Gesäuge-Entzündung (Mastitis) beim Hund

Diagnose:

Wie wird eine Gesäuge-Entzündung (Mastitis) beim Hund diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Mastitis beim Hund, erkundigt sich die Tierärztin oder der Tierarzt zunächst nach dem Krankheitsverlauf und tastet dann das Gesäuge der Hündin ab. In der Regel liegt die Hündin dabei auf dem Rücken. Verletzungen und Hautveränderungen deuten auf eine Entzündung des Gesäuges hin.

Um die Diagnose abzusichern, wird der Hündin Milch entnommen und auf Bakterien untersucht. Für eine Gesäuge-Entzündung sind vorwiegend Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken und Escherichia coli (E. coli) verantwortlich, die sich in der Milch nachweisen lassen.

Behandlung:

Wie kann eine Gesäuge-Entzündung (Mastitis) beim Hund behandelt werden?

Eine Gesäuge-Entzündung wird mit Antibiotika behandelt. Hierzu muss ein sogenanntes Antibiogramm durchgeführt werden. Dadurch weiß die Tierärztin oder der Tierarzt, um welche Bakterien es sich handelt und welches Antibiotikum gegen sie wirkt. Zusätzlich erhält die Hündin ein Mittel, das die Milchbildung hemmt (Prolaktin-Hemmer). Kühlende Auflagen und Schmerzmittel lindern die Symptome.

Hat die betroffene Hündin Welpen bekommen, ist darauf zu achten, dass diese nicht mit der Mutter in Kontakt kommen beziehungsweise keine Milch von ihr trinken. Denn durch die Gesäuge-Entzündung befindet sich eine hohe Menge an Keimen in der Milch der Hündin. Die Keime können bei den Welpen eine tödlich verlaufende Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.


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Liegen bei der Gesäuge-Entzündung eitrige Gewebe-Einschmelzungen (Milchdrüsen-Abszesse) vor, werden diese chirurgisch gespalten und desinfiziert. Zudem leitet die Tierärztin oder der Tierarzt die Flüssigkeiten aus der Wunde ab. Selten können die Gewebe-Einschmelzungen auch einen ganzen Milchdrüsen-Komplex befallen und dafür sorgen, dass dieser sich vom gesunden Gewebe abgrenzt. In solch einem Fall ist es erforderlich, den gesamten betroffenen Komplex der Hündin operativ zu entfernen.

Prognose:

Wie ist die Prognose einer Gesäuge-Entzündung (Mastitis) beim Hund?

Eine Gesäuge-Entzündung beim Hund heilt in der Regel gut ab. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Hündin möglichst frühzeitig Antibiotika erhält.

Um eine erneute Mastitis zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Gesäuge der Hündin über einen Zeitraum von mindestens fünf Tagen regelmäßig tierärztlich kontrollieren zu lassen.

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