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Hund im Bett – ja oder nein?

Publiziert: Donnerstag, 5. Oktober 2017

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Foto: pixabay.de

Beim Thema „Hund im Bett“ scheiden sich die Geister. Während die einen nachts keinesfalls auf ihren Vierbeiner verzichten möchten, sehen andere Hundehalter das nächtliche Kuscheln kritisch. Doch was ist richtig? Gehört der Hund ins Bett oder nicht? Wir klären über Vor- und Nachteile auf.

 

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Gemütlichkeit & Wohlbefinden

Wer seinen Hund schon bei sich im Bett schlafen lassen hat weiß, dass die wohlige Wärme des Hundekörpers einem das Gefühl von Geborgenheit geben kann. Manche Menschen können mit diesem Gefühl der Sicherheit leichter und entspannter einschlafen. Eine Studie der Mayo-Schlafklinik in Arizona bestätigt: Das gemeinsame Schlafen mit Haustieren kann das individuelle Wohlbefinden steigern und Stress reduzieren.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn Sie einen leichten Schlaf haben. Denn Hunde bewegen sich nachts im Schlaf – genauso wie Menschen auch. Zudem können Platzmangel sowie Schnarchen, Kratzen und Hecheln des Hundes den Schlaf erheblich stören. Machen Sie sich deshalb am besten zuerst Gedanken darum, ob Ihr Schlaf beeinträchtigt wird, bevor Sie den Hund an das Schlafen im Bett gewöhnen.

 

Hygiene

Durch die täglichen Spaziergänge tragen Hunde häufig Dreck mit sich. Zudem können Parasiten wie Flöhe und Zecken auch auf den Menschen übergehen und unter Umständen gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen. Wer seinen Hund trotzdem nachts bei sich haben möchte, kann das Risiko durch regelmäßige Fellpflege- und Kontrolle verringern. Auch hilft es, die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, den Hund vierteljährig zu entwurmen.

 

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Hund-Mensch-Bindung und die Frage der Rangordnung

Einige Befürworter berichten von einer gestärkten Mensch-Hund-Beziehung. Sie vertreten die Meinung, dass die nächtlichen Kuscheleinheiten mit dem Vierbeiner die Bindung von Mensch und Tier festigt. Dem entgegen argumentieren Kritiker, dass das gemeinsame Übernachten dem Hund ein falsches Verständnis von Rangordnung innerhalb der Beziehung zum Menschen vermitteln kann. So kann es – je nach Hund – dazu kommen, dass das Herrchen oder Frauchen nicht mehr als Orientierungsperson wahrgenommen wird. Beobachten Sie das Benehmen Ihres Hundes. So kann Verhaltensproblemen beim Hund rechtzeitig entgegengewirkt werden.

 

Hund lässt den Partner nicht ins Bett – was nun?

Jetzt folgen:

Außerdem kann sich bei manchen Hunden durch gemeinsames Nächtigen der Beschützerinstinkt so intensivieren, dass dieser keine anderen Personen – außer Ihnen – mehr im Bett zulässt. Sollte dies der Fall sein, ist es zum Wohle Ihres Partners sinnvoll, den Hund zukünftig im Körbchen oder einem anderen Schlafplatz außerhalb des Bettes schlafen zu lassen.

 

Dem Hund abgewöhnen, im Bett zu schlafen

Am einfachsten ist die Umstellung von Bett auf Körbchen, wenn sich Ihr Hund an seinem neuen Schlafplatz sicher fühlt. Richten Sie den Schlafplatz in einer ruhigen Ecke oder einem anderen gemütlichen Plätzchen ein, wo der Hund ungestört sein kann. Durch positive Verstärkung gewöhnt sich der Hund schneller an sein neues Plätzchen. Auch Leckerlis können als Teil der positiven Verstärkung dazu führen, dass sich der Hund schneller an den neuen Schlafplatz gewöhnt.

 

Unser Fazit:

Ein Hund im Bett kann sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen. Jeder Hund reagiert individuell auf bestimmte Situationen, ein klares Ja oder Nein gibt es somit nicht. Im Endeffekt entscheiden aber Sie, ob Sie Ihren treuen Gefährten auch nachts in Ihrer unmittelbaren Nähe haben möchten, oder ihm einen alternativen Schlafplatz herrichten.

Grundsätzlich gilt aber: Wer seinen Hund im Bett schlafen lassen möchte, sollte in besonderem Maße auf die Hygiene des Hundes achten.

 

 

Weitere Informationen:

 

Autor: Maja Wellenberg

Datum: August 2017

Quellen:

Mayo Clinic Proceedings: A Pets in the bedroom a problem?  (Abruf August 2017)

ESCCAP Deutschland: Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?
http://www.esccap.de/uploads/media/ESCCAP_Entwurmen_2017.pdf (Abruf August 2017)

Askew, H.R.: Behandlung von Verhaltensproblemen bei Hund und Katze. Ein Leitfaden für die tierärztliche Praxis. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2003

Bauerfeind, R., Kimmig, P., Schiefer, H.G., Schwarz, T., Slenczka, W., Zahner, H.: Zoonosen. Zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionskrankheiten. Deutscher Ärzteverlag, Köln 2013

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