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Was Ihr Hund im Alter braucht

 

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Alter Hund. Foto: Pixabay.com

Ein alter Hund hat andere Bedürfnisse als ein junger Hund. Foto: Pixabay.com

Wer sich einen Welpen oder jungen Hund anschafft, denkt selten darüber nach, dass sein Energiebündel einmal ein alter Hund und damit ein Senior sein wird.

Im Idealfall bleibt ein Hund sein Leben lang an der Seite seiner menschlichen Familie und wird langsam in seinem gewohnten Umfeld alt.

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Tierschutzvereine und Tierheime haben oft Probleme bei der Vermittlung älterer Hunde, da die meisten Menschen sich einen jungen und vitalen Vierbeiner wünschen. Doch auch die Senioren unter den Hunden haben ihren eigenen Charme – und eigene Bedürfnisse.

Wann gilt ein Hund als alt?

Eine genaue Definition, wann ein Hund als alt gilt, ist kaum zu treffen. Große und schwere Hunde haben eine geringere Lebenserwartung als kleine und altern deutlich schneller. Während eine Dogge mit sechs Jahren schon als alt gilt, zeigt ein agiler Terrier womöglich erst mit zwölf Jahren erste Altersanzeichen.

Dazu kommt, dass selbst innerhalb einer Rasse die Konstitution sehr unterschiedlich sein kann. Je gesünder und besser versorgt ein Hund im Laufe seines Lebens gewesen ist, umso weniger Probleme bekommt er im Alter.

Was verändert sich bei einem alternden Hund?

Das Altern ist auch beim Hund in der Regel ein Prozess, der so langsam stattfindet, dass es zunächst gar nicht auffällt. Der Hund wird vielleicht etwas ruhiger und springt nicht mehr bei jedem Geräusch aufgeregt auf. Erste graue Haare erscheinen um die Schnauze herum. Vielleicht frisst er etwas mäkeliger und begrüßt die Mitglieder der Familie mit weniger Enthusiasmus.

Im Körper des Hundes finden nun verschiedene Prozesse statt, die denen eines älteren Menschen ähnlich sind. So nimmt die Elastizität der Blutgefäße des Hundes ab, und sein Immunsystem funktioniert nicht mehr so schnell und effektiv wie das eines jungen Hundes. Seine Nerven- und Muskelzellen bilden sich langsam zurück, dafür steigt der Fettanteil im Hundekörper und der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Ab einem Alter von durchschnittlich acht bis zehn Jahren nimmt die Anzahl der Erkrankungen bei Hunden deutlich zu, vor allem von solchen, die in Kombination auftreten (Multimorbidität). Verletzungen heilen etwas langsamer und das Tier ist körperlich nicht mehr so leistungsstark wie früher.

Knochen und Gelenke zeigen Verschleißerscheinungen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für die Entwicklung von Tumoren steigt. Auch eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist bei älteren Hunden möglich. Zusätzlich nimmt die Leistung der Sinnesorgane ab, sodass trübe Augen und Schwerhörigkeit bei alten Hunden keine Seltenheit sind.

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Gesundheitsvorsorge und Pflege bei alten Hunden

Um Erkrankungen bei Ihrem älteren Hund rechtzeitig zu erkennen, ist es ratsam, dass Sie öfter zu Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt gehen: Etwa alle sechs Monate empfiehlt sich eine Vorsorgeuntersuchung. Beobachten Sie den Hund zudem aufmerksam im Alltag. Dass seine Agilität langsam abnimmt, ist normal. Wirkt er jedoch beim Gehen oder Aufstehen sehr steif, zeigt er sich schlapp oder tritt zeitweise ein Humpeln auf, so sollten Sie die Tierarzt-Praxis aufsuchen.

Das gilt auch, wenn der Hund auffallend weniger frisst, stark abnimmt, Atembeschwerden hat oder Verdauungsprobleme zeigt. Doch auch wenn Ihr Senior körperlich gesund ist, sollten Sie auf sein Alter Rücksicht nehmen. Chaotische Tagesabläufe und stundenlange Radtouren sind nichts für alte Hunde. Halten Sie am besten eine gewisse Tagesroutine ein, an der Ihr Hund sich orientieren kann.

Bei alten Hunden wird das Fell häufig stumpfer und die Haut trockener. Wenn Sie Ihren Hund regelmäßig bürsten oder mit einem Fellpflege-Handschuh massieren, fördert das die Durchblutung und sorgt für ein schöneres Haarkleid. Eine weiche Unterlage zum Dösen und Schlafen ist empfehlenswert – insbesondere, wenn der Hund zu Liegeschwielen neigt.

Zahnprobleme im Alter

Kontrollieren Sie regelmäßig die Zähne Ihres Vierbeiners auf auffällige Beläge. Selbst Hunde, die stets gesunde Zähne hatten, entwickeln im Alter häufig Zahnstein. Zahnfleisch-Entzündungen beim Hund sind daher nicht selten, für den Hund aber sehr unangenehm. Trockenfutter schützt besser vor Zahnstein als Nassfutter, ist bei vorhandenen Zahnproblemen aber schwieriger zu fressen.

Welches Futter Hunde im Alter brauchen, ist individuell sehr verschieden. Viele Vierbeiner neigen zu Übergewicht, andere wiederum fressen sehr mäkelig und magern sogar ab. Sorgen Sie für eine gute Nährstoffversorgung mit vielen Proteinen durch ein hochwertiges und schmackhaftes Futter.

Das brauchen alte Hunde: Bewegung und Nähe

Damit Ihr alter Hund lange weitgehend gesund und fit bleibt, braucht er natürlich nach wie vor Bewegung an der frischen Luft. Es gibt Hunde, die im Alter sehr träge werden. Animieren Sie ihn dennoch zu regelmäßigen Spaziergängen, aber überfordern Sie ihn nicht. Gehen Sie in seinem Tempo mit ihm Gassi.

Üben Sie Tricks und Kommandos oder lassen Sie ihn apportieren und versteckte Leckerlis suchen, denn gerade älteren Hunden tut ein wenig Gehirnjogging gut.

Viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer stellen auch fest, dass ihr Haustier im Alter sehr nähebedürftig wird und vermehrt Streicheleinheiten einfordert. Gönnen Sie Ihrem Hund das ruhig – er ist schließlich lange Zeit ein treuer Begleiter gewesen.

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Weiterführende Informationen

Autor: Christina Trappe, B.A.
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung:
November 2021

Quellen:
Kohn, B. Schwarz, G.: Praktikum der Hundeklinik. Enke Verlag 2017
Cheallende-Kathmann, I: Rehabilitation und Physiotherapie bei Hund und Katze. Schlütersche, Hannover 2014
Kraft, Wilfried: Geriatrie bei Hund und Katze. Parey Verlag, Stuttgart 2003

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