Malleus (Rotz) beim Pferd

Vorbeugen:

Wie kann man Malleus (Rotz) beim Pferd vorbeugen?

In Westeuropa und Nordamerika kommt Malleus (Rotz) beim Pferd praktisch nicht mehr vor. In den Staaten der ehemaligen UdSSR, in der Türkei, im Irak, Iran, in der Mongolei, in Mexiko, Brasilien und China tritt die Infektionskrankheit aber noch häufig auf. Pferde aus diesen Ländern dürfen deshalb nicht ohne Weiteres nach Deutschland eingeführt werden, um zu verhindern, dass sie Malleus in die hiesigen Pferdebestände bringen.

Bricht in einem Stall dennoch Malleus beim Pferd aus, müssen alle Tiere, die sich mit dem Erreger angesteckt haben, getötet werden. Der Stall und die Umgebung sind danach gründlich zu desinfizieren. Wichtig sind in jedem Fall eine gute Haltung, Fütterung und Hygiene.

Wann zum Tierarzt?

Muss ein Pferd mit Malleus (Rotz) zum Tierarzt?

Da Malleus (Rotz) beim Pferd sehr ansteckend ist und auch auf den Menschen übergehen und für ihn gefährlich werden kann, sind bei einem Verdacht auf die Erkrankung besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Deshalb ist schon beim Verdacht auf Malleus beim Pferd das zuständige Veterinäramt zu verständigen.

Dieses Buch können Sie direkt bei Amazon bestellen (Anzeige):

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von ws-eu.amazon-adsystem.com zu laden.

Inhalt laden

Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Dr. med. vet. Michael Koch
Datum der letzten Aktualisierung: Februar 2022
Quellen:
Robert Koch-Institut: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten (Abruf: Februar 2022)
Fritz, C.: Zivilisationskrankheiten des Pferdes. Thieme, 2020
Daubenmerkl, W.: Tierkrankheiten und ihre Behandlung. Hund, Katze, Pferd, Schwein, Rind. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2019
Gehlen, H. et al.: Differenzialdiagnosen Innere Medizin beim Pferd. Enke 2017
Brehm, W. et al.: Handbuch Pferdepraxis. Enke, Stuttgart 2016
Seblitz, H.-J. et al.: Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. Enke Verlag, Stuttgart 2015

Lesen Sie jetzt weiter in diesem Artikel: