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Erste Hilfe bei neugeborenen Tieren

 

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Wie äußern sich bei Komplikationen bei neugeborenen Tieren?

Katze mit Welpen

Wenn bei der Geburt Probleme auftreten, kann es nötig sein, den Tierarzt zu rufen. Foto: vetproduction

Komplikationen bei neugeborenen Tieren kommen häufig unmittelbar nach der Geburt vor, zum Beispiel weil die Atmung behindert ist. Nach einem normalen Geburtsablauf kümmert sich in der Regel das Muttertier selbstständig um ihre Jungen, etwa indem es die Fruchthülle (sofern sie den Welpen noch umgibt) entfernt oder die Nabelschnur durchbeißt.

Indem das Muttertier ihre Jungen ableckt, werden Kreislauf und Atmung der Welpen stimuliert. In der Regel beginnen diese dann nach kurzer Zeit zu atmen oder Lautäußerungen von sich zu geben. Komplikationen beim neugeborenen Tier liegen zum Beispiel vor, wenn:

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  • das Neugeborene keine Atemaktivität zeigt
  • wenige oder keine Körperspannung vorhanden ist
  • es sich nicht bewegt
  • es keine Lautäußerungen von sich gibt
  • die Schleimhäute (z.B. am Zahnfleisch) porzellanweiß oder bläulich verfärbt sind

Was sind die Ursachen von Komplikationen bei neugeborenen Tieren?

In manchen Fällen können Probleme während des Geburtsverlaufs Komplikationen bei den neugeborenen Tieren nach sich ziehen. Dies ist etwa der Fall, wenn die Welpen zu lange im Geburtskanal verharren und in dieser Zeit schlecht mit Sauerstoff versorgt werden. Auch nach der Geburt kann es zu Problemen kommen, zum Beispiel wenn das Muttertier keinerlei Brutpflege übernimmt.

Ist ein neugeborenes Tier etwa noch von seinen Fruchthüllen umgeben, kann es nicht atmen. Auch Schleim oder Fruchtwasser kann die Atmung des Tieres behindern. In manchen Fällen führen auch Infektionen, die während der Trächtigkeit auf die Welpen übergegangen sind, zu lebensschwachen Neugeborenen.

Wie leiste ich Erste Hilfe, wenn Komplikationen beim neugeborenen Tier auftreten?

Wenn Komplikationen bei neugeborenen Tieren auftreten, stellen Sie zunächst sicher, dass das Muttertier während der Geburt ungestört ist und sich in einer sicheren, gewohnten Umgebung befindet. Beobachten Sie, ob sich das Muttertier von sich aus um ihre Jungen kümmert. Zu frühes Eingreifen – sowohl in die Geburt als auch in die Welpenpflege – kann beim Muttertier Verhaltensstörungen auslösen.

Kümmert sich die Mutter nicht ausreichend um ihre Welpen, sollten Sie jedoch eingreifen:

  • Waschen Sie sich vor dem Kontakt mit den neugeborenen Welpen gründlich die Hände.
  • Entfernen Sie, sofern notwendig, Fruchthüllen, die das neugeborene Tier bedecken.
  • Achten Sie auf die Atmung der Welpen.
  • Versuchen Sie vorsichtig, Schleim und Fruchtwasser aus den Atemwegen des Welpen zu entfernen, zum Beispiel indem Sie dieses mit einer sauberen Einwegspritze absaugen. Eventuell hilft es, dabei das Junge mit dem Kopf nach unten zu halten.
  • Wirkt das neugeborene Tier schlaff und schwach, reiben Sie es mit einem sauberen Frotteetuch ab, um Kreislauf und Atmung anzuregen.
  • Bieten Sie den Welpen ausreichend Wärme an, etwa durch eine (nicht zu heiße!) Wärmflasche. Wickeln Sie diese vorher in ein Handtuch.

Deuten sich bereits während der Geburt Probleme an, ist es sinnvoll, einen Tierarzt anzurufen. Auch bei lebensschwachen Jungtieren ist tierärztliche Hilfe gefragt.

 

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: Januar 2011
Quellen:
Powell, L. et al.: Small Animal Emergency and critical care. Wiley Blackwell Verlag, 2011
Suter, P.F., Kohn, B. et al.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, 2006
Silverstein, D., Hopper K.: Small Animal Critical Care Medicine. Saunders Elsevier Verlag, 2009

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