Kotuntersuchung bei Tieren

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Kot vom Kaninchen

Bei einer Kotuntersuchung wird der Kot des Tieres auf seine Bestandteile hin geprüft. Foto: vetproduction

Was ist eine Kotuntersuchung bei Tieren?

Bei einer Kotuntersuchung wird der Kot des Tieres auf seine Bestandteile hin geprüft. Die Kotuntersuchung wird durchgeführt, wenn ein Tier Magen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Durchfall oder Erbrechen, hat oder plötzlich stark an Gewicht verliert.

Normalerweise besteht Tierkot aus unverdaulichen Bestandteilen des Futters, Darmbakterien und abgestorbenen Zellen. Wie der Kot zusammengesetzt ist, kann unter anderem Aufschluss darüber geben, ob das Tier von Parasiten befallen ist oder an einer Stoffwechselerkrankung leidet.

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Durchführung:

Wie wird eine Kotuntersuchung bei Tieren durchgeführt?

Als Probe für die Kotuntersuchung bei Tieren reicht für die meisten Tests eine einzelne Portion aus. Für andere muss über mehrere Tage Kot gesammelt werden. Besteht zum Beispiel der Verdacht, dass die Bauchspeicheldrüse des Tieres nicht richtig arbeitet (Pankreasinsuffizienz), ist es ratsam, über mindestens drei Tage Kotproben zu nehmen.

Für die meisten Kotuntersuchungen bei Tieren wird spontan abgesetzter Kot verwendet, der mitgebracht oder in der Tierarzt-Praxis gesammelt wird. Bei Vögeln kann sich der Stress durch den Tierarzt-Besuch und den damit verbundenen Transport auf die Konsistenz des Kots auswirken. In diesem Fall ist es besser, eine Probe von zu Hause mitzubringen. Bei anderen Tierarten besteht die Möglichkeit, dass der Tierarzt im Rahmen einer rektalen Untersuchung Kot aus dem Enddarm des Tieres entnimmt.

Während des Vorgesprächs erfragt der Tierarzt, wie häufig das Tier Kot absetzt und ob es dabei Schmerzen hat. Den Kot kontrolliert er auf Konsistenz, Farbe und Geruch. Diese Werte sind bei einzelnen Tierarten unterschiedlich. Lehmgelber Kot deutet zum Beispiel bei Hunden und Katzen auf eine Gelbsucht (Ikterus) durch verstopfte Gallengänge hin. Farbe und Konsistenz des Kots hängen bei allen Tierarten unter anderem vom Futter ab. So tritt zum Beispiel bei Rindern Durchfall bei einem zu geringen Rohfaseranteil auf.

Bei der Kotuntersuchung achtet der Tierarzt außerdem auf mit bloßem Auge sichtbare Beimengungen wie Darmparasiten, Blut oder unverdaute Nahrungsbestandteile. Unter dem Mikroskop erkennt er auch kleinere Parasiten, deren Larven und Eier sowie Bakterien. Zusätzlich kann der Tierarzt den Kot des Tieres auf nicht sichtbares (okkultes) Blut untersuchen. Dies ist bei Fleischfressern allerdings erst sinnvoll, nachdem das Tier etwa drei Tage lang weder rohes noch halbrohes Fleisch oder Wurst gefressen hat, da sonst das Ergebnis der Kotuntersuchung verfälscht sein kann.

Okkultes Blut im Kot stammt aus dem Magen-Darm-Trakt des Tieres. Liegt die Blutung nahe dem Darmausgang, sind die Blutspuren gut sichtbar und liegen teilweise dem Kot auf. Je weiter vorne im Magen-Darm-Trakt sich die Blutung befindet, desto stärker ist es verdaut und mit dem Kot vermischt. Bei einer Blutung im oder oberhalb des Magens ist der Kot ist schwarz verfärbt (Teerstuhl), da das Blut mit der Magensäure in Kontakt gekommen ist. Auslöser der Blutung können zum Beispiel verschluckte Fremdkörper, Entzündungen der Darmschleimhaut, bestimmte Parasiten oder Tumoren sein.

 

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