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Koliken beim Pferd

 

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Diagnose:

Heu

Abwechselungsreiches und unverdorbendes Futter kann einer Kolik beim Pferd vorbeugen. Foto: vetproduction

Wie werden Koliken beim Pferd diagnostiziert?

Um eine Kolik beim Pferd zu diagnostizieren, erkundigt sich der Tierarzt zunächst beim Tierhalter nach den genauen Beschwerden und den Umständen. Besonders interessiert ihn auch die Fütterung des Pferdes. Anschließend untersucht er das Pferd gründlich. Kreislauf, die Pulsfrequenz und die Atemfrequenz liefern wichtige Hinweise auf den Schweregrad der Kolik. Der Tierarzt hört mit dem Stethoskop den Darm des Pferdes ab.

Je nach dem Ergebnis der ersten Diagnostik kann der Tierarzt weitere Untersuchungen durchführen, um die Ursache und Schwere der Koliken festzustellen. Manchmal schiebt er eine Nasen-Schlund-Sonde; hierbei lässt er Gas aus dem Magen ab und beurteilt die Struktur des Futterbreis im Magen des Pferdes. Auch eine rektale Untersuchung kann ihm Hinweise auf die Ursache und den Schweregrad der Kolik beim Pferd geben. Dabei führt er die Hand und den Arm in den Enddarm des Pferdes ein, um Drehungen, Anschoppungen, Aufgasungen und Einstülpungen des Darms zu beurteilen. Auch eine Blutuntersuchung kann zur Diagnose von Koliken beim Pferd sinnvoll sein.

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Ziel der Untersuchung des Tierarztes ist es, die Ursache und den Schweregrad der Kolik zu bestimmen, um dann entscheiden zu können, ob eine konservative Therapie – das heißt Behandlung mit Medikamenten – ausreicht, oder ob die Einweisung in eine Tierklinik notwendig ist, um das Pferd gegebenenfalls zu operieren.

Behandlung:

Wie können Koliken beim Pferd behandelt werden?

Der Tierarzt behandelt eine Kolik beim Pferd je nach der auslösenden Ursache und dem Schweregrad. Bei leichten Koliken reichen Medikamente aus, zum Beispiel entkrampfende Medikamente (wie Buscopan), Schmerzmittel (beispielsweise Metamizol) und Infusionen. Teilweise rät der Tierarzt gleichmäßige und langsame Bewegungen an.

Ob und welche weiteren Maßnahmen zur Behandlung von Koliken erfolgen, hängen vom Zustand des Pferdes ab. Leidet das Tier beispielsweise unter starken Blähungen (Meteorismus beim Pferd), kann der Tierarzt eine Nasen-Schlund-Sonde schieben oder mit einer Nadel den Blinddarm punktieren, um Gase abzulassen. Eine Verstopfung (Obstipation beim Pferd) behandelt er mit abführenden Mitteln.

Bei schweren Koliken kann es notwendig sein, das Pferd in eine Klinik einzuweisen. So ist zum Beispiel bei Verlegungen des Darms durch Fremdkörper, Darmeinklemmungen (Hernien), Gekröseverdrehungen, Darmverdrehungen oder Darmeinschiebungen (Darminvagination) als Ursache der Kolik eine Operation erforderlich.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Koliken beim Pferd?

Die Prognose von Koliken beim Pferd hängt davon ab, welche Ursache die Kolik hat und welcher Behandlung sie bedarf. Leichte Darmkrämpfe haben eine gute Prognose. Koliken, bei denen die Darmfunktion stark beeinträchtigt und bei denen der Kreislauf des Pferdes schon stark geschwächt ist, sind für das Pferd gefährlicher. Die Prognose ist umso besser, je früher die Ursache der Kolik durch einen Tierarzt festgestellt und behandelt wird.

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