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Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) bei Tieren

 

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Themen-Special:Juckreiz beim Hund

© chalabala / Fotolia.comAnzeige

Definition:

Operation

Der Tierarzt führt den Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) unter Vollnarkose des Tieres durch. Foto: vetproduction

Was ist ein Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) bei Tieren?

Bei einem Gelenkersatz (Endoprothese) entfernt der Tierarzt das erkrankte Gelenk und ersetzt es durch ein künstliches Gelenk. Das Ziel einer Endoprothese beim Tier ist es, die beiden erkrankten Gelenkteile – bei dem Hüftgelenk beispielsweise den Oberschenkel-Kopf und die Hüftpfanne – zu ersetzen und das Gelenk des Tieres funktionsfähig zu halten.

Beim Menschen setzen Ärzte künstliche Gelenke schon seit vielen Jahren ein, in der Tiermedizin hat sich bis heute vor allem das künstliche Hüftgelenk bei Hund und Katze durchgesetzt. Vereinzelt ist auch der Gelenkersatz des Ellbogen-Gelenks und des Kniegelenks bei Hund und Katze möglich. Bei anderen Tierarten hat sich der Einsatz der Endoprothesen noch nicht etabliert.

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Ein Gelenkersatz beim Tier ist notwendig, wenn ein Gelenk so stark geschädigt ist, dass es nicht mehr funktioniert. Das Tier hat meist starke Schmerzen und kann sich nicht mehr gut bewegen. Wenn andere Therapiemethoden, wie Schmerzmittel und Krankengymnastik, nicht mehr ausreichen, kann ein künstliches Gelenk sinnvoll sein.

Der Gelenkersatz beim Tier ist ein größerer operativer Eingriff, der mit Risiken verbunden ist – Tierärzte raten dazu, zunächst andere Behandlungsmethoden auszuschöpfen, bevor der Besitzer sich für ein künstliches Gelenk entscheidet.

In Anlehnung an die Humanmedizin sollte ein Tier das künstliche Hüftgelenk möglichst spät im Leben erhalten. Das künstliche Hüftgelenk verschleißt durch den Gebrauch und es kann notwendig sein, die Endoprothese nach einiger Zeit auszutauschen. Bei neueren Methoden ist der Verschleiß des künstlichen Gelenks geringer. Daher bringen Tierärzte die Endoprothese immer öfter auch schon bei ausgewachsenen Hunden jüngeren Alters ein.

Durchführung:

Wie wird ein Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) bei Tieren durchgeführt?

Der Tierarzt führt den Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) unter Vollnarkose des Tieres durch, teilweise ergänzt er diese durch eine örtliche Betäubung. Zunächst schafft der Tierarzt keimfreie (sterile) Operations-Bedingungen – er rasiert das Tier, wäscht und desinfiziert es. Nach den notwendigen Vorbereitungen eröffnet er das betroffene Gelenk und entfernt die verschlissenen Gelenkanteile. Dann bringt er das künstliche Hüftgelenk ein. Experten unterscheiden hierbei die zementlosen und zementhaltigen Implantate. Der Zement dient als Mörtel zwischen dem Knochen und dem Implantat.

Nachdem der Tierarzt den Gelenkersatz eingebracht hat, vernäht er die Wunde. Nach der Operation erhält das Tier Schmerzmittel und Antibiotika. Mit einer Röntgen-Untersuchung überprüft der Tierarzt direkt nach der Operation den Sitz des künstlichen Gelenks. In den ersten Wochen nach der Operation sollte das Tier sich nicht abrupt bewegen. Als Besitzer kann man die Heilungsphase durch vorsichtige Krankengymnastik unterstützen. Spätere regelmäßige Röntgen-Untersuchungen beim Tierarzt dienen dazu, den Heilungsverlauf zu kontrollieren und Komplikationen frühzeitig feststellen zu können.

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