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Magenüberladung beim Pferd

 

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© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Heu

Eine Magenüberladung kann entstehen, wenn das Pferd zu viel oder gärendes Futter gefressen hat. Foto: vetproduction

Was ist eine Magenüberladung beim Pferd?

Eine Magenüberladung beim Pferd kann verschiedene Ursachen haben. Bei einer sogenannten primären Magenüberladung hat das Pferd zu viel oder quellendes/gärendes Futter gefressen. Das Futter kann den Magen nicht normal schnell passieren, sammelt sich an und der Magen des Pferdes überdehnt sich. Bei der sekundären Magenüberladung stauen sich Speichel, Futterreste und Sekrete aus dem Dünndarm in den Magen zurück, wenn beispielsweise ein Darmverschluss vorliegt und der Darminhalt nicht weiter transportiert wird.

Ein Pferd mit einer Magenüberladung leidet unter heftigen Koliken, es hat starke Schmerzen und nimmt kein Futter mehr auf. Manchmal speicheln die Tiere. Das Pferd versucht zu würgen und streckt dabei den Hals vor. Der Magen drückt auf das Zwerchfell, das Pferd hat Probleme mit der Atmung und der Kreislauf ist geschwächt. Bei einer Magenüberladung handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall. Das Pferd benötigt umgehend tierärztliche Versorgung. Im schlimmsten Fall kann der Magen durch die Überdehnung reißen.

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Ursachen:

Was sind die Ursachen einer Magenüberladung beim Pferd?

Der Tierarzt unterscheidet zwei Arten der Magenüberladung beim Pferd:

  1. Die primäre Magenüberladung: Das Pferd hat zu viel oder falsches Futter aufgenommen. Das Futter gärt oder quillt auf und verlegt den Magen. Typische quellende oder gärende Futtermittel sind beispielsweise Rübenschnitzel, Obst, große Mengen pelletiertes Futter oder Brot. Der Mageninhalt des Pferdes ist normalerweise größtenteils flüssig – durch falsches Futter ist nun zu viel fester Anteil im Magen, dadurch wird der Magenausgang verlegt. Der Magen des Pferdes kann die Futtermenge nicht aufnehmen und überdehnt sich. Auch große Mengen an Wasser können zu einer Magenüberladung beim Pferd führen.
  2. Die sekundäre Magenüberladung: Hier kommt es zu einer Störung im Darmbereich des Pferdes – durch ein Hindernis im Darm kann der Magen-Darm-Inhalt nicht weitertransportiert werden. Dadurch staut sich der Futterbrei vom Darm in den Magen zurück. Zusätzlich schluckt das Pferd Speichel, der den Magen nicht passieren kann und sich im Magen ansammelt. Sekrete aus dem Magen und der Bauchspeicheldrüse stauen sich ebenfalls im Magen an und fördern die Magenüberladung beim Pferd.

Symptome:

Wie äußert sich eine Magenüberladung beim Pferd?

Ein Pferd mit einer Magenüberladung leidet unter heftigen Koliken. Es nimmt kein Futter mehr auf und speichelt stärker. Das Pferd hat heftige Schmerzen, oft versucht es zu würgen und streckt den Hals nach vorne. Selten passiert es, dass Magenflüssigkeit aus den Nüstern läuft.

Der Magen ist stark vergrößert und drückt auf das Zwerchfell – dadurch hat das Pferd Probleme beim Atmen und der Kreislauf ist geschwächt.

Manchmal versuchen die Pferde bei einer Magenüberladung, sich durch ihre Körperhaltung Abhilfe zu schaffen: Sie setzen sich auf die Hinterbeine, während die Vorderbeine noch aufgestellt sind („hundesitzartige Stellung“). Der Puls und die Herzfrequenz sind beschleunigt.

Ist die Magenüberladung Folge eines Darmverschlusses (sekundäre Magenüberladung), so zeigt das Pferd zusätzlich die Symptome dieser Erkrankung. Es hat starke Kreislaufbeschwerden.

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