Diätfutter für Katzen

Leidet die Katze an Übergewicht oder an einer bestimmten Krankheit, kann es sinnvoll sein, auf Diätfutter zurückzugreifen.
Katze am Futternapf (Foto: Pixabay.com)
Manche Katzen benötigen Diätfutter. Foto: Pixabay.com

In freier Wildbahn ernähren sich Katzen von Beutetieren wie Mäusen oder Vögeln. Hauskatzen sind nicht mehr aufs Jagen angewiesen, sondern kommen in den meisten Fällen in den Genuss von Katzenfutter.

Gängige Fertigfutter enthalten alle wichtigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis. Der Bedarf an Vitaminen und lebenswichtigen Nährstoffen wird dadurch bestens gedeckt.

Leidet die Katze allerdings an Übergewicht oder an einer bestimmten Krankheit, kann es sinnvoll sein, auf Diätfutter zurückzugreifen. Damit lassen sich sowohl medikamentöse Therapien unterstützen als auch Erkrankungen eigenständig behandeln.

Futter für alle Lebenslagen

Ganz gleich, ob Ihre Katze etwas an Gewicht verlieren soll, oder Sie bei dem Tier auf eine bestimmte Ernährungsweise, bedingt durch eine Erkrankung, achten müssen: Passende Futtermittel gibt es beispielsweise für Katzen mit:

Viele Diätfuttermittel decken auch die Anforderungen mehrerer Krankheiten gleichzeitig ab. Die Tierärztin oder der Tierarzt sollte aber immer die erste Anlaufstelle sein, sobald Sie Veränderungen an Ihrem Tier feststellen. Sie können Ihnen genau sagen, was Ihre Katze jetzt braucht und was nicht.

Diätfutter bei Übergewicht (Adipositas)

Viele Hauskatzen bewegen sich sehr viel weniger als ihre wildlebenden Artgenossen und werden von ihrer Besitzerin oder ihrem Besitzer mit allerlei Leckereien verwöhnt. Dazu kommt häufig auch Fressen aus Langeweile. Viele Katzen sind daher übergewichtig und haben damit auch ein erhöhtes Risiko für die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Um das Körpergewicht auf gesunde Weise und langfristig zu senken, empfiehlt es sich, dies langsam zu tun. Dafür kann die bisher gefütterte Futtermenge um etwa ein Drittel reduziert werden. Möchten Sie Ihrer Katze jedoch die gewohnte Menge Futter anbieten, gibt es spezielles Diätfutter, das einen höheren Ballaststoffanteil aufweist. Die Katze wird satt, nimmt aber gleichzeitig weniger Energie zu sich.

Futter für Katzen mit Hautkrankheiten

Hauterkrankungen werden häufig durch Futtermittel-Unverträglichkeiten oder Allergien ausgelöst. Die Katze verspürt Juckreiz und beginnt sich vermehrt zu kratzen. In vielen Fällen sind bestimmte Eiweiße dafür verantwortlich.

Diätfuttermittel mit sogenannter hypoallergener Zusammensetzung und speziellen Eiweiß-Aufbereitungen können Allergien und Unverträglichkeiten verhindern. Ein hoher Anteil an hochwertigen Ölen kann helfen, die Hauterkrankung abklingen zu lassen.

Wenn die Niere nicht mehr arbeitet: Diätfutter bei Nierenschwäche

Vor allem ältere Katzen leiden häufig an einer chronischen Nierenschwäche (Niereninsuffizienz). Das Allgemeinbefinden der Tiere verschlechtert sich und sie nehmen immer weniger Futter zu sich. Um die Nieren zu entlasten, bieten spezielle Futtermittel einen geringeren Eiweißgehalt mit gleichzeitig hoher Eiweißqualität. Sie sind außerdem schmackhaft und regen so den Appetit der Katze an.

Katzen mit Harnsteinen benötigen viel Flüssigkeit

Katzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über das Futter. Treten bei Ihrer Katze Harnsteine oder Harngries auf, sollten Sie die Wasseraufnahme durch sehr feuchtes Futter steigern. Spezielle Diätfutter-Mischungen enthalten viel Flüssigkeit und zusätzlich weniger sogenannte Konkrement-Bildner, die zur Bildung von Harnsteinen führen.

Diätfutter bei Leberproblemen sichert die Energiezufuhr

Leberprobleme können bei Katzen in verschiedenen Altersstufen auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Für die Katze ist es dann wichtig, genug Energie über das Futter aufzunehmen. Dies wird mit Diätfutter erreicht, das für das Tier besonders schmackhaft und appetitanregend ist. Des Weiteren ist häufig der Kupfergehalt reduziert. Dies kommt Tieren zugute, die Kupfer übermäßig in der Leber speichern (Kupferspeicherkrankheit).

Die richtige Fütterungstechnik

Ob herkömmliches Futter oder Diätfutter, folgende einfache Grundregeln stellen sicher, dass Ihre Katze bestens versorgt wird:

  • Bieten Sie Ihrer Katze das Futter in zwei bis drei Tagesportionen an. Es ist so am besten für das Tier verträglich.
  • Der Fressnapf der Katze sollte an einem möglichst ungestörten Ort platziert sein. Unruhe bei der Futteraufnahme kann zu Futterverweigerung führen.
  • Das Futter sollte nicht zu kalt sein. Zimmer, oder Körpertemperatur sind vor allem für schlecht fressende Katzen ideal.
  • Stellen Sie Ihrer Katze immer ausreichend Frischwasser zur Verfügung. Tiere, die überwiegend Trockenfutter fressen, benötigen besonders viel frisches Wasser.

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Weiterführende Informationen

Autorin: Veronika Meier M. Sc. Ernährungswissenschaften
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung:
Juli 2022
Quellen:
Verband Deutscher Katzenfreunde e.V. (VDKEV): Katzengesundheit (Abruf: Juli 2022)
Lutz, H. et al.: Krankheiten der Katze. Thieme Verlag 2019
Dillitzer, N: Tierärztliche Ernährungsberatung. Urban und Fischer Verlag, München 2012