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Zum Hundefriseur oder den Hund selber scheren?

Publiziert: Freitag, 4. Januar 2013

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Hund nach dem Scheren

Zum Hundefriseur oder den Hund selber scheren? Foto: vetproduction

Das Fell dient unseren Hunden dazu, ihre Körpertemperatur bei Kälte und bei Hitze zu regulieren. Viele Hunderassen haben jedoch durch zu langes oder dichtes Hundefell vor allem im Sommer mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Bedingt durch das hier herrschende milde Klima und die zunehmende Felllänge in der Hundezüchtung, ist es bei einigen Rassen erforderlich, das Fell regelmäßig zu kürzen. Dann stellt sich die Frage: Zum Hundefriseur oder den Hund selber scheren? Wir haben die wichtigsten Informationen dazu für Sie zusammengefasst.

 

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Hund beim Hundefriseur scheren lassen

Beim Gang zum Hundefriseur muss grundsätzlich zwischen dem Trimmen und dem Scheren des Hundes unterschieden werden. Beim Trimmen wird die abgestorbene Unterwolle herausgearbeitet und die Konturen des Hundes werden geformt. Beim Scheren wird die Haarlänge insgesamt gekürzt. Der professionelle Hundefriseur weiß in der Regel, welche Frisur für die jeweilige Hunderasse erforderlich und geeignet ist.

Neben einer Fellwäsche schneidet der Hundefriseur die Krallen des Hundes bei Bedarf meist gleich mit. Zum Schneiden des Fells werden professionelle Haarschneider für Hunde verwendet. Das Geräusch der Schermaschine und die Vibration auf der Haut sind für viele Hunde zunächst sehr unangenehm und sie können leicht erschrecken. Wenn der Hund beim Scheren nicht ruhig stehen bleibt, kann es leicht zu Verletzungen kommen. Der professionelle Hundefriseur hat jedoch gelernt, mit solchen Situationen umzugehen.

Wenn Sie Ihren Hund selber scheren wollen, erfordert dies in der Regel eine gewisse Übung und Erfahrung. Zudem nehmen das Scheren und Trimmen viel Zeit in Anspruch. Für aufwendige Hundefrisuren ist deshalb ein geübter Hundefriseur vorzuziehen.

 

Kleine Korrekturen am Fell beim Hund selber scheren

Kleine Korrekturen am Fell des Hundes können Sie als Tierhalter jedoch auch selber durchführen. Arbeiten Sie beim Schneiden stets vorsichtig und mit einer abgerundeten Schere. Zur Sicherheit sollte der Hund auf einer rutschfesten Unterlage stehen ‒ ähnlich wie beim Hundefriseur. Zum Schneiden der Haare sollten Sie sich möglichst auf Augenhöhe neben den Hund hocken. Vergessen Sie nicht, Ihren Hund für das Stillhalten mit Leckerchen zu belohnen!

An manchen Stellen neigen die Haare mancher Hunderassen dazu, sehr lang zu wachsen, zum Beispiel an den Achseln oder an den Haarballen. An diesen Stellen verfangen sich leicht Schmutz und die Haare beginnen zu verfilzen – dann kann es auch zu Hautentzündung beim Hund kommen. Solche betroffenen Haarpartien können Sie vorsichtig mit der abgerundeten Schere kürzen. Verfilztem Haar beugen Sie zusätzlich mit regelmäßigem Bürsten des Fells vor. Wenn das Fell die Augen des Hundes bedeckt, können die Haare für eine freie Sicht vorsichtig gekürzt oder mit einem Haargummi hochgesteckt werden.

Auch das Krallenschneiden können Sie mit etwas Übung selber übernehmen. Vor allem die innen liegenden Wolfskrallen an den Vorderbeinen der Hunde neigen dazu, sehr lang zu wachsen. Im Tierfachhandel gibt es speziell dafür vorgesehene Krallenscheren für Hunde. Schneiden Sie bei zu langen Krallen jedoch immer nur eine kleine Spitze ab, da es sonst bei zu tiefem Schneiden zu Blutungen der Kralle kommen kann. Falls Sie noch unsicher dabei sind, lassen Sie sich das Schneiden zuvor vom Hundefriseur oder von einem Tierarzt zeigen.

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Weiterführende Informationen

 

Autor: Klaudia Fernowka, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Januar 2013
Quellen:
Damm, Anja et.al.: VetSkills: Arbeitstechniken in der Kleintierpraxis. Schattauer, Stuttgart 2012
Müller-Rielinger, Susanne: Kleine Hunde. Gräfe und Unzer, München 2009
Schlegl-Kofler, Katharina: Hundesprache. Gräfe und Unzer, München 2007
Soons, Petra: Retriever. Gräfe und Unzer, München 2010

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