Anzeige

Anzeige

Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten

Anzeige


Zum Portal für Tiermedizinische Fachangestellte TFA-Portal.de Zum Portal für Tierärzte und Tiermedizin-Studenten
Home » Diagnose » Allergie-Tests bei Tieren

Allergie-Tests bei Tieren

 

Diesen Artikel teilen:

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

katze blutentnahme

Für einen Allergie-Test nimmt der Tierarzt dem Tier Blut ab. Foto: vetproduction

Was sind Allergie-Tests bei Tieren?

Mit Allergie-Tests bestimmt der Tierarzt Umweltstoffe, die bei dem Tier eine Allergie hervorrufen. Eine Allergie ist eine Überreaktion des Abwehrsystems – es reagiert sehr stark auf eigentlich harmlose Umweltstoffe (Allergene). Eine Allergie beim Tier stellt sich unterschiedlich dar; Juckreiz ist beim Haustier das häufigste Symptom. Haustiere leiden in den letzten Jahren mehr und mehr unter Allergien. Die häufigsten allergischen Erkrankungen bei Tieren sind die Atopie, die Futtermittel-Allergie und die Flohspeichel-Allergie. Auch Kontakt-Allergien kommen bei Tieren vor.

Der Tierarzt unterscheidet bei den Allergie-Tests den In-vitro-Test und den Intradermal-Test:

Anzeige

  • Beim In-vitro-Test nimmt der Tierarzt dem Tier Blut ab und lässt in einem Labor die Antikörper (Immunglobulin E) gegen mögliche Allergene bestimmen. Dies kann bereits ein hilfreicher Wegweiser sein, um festzustellen, gegen welche Allergene das Tier allergisch ist. Die Beschwerden des Tieres korrelieren allerdings nicht immer mit den bestimmten Antikörpern. Das bedeutet, es können auch viele Antikörper gegen ein Allergen vorliegen, das Tier reagiert jedoch nicht sehr allergisch auf das Allergen. Umgekehrt können wenige Antikörper auch starke Symptome verursachen. Somit dient der In-vitro-Allergie-Test als Wegweiser; er kann aber nicht immer das auslösende Allergen bestimmen.
  • Der Intradermal-Test ist ein Allergie-Test, mit dem der Tierarzt die Auswirkung der Allergene in der Haut des Tieres überprüft. Ähnlich wie beim Menschen spritzt der Tierarzt kleine Mengen verschiedener Allergene in die Haut und kann an der Reaktion der Haut sehen, ob das Tier allergisch reagiert. Im Falle einer Allergie entstehen Quaddeln und Rötungen an dieser Stelle. Je stärker die Stellen gerötet und geschwollen sind, desto stärker ist die Allergie des Tieres.

Idealerweise führt der Tierarzt beim Verdacht auf eine Allergie sowohl einen In-vitro-Test, als auch den Intradermal-Test durch, da die Ergebnisse beider Allergie-Tests sich ergänzen. Mithilfe der Ergebnisse kann er einen individuellen Behandlungsplan für das Tier erstellen – beispielsweise kann der Besitzer die Allergene vermeiden oder der Tierarzt führt eine Hyposensibilisierung beim Tier durch. Tierärzte wenden Allergie-Tests vor allem bei Hunden, Katzen und Pferden an.

Durchführung:

Wie werden Allergie-Tests bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt führt zwei verschiedene Arten von Allergie-Tests beim Tier durch. Für den In-vitro-Test nimmt er dem Tier Blut ab und schickt es ins Labor. Dort wird die Menge spezifischer Antikörper (IgE) gegen bestimmte Allergie-auslösende Umweltstoffe (Allergene) bestimmt.

Beim Intradermal-Test schert der Tierarzt die Flanke des Tieres – er benötigt ungefähr eine fellfreie Fläche von 10 x 20 cm. Dann spritzt er kleine Mengen verschiedener Allergene in die Haut des Tieres und markiert die jeweilige Stelle. Er setzt außerdem eine sogenannte Positivprobe (mit Histamin) sowie eine Negativprobe (in der kein Allergen enthalten ist) an, um die Reaktionen des Körpers zu sehen. Oftmals ist es notwendig, den Tieren ein Beruhigungsmittel zu geben, um den Intradermal-Test anwenden zu können.

Nach etwa 20 Minuten schaut sich der Tierarzt die Reaktion an den Hautstellen an. Bilden sich Quaddeln oder ist die Haut gerötet, so hat das Tier auf das Allergen allergisch reagiert. Je stärker die Reaktion ist, desto stärker ist die Allergie. Nach den Ergebnissen der Allergie-Tests kann der Tierarzt eine spezielle Therapie für das Tier ausarbeiten. Beispielsweise empfiehlt er, dass das Tier das Allergen meiden sollte oder er führt eine Hyposensibilisierung beim Tier durch.

Diesen Artikel teilen:

Anzeige

Anzeige

Aktuelle Umfrage
Empfinden Sie die Tierarztkosten als zu hoch?
  • Ja 82%, 228 votes
    228 votes 82%
    228 votes - 82% von allen Abstimmungen
  • Nein 18%, 51 vote
    51 vote 18%
    51 vote - 18% von allen Abstimmungen
Abstimmungen insgesamt: 279
Freitag, 15. September 2017
Aktuelle Stellenangebote
Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit unserem kostenlosen Newsletter!

Auszeichnungen
Gewinner Health Media Award 2016 - Kategorie Tiermedizin