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Gesunde Katzenernährung mit dem richtigen Futter

 

Katze vor Futternapf

Katzen sind bezüglich ihres Futters häufig sehr anspruchsvoll. Foto: vetproduction

Katzen stellen besondere Ansprüche an ihre Katzennahrung. In vielen Katzen steckt ein kleiner Gourmet, der nur besonders hochwertiges Katzenfutter akzeptiert. Einige sind geradezu wählerisch und fressen am liebsten das Feinste vom Feinen. Anders als bei Hunden ist es deshalb empfehlenswert, regelmäßig das Katzenfutter zu wechseln. Dadurch kann sich Ihre Samtpfote gar nicht erst zu sehr an eine Futtersorte gewöhnen. Worauf Sie bei der Katzennahrung für gesunde erwachsene Katzen noch achten sollten, erfahren Sie hier.

 

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Hochwertiges Katzenfutter enthält vor allem Fleisch

Katzen sind Fleischfresser – sie benötigen vor allem hochwertiges tierisches Eiweiß (Protein) und Fett. Katzenfutter sollte zu etwa zwei Dritteln aus leicht verdaulichem Fleisch bestehen, zum Beispiel Geflügelfleisch. Die meisten Tierärzte raten, niemals rohes Fleisch an Ihren Stubentiger zu verfüttern, denn es kann Parasiten enthalten. Die Fleischstücke im Katzenfutter sollten außerdem nicht zu groß sein, denn Katzen kauen kaum. Bieten Sie Ihrer Katze keine zu kalte oder zu warme Katzennahrung an. Das Katzenfutter sollte etwa Körpertemperatur (38,5 °C) haben, andernfalls können Verdauungsprobleme auftreten.

Die tierischen Bestandteile von Katzenfutter liefern neben Energie und Eiweiß auch sogenannte Aminosäuren. So ist beispielsweise Taurin für Katzen lebensnotwendig. Viele Tierarten wie Hunde können diese Aminosäure selbst bilden, Katzen aber nicht. Deshalb müssen sie Taurin über ihre Katzennahrung aufnehmen. Es hat viele wichtige Aufgaben, zum Beispiel benötigt es die Katze für die Funktionen von Netzhaut, Herz, Nervensystem und Abwehrsystem. Taurin kommt ausschließlich in tierischen Futterbestandteilen vor. Hochwertiges Katzenfutter wird häufig zusätzlich mit künstlichem Taurin angereichert.

Zu etwa einem Drittel kann das Katzenfutter aus gekochtem Getreide oder Gemüse bestehen. Die pflanzlichen Bestandteile versorgen Ihre Katze vor allem mit Vitaminen und Mineralstoffen. Die enthaltenen Kohlenhydrate können Katzen dagegen nur in begrenzten Mengen verwerten. Insbesondere Milchzucker (Laktose) können erwachsene Katzen schlecht verdauen. Durchfall kann die Folge sein. Lassen Sie Ihre Samtpfote daher nicht zu oft Milch schlabbern.

Kommerzielles Katzenfutter gibt es als Nassfutter und als Trockenfutter.

 

Besonderheiten bei Freigängern und Stubentigern

Generell macht es beim Katzenfutter keinen Unterschied, ob Sie einen Freigänger oder einen Stubentiger ohne Auslauf zu Hause haben. Reine Hauskatzen benötigen manchmal etwas weniger Futter, wenn sie sich sehr wenig bewegen und deshalb zu Übergewicht neigen. Darf eine Katze ins Freie, begibt sie sich gerne auf Beutezug – selbst wenn sie genügend Futter bekommt. Auch hochwertiges Katzenfutter hält sie nicht davon ab, ihrem Jagdtrieb nachzugehen, und zum Beispiel Singvögel oder Mäuse zu erlegen. Bieten Sie Ihrer Katze dennoch immer ausreichend Katzennahrung an, denn Sie können nicht sichergehen, dass sie auf ihren Streifzügen genügend Beute macht. Ist die Katze bereits satt, frisst sie von selbst weniger von ihrem Katzenfutter.

Katzen sind sehr reinlich. Bei ihrer intensiven Fellpflege verschlucken sie viele Haare. Im Magen-Darm-Trakt können diese zu Haarballen verklumpen und Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Katzen mit Freilauf fressen deshalb Gras. Dieses wirkt als Brechmittel, sodass sie die Haarballen wieder herauswürgen. Kann Ihr Stubentiger nicht ins Freie, sollten Sie darauf achten, dass er sich nicht an Zimmerpflanzen „vergreift“ – viele sind für Katzen giftig, zum Beispiel Dieffenbachie, Efeu, Christusdorn oder Weihnachtsstern. Stellen Sie giftige Zimmerpflanzen nur außer Reichweite Ihrer Katze auf oder verzichten Sie am besten ganz darauf. Abhilfe kann auch eine „Ersatzwiese“ im Haus schaffen: Mit einer Samenmischung können Sie sich in einem großflächigen, flachen Gefäß eine eigene Wiese sähen – Ihre Katze wird sich freuen und die Mini-Wiese sieht gleichzeitig hübsch aus. Mit dem richtigen Katzenfutter hat Ihre Samtpfote dann beste Voraussetzungen auf ein langes und gesundes Leben.

 

 

Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. M. Waitz
Datum: Januar 2012

Quellen:
Hand, M.S. et al.: Klinische Diätetik für Kleintiere, Band 1. Schlütersche, Hannover 2003
Tierheim Wangering: www.tierheim-wangering.de (Abruf: 12/2011)
Yin, S.A., Nolte, I.: Praxisleitfaden Hund und Katze. Schlütersch

 

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