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Darmspiegelung (Koloskopie) bei Tieren

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Hund mit Infusion

Für eine Darmspiegelung muss das Tier nüchtern sein. Über eine Infusion erhält es Flüssigkeit. Foto: vetproduction

Was ist eine Darmspiegelung (Koloskopie) bei Tieren?

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) beim Tier ist ein Verfahren, bei dem der Tierarzt durch eine Endoskop-Kamera die innere Struktur des Dickdarms sehen kann. Der Tierarzt führt das Endoskop über den After in den Enddarm des Tieres ein und beurteilt die Schleimhaut des Darms.

Während der Darmspiegelung lassen sich Veränderungen wie Polypen (Ausstülpungen der Darmschleimhaut), Geschwüre und Tumoren erkennen und Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. Ohne Darmspiegelung wäre es notwendig, das Tier zu operieren und die Bauchwand und den Darm zu eröffnen, um den Darm von innen zu sehen.

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Der Tierarzt rät zu einer Darmspiegelung, wenn das Tier Symptome zeigt, die auf eine Dickdarm-Erkrankung hindeuten und die sich mit anderen Diagnose-Verfahren wie einer Blutentnahme, Kotuntersuchung oder Ultraschall-Untersuchung nicht feststellen lassen. Beispielsweise hat das Tier Schmerzen und Probleme beim Kotabsatz, Blut im Kot oder lang andauernde Durchfälle oder Verstopfung.

Durchführung:

Wie wird eine Darmspiegelung (Koloskopie) bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt führt eine Darmspiegelung (Koloskopie) beim Tier in Vollnarkose oder unter einer tiefen Beruhigung (Sedierung) durch. Idealerweise sollte das Tier 12 bis 24 Stunden vor der Darmspiegelung nüchtern sein, damit wenig Kot im Enddarm ist. Das Endoskop ist ein dünner Schlauch mit einer Kamera an der Spitze.

Der Tierarzt führt das Endoskop vorsichtig in den Enddarm ein. Er beurteilt die Schleimhaut, achtet darauf, ob sie verdickt, gerötet ist oder Auflagerungen vorhanden sind. Er sucht nach Polypen, Verengungen sowie Anzeichen für Entzündungen und Tumoren.

Mit kleinen Werkzeugen kann der Tierarzt bei einer Darmspiegelung Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut nehmen und diese im Labor untersuchen. Er entnimmt nicht eine gesamte Darmschicht (die sogenannte Vollschicht-Biopsie), sondern nur einen Teil der inneren Darmschicht. Eine Vollschicht-Biopsie ist nur möglich, indem der Tierarzt den Bauch und den Darm des Tieres eröffnet und ein Stück Darm entnimmt; doch in vielen Fällen ist die Biopsie bei einer Endoskopie bereits ausreichend, um eine Diagnose zu stellen.

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