. Für den Menschen – ebenso für Hund, Katze und andere Haustiere – sind die Viren ungefährlich.

Ursachen:

Welche Ursachen hat eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest)?

Ursachen einer Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest) sind bestimmte Viren (Leporipox-Viren), die Pockenviren ähnlich sind. Kaninchen stecken sich indirekt mit der Kaninchenpest bei infizierten Artgenossen an – über Insekten wie Kaninchenflöhe oder Stechmücken. Beißt ein Floh beziehungsweise sticht eine Mücke ein infiziertes Kaninchen, nimmt das Insekt mit dem Blut jeweils auch die Myxomatose-Viren auf. Mit der nächsten Blutsmahlzeit überträgt das Insekt dann die Viren auf ein gesundes Kaninchen. Die Kaninchen können sich auch durch direkten Kontakt mit Artgenossen und mit Erregern befallenem Futter anstecken. Die Kaninchenpest tritt vor allem in wärmeren und feuchten (typischerweise Juli und August) Monaten auf.

Verschiedene Ursachen begünstigen eine Myxomatose-Infektion beim Kaninchen:

  • Kaninchen-Ausstellungen
  • Reisen mit dem Kaninchen
  • Enge Tierhaltung, bei der die Kaninchen von Flöhen befallen sind
  • Mit Insekten und Erregern verunreinigtes Futter, etwa Grünfutter, das aus Gebieten gesammelt wurde, in welchen die Myxomatose verbreitet ist
  • Nicht geimpfte Kaninchen ermöglichen dem Myxomatose-Virus, sich zu weiter verbreiten
  • Kontakt mit anderen erkrankten Kaninchen
  • In seltenen Fällen kann eine Myxomatose-Impfung selbst zu einer (meist leichten) Kaninchenpest führen

Symptome:

Wie äußert sich eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest)?

Auf eine Myxomatose beim Kaninchen (Kaninchenpest) deuten typische Symptome hin. Sie treten etwa drei bis neun Tage nach der Ansteckung mit den Viren auf (Inkubationszeit). Die Kaninchenpest kann unterschiedlich verlaufen und nicht immer treten alle genannten Beschwerden auf.

Folgende Symptome beim Kaninchen deuten auf eine Myxomatose hin:

  • Entzündung der Augenlider: Das Kaninchen kann die Augen nur noch schwer öffnen; die Augenlider sind gerötet
  • Augenausfluss, Tränenfluss
  • Bindehaut-Entzündung (Konjunktivitis): Die Augen des Kaninchens sind vereitert
  • Es finden sich Schwellungen an Mund, Nase, Ohren und Pfoten, welche sich teigartig anfühlen (Myxödeme)
  • An einigen Stellen können Hautknötchen auftreten, die teilweise wieder narbig abheilen
  • Die Region von After und Genitalien ist gerötet und geschwollen; in einigen Fällen sind die Hoden des Rammlers entzündet (Orchitis)
  • Das Kaninchen hat Schwierigkeiten zu schlucken und zu atmen
  • Das Kaninchen wirkt apathisch; es zeigt Fressunlust und trinkt wenig
  • Die Myxomatose kann wieder ausheilen (Spontanheilung); sie verläuft für Kaninchen jedoch oftmals tödlich

     

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