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Katzenklo und Katzenstreu: Das müssen Sie beachten

Publiziert: Mittwoch, 9. Januar 2013

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Die Katzentoilette samt passender Einstreu gehört zur Grundausstattung jedes Haushalts, in dem eine oder mehrere Katzen leben. Katzen sind ausgesprochen reinliche Tiere, die ihr Geschäft gerne an einem sauberen und geschützten Ort erledigen. Neigt eine Katze zu Unsauberkeit, können Probleme wie Stress und Einsamkeit der Auslöser sein – manchmal fühlt sie sich aber auch schlicht in ihrem Katzenklo nicht wohl.

 

Das richtige Katzenklo finden

Im Tierfachhandel sind verschiedene Katzenklo-Modelle erhältlich: mit oder ohne Haube, größer und kleiner, dreieckige Ecktoiletten und Reise-Katzenklos. Bei der Wahl sollten Sie nicht primär nach optischen Gesichtspunkten vorgehen, denn letztlich entscheidet allein Ihre Samtpfote, ob sie das Katzenklo annimmt. Ein wichtiges Kriterium bei Katzenklos ist die Größe: Die Katze braucht genug Platz, um in der Streu scharren und sich strecken zu können. Ein stattlicher Maine-Coon-Kater benötigt daher eine geräumigere Toilette als die Standardgröße, mit der die meisten Hauskatzen gut zurechtkommen.

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Katzenklos mit Haube bzw. Deckel haben Vor- und Nachteile. Für ängstliche Tiere sind sie oft günstig, da sie sich in einer solchen „Höhle“ geschützt fühlen. Viele Katzen bevorzugen allerdings offene Toiletten, denn in geschlossenen staut sich schnell ein unangenehmer Geruch. Nimmt die Katze ein bestimmtes Klo nicht an, kann es hilfreich sein, eine andere Form auszuprobieren. Kompakte Katzenklos und Ecktoiletten sind in der Regel eher als Zweitklo zu empfehlen.

Generell gilt: Lieber ein Katzenklo zu viel als eines zu wenig. Besonders bei Wohnungskatzen, die ihr Geschäft nicht im Freien verrichten, sollte pro Katze mindestens eine Toilette zur Verfügung stehen. Auch Einzelkatzen, die speziell Urin oder Kot häufig außerhalb des Katzenklos absetzen, kommen mit einem zweiten Klo oft besser zurecht. Es gibt Tiere, die ihr kleines und großes Geschäft ungern am selben Ort lassen.

 

Wohin mit der Katzentoilette?

Eine wichtige Rolle spielt der Standort des Katzenklos:

  • Die Katzentoilette sollte an einem geschützten Ort stehen, an dem das Tier sich nicht gestört fühlt. Zimmerecken sind geeigneter als freistehende Plätze.
  • Trotz aller Hygiene entwickelt sich schnell ein unangenehmer Geruch; vor allem, wenn die Katze zum Beispiel dazu neigt, Kot nicht zu verscharren. Wohn- und Schlafzimmer sind also für die Nasen der menschlichen Mitbewohner oft nicht der angenehmste Standplatz.
  • Das Katzenklo sollte gut zugänglich sein. Steht es in einem Kellerraum, in dem die Katze sich ohnehin selten aufhält, kann es gut sein, dass es einfach ignoriert wird.
  • Katzenklo und Futterstelle sollten einen ausreichenden Abstand haben.

Nach einer Zeit von ein bis zwei Jahren kann es sein, dass das Katzenklo ausgetauscht werden muss. Durch das Scharren bilden sich kleine Kratzer am Boden der Toilette, in der sich mit der Zeit Urinstein und Kotreste absetzen. Dies führt zu einem unangenehmen Geruch für Mensch und Tier.

 

Welche Katzenstreu soll es sein?

Supermärkte und Discounter, Online-Shops und Tierfachgeschäfte bieten eine große Auswahl an Katzenstreu in unterschiedlichen Preisklassen an. Die gängigsten Arten sind Hygienestreu und Klumpstreu. Viele Katzenbesitzer bevorzugen Letzteres: Bei Klumpstreu bilden flüssige Ausscheidungen sofort zusammenhängende Brocken, die sich mit einem grobem Sieb aus dem Katzenklo entfernen lassen. Bei Hygienestreu dagegen muss häufiger die gesamte Streu ausgetauscht werden.

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Zudem ist Katzenstreu aus verschiedenen Materialien erhältlich. Viele Menschen empfinden zum Beispiel den Duft von Holzpellets als angenehm, und auch ihre Saugeigenschaften sind gut. Allerdings mögen einige Katzen die groben Pellets nicht gerne unter ihren Pfoten, was dazu führen kann, dass sie den Toilettengang verweigern. Eine andere Möglichkeit ist Silikatstreu. Dieses grobporige Material weist gute Eigenschaften bei der Geruchsbindung auf und ist außerdem gut für Allergiker geeignet, da es kaum staubt. Allerdings ist Silikatstreu für Menschen oft optisch nicht ansprechend und für Katzen ist die Konsistenz teilweise gewöhnungsbedürftig.

Welche Katzenstreu für alle Parteien angenehm ist, kann meist nur durch Ausprobieren entschieden werden. Die Streu, die bei der Nachbarskatze perfekt ankommt, muss für Ihre eigene nicht die richtige sein. Auch die menschliche Nase entscheidet mit. So gibt es inzwischen Streu, die nach Babypuder oder frischer Wiese duftet. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Bedenken Sie jedoch, dass hochwertige Streu oft ergiebiger ist und somit letztlich günstiger als ein Discounterprodukt, das Sie täglich nahezu komplett wechseln müssen.

Gehen Sie beim Testen der Katzenstreu nicht zu hektisch vor. Wenn Sie in Abständen von wenigen Tagen abrupt die Streu wechseln, wird Ihre Katze Ihnen das vermutlich übel nehmen. Geben Sie ihr eine gewisse Gewöhnungszeit, um sich auf ein neues Material einzustellen. Bei einer Umstellung kann es hilfreich sein, die neue Streu zunächst mit der gewohnten Sorte zu mischen und langsam den Anteil der neuen Streu zu erhöhen.

 

Jetzt folgen:

 

Weiterführende Informationen

 

 

Autor: Christina Trappe, B.A.
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Martin Waitz
Datum: Januar 2013
Quellen:
Schroll, S.; Dehasse, J.: Verhaltensmedizin bei der Katze. Enke Verlag, Stuttgart 2009

 

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