Virusinfektionen beim Vogel

Diagnose:

Wie werden Virusinfektionen beim Vogel diagnostiziert?

Zunächst wird der Vogel beim Verdacht auf eine Virusinfektion gründlich untersucht. Symptome wie Haut- oder Gefiederveränderungen sowie Durchfall und Benommenheit geben Hinweise auf eine Virusinfektion, können aber auch Anzeichen anderer Erkrankungen sein.

Deshalb nimmt die Tierärztin oder der Tierarzt dem Vogel, wenn möglich, Blut ab und lässt dieses im Labor untersuchen. Mithilfe spezieller Methoden (PCR oder ELISA) lassen sich die Erreger nachweisen, wenn eine Virusinfektion vorliegt.

Behandlung:

Wie können Virusinfektionen beim Vogel behandelt werden?

Gegen die meisten Virusinfektionen beim Vogel gibt es keine ursächliche Behandlung. So helfen zum Beispiel Antibiotika nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien. Tierärztinnen und Tierärzte verabreichen Antibiotika in einigen Fällen trotzdem, um einer zusätzlichen Infektion durch Bakterien vorzubeugen. Außerdem erhalten die betroffenen Vögeln häufig Vitamin-Präparate. Wärme und ein ausgewogenes Futter helfen, die Abwehrkräfte des Vogels zu stärken.

Bei manchen Virusinfektionen kommen sogenannte Virostatika zum Einsatz. Diese Anti-Virus-Mittel hemmen die Vermehrung der Viren. Auch eine Notimpfung der noch gesunden Vögel innerhalb einer Gruppe kann verhindern, dass weitere Tiere erkranken.

Von einer Virusinfektion betroffene Vögel sollte man dennoch auf jeden Fall separieren, um eine Ausbreitung der Virusinfektion zu verhindern. Käfige und Zubehör erkrankter Vögel sind vor erneutem Gebrauch gründlich zu reinigen.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Virusinfektionen beim Vogel?

Die Prognose von Virusinfektionen ist – je nachdem, um welches Virus es sich handelt und je nach Abwehrlage des Vogels – unterschiedlich. Einige Virusinfektionen heilen bei guter Pflege der Vögel aus, andere können chronisch werden. Vielfach ist die Prognose ungewiss oder eher ungünstig.

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