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Optimmune®

 

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Was ist Optimmune®?

Optimmune® ist eine verschreibungspflichtige Augensalbe für den Hund. Der Tierarzt setzt Optimmune® ein, wenn bestimmte Augenerkrankungen vorliegen, die auf eine Störung des Immunsystems im Auge zurückzuführen sind.

 

Welche Wirkstoffe enthält Optimmune®?

Optimmune® enthält den Wirkstoff Ciclosporin. Ciclosporin ist ein sogenanntes Immunsuppressivum. Bei bestimmten Erkrankungen reagiert das Immunsystem des Tieres zu stark (Überreaktion) und führt zu den Symptomen der Krankheit. Diese Symptome behandelt der Tierarzt mit einem Immunsuppressivum, das die überschießende Immunreaktion vermindert.

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Optimmune® enthält in 1 g Augensalbe 2,0 mg Ciclosporin. Weitere Bestandteile sind weiße Vaseline, Maiskeimöl, Sterine und Alkohole aus Wollwachs in Vaseline.

 

Wann wird Optimmune® angewendet?

Der Tierarzt verschreibt Optimmune®-Augensalbe bei folgenden immunbedingten Augenerkrankungen des Hundes:

  • Chronische Idiopathische Keratokonjunktivitis sicca (KCS): Der Hund hat ein zu trockenes Auge – es wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert, die für die Versorgung der Hornhaut notwendig ist. Die Hornhaut und die Bindehaut sind gereizt, schmerzen und entzünden sich. Es entstehen im weiteren Verlauf dauerhafte Schäden an der Hornhaut. Bei der idiopathischen Keratokonjunktivitis sicca ist die Ursache für die Augentrockenheit nicht bekannt.
  • Chronische oberflächliche Keratitis (Pannus, Schäferhund-Keratitis): Durch eine Störung des Immunsystems kommt es zu einer Erkrankung der Hornhaut und Bindehaut beider Augen. Es bilden sich Blutgefäße und Narben auf der Hornhaut, auch nimmt sie Farbe an (pigmentiert) – die Hornhaut wird dadurch trübe und der Hund kann schlecht oder gar nicht mehr sehen.

Der Wirkstoff Ciclosporin unterdrückt hierbei die Immunantwort von bestimmten Entzündungszellen (T-Helferzellen) und dadurch die übersteigerte Abwehrreaktion. Bei der idiopathischen Keratokonjunktivitis sicca wirkt Optimmune® an der Tränendrüse und steigert die Produktion von Tränenflüssigkeit.

 

Wie soll Optimmune® verabreicht werden?

Optimmune®-Augensalbe wird in den Bindehautsack des Hundes eingegeben – dafür zieht der Besitzer das Unterlid vorsichtig nach unten und drückt einen ca. 0,5 bis 1 cm langen Salbenstreifen auf die Bindehaut. Ist das Auge verklebt, empfiehlt es sich, dieses vor Eingabe der Salbe mit geeigneten Ausgenwasch-Lösungen zu reinigen. Ihr Tierarzt zeigt Ihnen gerne das notwendige Handling. Es empfiehlt sich, das täglich notwendige Verabreichen der Augensalbe möglichst positiv zu gestalten, damit der Hund es nicht als lästiges Leid empfindet. Hierfür können Sie beispielsweise den Hund mit Leckerlis nach der Eingabe belohnen.

Optimmune® wird im Abstand von zwölf Stunden verabreicht. Wie lange die Behandlung notwendig ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Krankheit ist und wie der Hund auf die Behandlung anspricht. Oftmals verschreibt der Tierarzt zusätzlich künstliche Tränenflüssigkeit.

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Bei der chronischen idiopathischen Keratokonjunktivitis ist es häufig notwendig, lebenslang mit Optimmune® zu behandeln. Die Chancen auf Heilung bessern sich, wenn die Behandlung frühzeitig begonnen wurde. Auch bei der chronischen oberflächlichen Keratitis kann eine lebenslange Behandlung notwendig sein. Manchmal ist es möglich, in sonnenarmen Winter- und Herbstmonaten die Dosis von Optimmune® zu reduzieren.

 

Welche Nebenwirkungen hat Optimmune®?

Das Auge kann in einigen Fällen gereizt auf die Gabe von Optimmune® reagieren – oftmals klingt diese Nebenwirkung unter weiterer Gabe von Optimmune® innerhalb der nächsten sieben Tage ab.

Hat der Tierarzt den Verdacht, dass der Hund unter einer Pilz- oder Virusinfektion am Auge leidet, so ist es ratsam, die Behandlung mit Optimmune® kurzfristig zu unterbrechen und zunächst die Pilz- bzw. Virusinfektion zu behandeln.

Jetzt folgen:

 

 

 

Weiterführende Informationen

 

Ausführliche Informationen zu Augenerkrankungen finden Sie in unseren Texten:

Bindehaut-Entzündung beim Hund

Grauer Star beim Hund

Grüner Star beim Hund

 

 

 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Text keine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten darstellt. Die medizinischen Informationen stellen weder derartige Beratungen dar noch haben sie zum Zweck, den Tierarzt-Besuch, d.h. eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Tierarzt, zu ersetzen. Sie dienen ausschließlich Ihrer Information und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung bei Ihrem Tier auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt oder Apotheker!

 

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter-Koch
Datum: Oktober 2013
Quellen:
MSD Tiergesundheit: Produktinformation Optimmune® Augensalbe 2,0 mg/g- Salbe zum Einbringen in den Bindehautsack für Hunde
http://www.msd-tiergesundheit.de/products/optimmune_augensalbe/optimmune_augensalbe.aspx (Abruf: Oktober 2013)
University of Zurich. Institute of Veterinary Pharmacology and Toxicology:
www.vetpharm.uzh.ch (Abruf: Oktober 2013)

 

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