Endlich Ferien – wie sich auch Ihr Haustier freuen kann

Urlaub mit Hund
Viele Hunde lieben es, im Sand zu buddeln. Foto: vetproduction

Die Vorfreude ist groß, und die Koffer sind bereits aus dem Keller geholt: Der lang ersehnte Urlaub steht bevor. Die Stimmung wird jedoch schnell getrübt, wenn nicht klar ist, was mit dem geliebten Haustier geschehen soll.

  • Zu Hause lassen und Freunde beauftragen, sich zu kümmern?
  • Einen professionellen Tiersitter beauftragen?
  • Oder das Tier kurzerhand mit in den Urlaub nehmen?

Viele Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer stellen sich diese Fragen Jahr für Jahr vor dem Urlaub. Dabei ist es ganz entscheidend, um welches Tier es sich dabei handelt. Entsprechend unterschiedlich sind dann auch die Bedürfnisse. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, damit der Urlaub für Tier und Mensch zur Entspannung beträgt.

Anzeige

Sie haben vier Möglichkeiten

Grundsätzlich bieten sich Ihnen vier Möglichkeiten, wenn Sie ein Haustier haben und in den Urlaub fahren möchten:

  1. Das Tier bleibt zu Hause und wird von Nachbarn oder Freunden betreut.
  2. Das Tier verbringt die Zeit Ihrer Abwesenheit in einer Tierpension.
  3. Ein Tiersitter kümmert sich um Ihr Tier und bringt es bei sich unter.
  4. Ihr Tier reist mit und verbringt den Urlaub mit Ihnen.

Vögel, Katzen, Kleintiere und Co.

Sie möchten gerne Ihre Katze oder Ihr Kaninchen mit in den Urlaub nehmen? Überlegen Sie sich das lieber noch einmal. Denn für diese Kleintiere bedeutet eine Reise in erster Linie enormen Stress. Auch Vögel ziehen es vor, in heimischen Gefilden zu bleiben.

Vor allem für Katzen ist es ideal, die gewohnte Umgebung, also das Haus oder die Wohnung, nicht wechseln zu müssen. Nachbarn oder Freunde kümmern sich in vielen Fällen gerne. Wichtig dabei ist, sie über Futtermengen und Fütterungszeiten zu informieren und auf bestimmte Verhaltensweisen oder typische Eigenschaften des Tiers hinzuweisen.

Für den Notfall sollten Sie der Betreuerin oder dem Betreuer eine Liste von Telefonnummern hinterlegen, beispielsweise von der Tierarzt-Praxis, oder die Nummer Ihres Hotels bzw. Ihre Mobiltelefonnummer.

Anzeige

Tiersitter

Falls eine Betreuung durch Freunde oder Nachbarn nicht möglich ist, kann sich ein Tiersitter um Ihr Tier kümmern. Die örtlichen Tierschutzvereine geben Ihnen gerne Auskunft darüber, wer dafür in Frage kommt. Es ist ratsam, sich die Umgebung, in der Ihr Tier die nächsten Tage und Wochen verbringen wird, vor dem Abreisetag einmal anzusehen.

Auch hier gilt: Klären Sie den Tiersitter über typische Verhaltensweisen und Ernährungsgewohnheiten des Tiers auf, und hinterlegen Sie Telefonnummern für den Notfall.

Hunde trennen sich nur ungern

Anzeige

Ihrem Frauchen oder Herrchen treu verbunden, fällt es Hunden sehr schwer, sich von ihrer Bezugsperson zu trennen. Viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer entscheiden sich aus diesem Grund dafür, ihren Hund auf die Reise mitzunehmen. An Folgendes sollten Sie vor der Reise denken:

  • Suchen Sie sich eine geeignete Unterkunft, die das Mitbringen von Hunden erlaubt.
  • Erkundigen Sie sich, ob auch die Umgebung, wie beispielsweise der Strand oder Restaurants, hundefreundlich angelegt sind.
  • Autoreisen: Wählen Sie einen Urlaubsort, der keine allzu lange Anreise erfordert. Planen Sie kurze Etappen und Pausen für ausreichend Auslauf ein.
  • Sie möchten ins Ausland reisen? Informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen für Ihren Hund und ob bestimmte Impfungen notwendig sind. Lassen Sie sich von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt einen Heimtierpass ausstellen. Dieser ist für Hunde und Katzen in der Europäischen Union seit dem Jahr 2004 Pflicht.
  • Für Flugreisen empfiehlt es sich, vorher bei der entsprechenden Airline nachzufragen. Versuchen Sie, Direktflüge zu bekommen. Das erspart Ihrem Hund viel Stress.

[mc4wp_form id=“22106″]

Manchmal ist es jedoch nicht möglich, den Hund mit auf die Reise zu nehmen. Sollten Sie Ihr Tier in die Obhut eines professionellen Hundesitters oder einer Tierpension geben wollen, schließen Sie eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung ab. Sie und der Betreuer sind dann bei einem Unfall oder einem durch Ihr Tier verursachten Schaden vor den Ansprüchen Dritter geschützt.

Weiterführende Informationen

Autor: M. Sc. Veronika Meier, Ernährungswissenschaftlerin
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum der letzten Aktualisierung:
Dezember 2021

Quellen:
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.: Urlaub mit Hund. https://www.vdh.de/hundehalter/hund-urlaub/  (Abruf: Dezember 2021)
Der Praktische Tierarzt: Hund und Katze gehen auf Reisen. Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover, 2012

* Für mit * gekennzeichnete Affiliate-Links auf dieser Seite erhält das tiermedizinportal.de ggf. eine Provision von Partnern wie Amazon oder Awin.