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Tipps für die Ernährung von Hundewelpen

 

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Welpe

Welpen brauchen eine ausgewogene Ernährung, um sich richtig zu entwickeln. Foto: vetproduction

Eine gesunde Ernährung von Hundewelpen ist die Grundvoraussetzung für eine gute körperliche Entwicklung des Hundes. In ihren ersten Lebenswochen ernähren sich die Hundewelpen noch von der Muttermilch und nehmen dabei wichtige Antikörper zur Immunisierung auf.

Spätestens aber nach der 8. Lebenswoche fressen die Welpen dann ausschließlich feste Nahrung. Gerade ab dem zweiten Lebensmonat haben sie aufgrund des Wachstums einen hohen Energiebedarf. Diesen gilt es mit einer vollwertigen und ausgewogenen Ernährung der Hundewelpen zu decken.

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So sollte das Welpenfutter zusammengestellt sein

Der Hund ist ein Fleischfresser – danach sind sein Verdauungstrakt und Energiebedarf ausgelegt. Bei der Ernährung von Hundewelpen liefert Fleisch wertvolle Eiweiße, Fette und Kalzium für den Knochenaufbau. Das Futter sollte deshalb fleischhaltig sein und nicht zu viel Getreide enthalten, denn zu viel Getreide kann Durchfälle bei Hundewelpen begünstigen. Servieren Sie das Welpenfutter in Zimmertemperatur. Heißes Futter oder kaltes Futter aus dem Kühlschrank kann dem Hundewelpen auf den Magen schlagen.

 

Fertigfutter oder selber zubereiten?

Im Tierhandel gibt es eine breite Palette an speziellem Welpenfutter. Dieses deckt den Nährstoffbedarf der Hunde meist vollwertig ab. Achten Sie aber auch bei Fertigfutter auf eine hochwertige Qualität. Diese erkennen Sie unter anderem daran, dass das Futter nicht zu viel Getreide enthält und alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung detailliert aufgezählt sind. Sie können das Futter natürlich auch selber aus Fleisch und Gemüse zusammenstellen. Um sicherzustellen, dass der Nährstoffbedarf der Tiere gedeckt ist, besprechen Sie Ihren Futterplan für die Ernährung der Hundewelpen mit einem Tierarzt.

Manche Hundewelpen sind bei der Ernährung etwas wählerisch. Das ist jedoch kein Grund, gleich das Futter zu wechseln. Häufig hilft es schon, eine Mahlzeit auszulassen, damit genügend Hunger aufkommt. Wenn Sie jedoch merken, dass ein Hund das Futter nicht verträgt und beispielsweise an Durchfall leidet, kann ein Futterwechsel ratsam sein.

 

Die Welpen zu festen Zeiten füttern

Damit die Hundewelpen das Futter besser vertragen und verdauen können, verteilen Sie das Futter auf vier kleinere Mahlzeiten am Tag. Wenn die Tiere etwa sechs Monate alt sind, können Sie auf größere Portionen umsteigen. Auch kleine Hundewelpen sind bei der Ernährung Gewohnheitstiere. Füttern Sie deshalb zu regelmäßigen Uhrzeiten und möglichst an einem ungestörten Ort. Stellen Sie dem Welpen auch immer frisches Wasser zur freien Verfügung. Die Futternäpfe sollten regelmäßig mit heißem Wasser gesäubert und altes Futter sollte entfernt werden.

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Kauknochen gegen Zahnfleisch-Jucken

Mit zunehmendem Alter fallen dem Hund allmählich die Milchzähne aus und machen den fertigen Reißzähnen Platz. Dabei haben die Hundewelpen häufig Zahnfleisch-Jucken und verstärkten Nagebedarf. Mit Kauknochen oder Kaurollen aus dem Tierhandel können Sie hier Abhilfe schaffen. Echte Fleischknochen sollten Sie jedoch nicht füttern, da die zerkauten Knochensplitter unter Umständen den Verdauungstrakt der Tiere verletzen könnten.

 

Wie viel soll man den Welpen füttern?

Der Energieverbrauch der Hundewelpen hängt von ihrer Aktivität und von der Umgebungstemperatur ab. Je kälter die Außentemperatur, desto mehr Eigenwärme muss der Hund produzieren. Die optimale Umgebungstemperatur liegt bei etwa 21 °C. Die Futtermenge bei der Ernährung der Hundewelpen richtet sich nach dem Appetit der Tiere. Geben Sie zu Anfang ausreichend große Portionen. Was der Hund übrig lässt, können Sie beim nächsten Mal reduzieren. So können Sie mit der Zeit abschätzen, wie viel Futter der Welpe benötigt.

Jetzt folgen:

 

Regelmäßige Gewichtskontrollen durchführen

Der Hundewelpe sollte stetig wachsen und an Gewicht zunehmen. Um dies zu kontrollieren, sollten Sie regelmäßige Gewichtskontrollen vornehmen. Dazu können Sie sich einfach einmal mit und einmal ohne Hund auf eine Personenwaage stellen und später die Differenz ausrechnen. Die Gefahr von Übergewicht ist bei der Ernährung von Hundewelpen eher nicht gegeben, jedoch kann es durch zu große Futtermengen zu übermäßigen Wachstumsschüben kommen. Dies führt vor allem bei großen Hunderassen, wie zum Beispiel Doggen, zu einer Überlastung der Knochen. Falls gesundheitliche Probleme beim Gewicht oder anhaltende Durchfällen auftreten, suchen Sie zur Sicherheit einen Tierarzt auf.

 

 

Weiterführende Informationen

 

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: März 2013
Quellen:
Hegewald-Kawich, H.: Mein Welpe: Rundum gesund. Gräfe und Unzer Verlag, München 2009
Meyer, H., Zentek, J.: Ernährung des Hundes: Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Enke, Stuttgart 2010
Schlegl-Kofler, K.: Unser Welpe. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007

 

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