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Frage der Woche – Behandlung von einem Lipom beim Hund

Publiziert: Freitag, 28. Dezember 2012

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

In unserer „Frage der Woche“ gehen wir wöchentlich einer häufig gestellten Frage aus der Sprechstunde nach. Die aktuelle Frage der Woche stammt von unserem User „WilliWuff“:

frage_der_woche_lipom_behandlung

Heute setzen wir uns deshalb mit dem Thema „Behandlung von einem Lipom beim Hund“ auseinander. Wie lange dauert die Behandlung? Können auch ältere Hunde mit einem Lipom behandelt werden? Und ist eine Operation überhaupt notwendig? Diese User-Fragen wollen wir im Folgenden beantworten.

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Wie lange dauert die Behandlung von einem Lipom beim Hund?

Ein Lipom beim Hund ist ein gutartiges Fettgeschwulst, das häufig am Bauch, am Unterleib, an der Brust oder an den Gliedmaßen des Hundes auftritt. Nicht immer müssen Lipome beim Hund behandelt werden. Ist das Lipom aber recht groß und für den Hund störend, wird es vom Tierarzt entfernt. Dabei handelt es sich im Normalfall um einen Routineeingriff für den Tierarzt. Ist ein Lipom gut abgekapselt und verschiebbar, lässt es sich leicht entfernen. Wenn das Lipom in das umliegende Gewebe eingewachsen ist (sog. infiltratives Lipom), ist die Entfernung etwas aufwändiger.

Der Tierarzt kann bei einer Operation mehrere Lipome entfernen. Dabei entfernt er großzügig das umliegende Gewebe, damit nichts von dem Lipom zurückbleibt. Nach der Operation ist die Behandlung des Lipoms beim Hund in der Regel abgeschlossen.

Können auch ältere oder Hunde mit einem Lipom behandelt werden?

Lipome kommen vor allem bei älteren Hunden und besonders bei älteren Hündinnen vor. Solange der gesundheitliche Zustand des Tieres insgesamt stabil ist, kann auch ein älterer oder herzkranker Hund operativ behandelt werden. Die Operation erfolgt jedoch nur nach einer gründlichen Untersuchung des Tierarztes, bei der er das Allgemeinbefinden des Hundes prüft und Herz und Lunge des Tieres abhört. Gegebenenfalls kann zusätzlich noch eine Blutuntersuchung erfolgen. Besonderes bei älteren Hunden bietet sich für die Operation eine Inhalationsnarkose an. Diese wird dem Hund schonend durch ein Inhalationsgas verabreicht.

Muss man ein Lipom beim Hund überhaupt behandeln?

Die meisten Lipome sind gutartig. Bösartige Lipome kommen beim Hund dagegen nur äußerst selten vor. Ein Lipom verursacht beim Hund in der Regel keine Schmerzen. Es ist deshalb nicht immer notwendig, das Lipom operativ entfernen zu lassen. Nur wenn das Lipom sich an einer ungünstigen Stelle befindet oder einen großen Umfang erreicht, kann es störend für das Tier sein – zum Beispiel wenn ein Lipom in der Armbeuge des Hundes wächst und ihn so in seiner Bewegung beeinträchtigt. Falls sich das Lipom sehr schnell vergrößert, kann es ebenfalls ratsam sein, es vorsorglich zu entfernen. Wenn Sie einen Knoten bei Ihrem Hund entdecken, sollten Sie beim Tierarzt abklären, ob es sich tatsächlich um ein Lipom handelt. Der Tierarzt wird eine Empfehlung aussprechen, ob eine Behandlung des Lipoms erforderlich ist.

 

 Weiterführende Informationen

Autor: Klaudia Fernowka B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Dezember 2012
Quellen:
Dietz, O. et al.: Lehrbuch der allgemeinen Chirurgie für Tiermediziner. Thieme, Stuttgart 2004
Kessler, M.: Kleintieronkologie: Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen bei Hunden. Thieme, Stuttgart 2005
Medleau, L. et al.: Dermatologie in der Kleintierpraxis: Atlas und Therapiehandbuch. Urban & Fischer, München 2007
Suter, P.F. et al.: Praktikum der Hundekrankheiten. Parey, Berlin 2006

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