Tumoren beim Vogel

Diagnose:

Wie werden Tumoren beim Vogel diagnostiziert?

Um bei einem Vogel einen Tumor zu diagnostizieren, ist zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung wichtig. Die Tierärztin oder der Tierarzt:

  • tastet den Vogel nach Knoten ab.
  • schaut in den Schnabel.
  • beurteilt seinen Ernährungszustand.
  • hört Herz und Lungen mit dem Stethoskop ab.
  • erkundigt sich nach den Haltungsbedingungen, der Fütterung und den Symptomen des Vogels.

Bestimmte Tumoren lassen sich mit bloßem Auge sehen oder mit den Händen ertasten (Palpation). Durch weitere Untersuchungen, zum Beispiel eine Röntgen-Untersuchung, eine Ultraschall-Untersuchung oder eine endoskopische Untersuchung klärt die Tierärztin bzw. der Tierarzt den Grund für den Knoten ab. Andere Ursachen, beispielsweise eine Legenot, Entzündungen, einen Abszess oder eine Papillomatose lassen sich so ausschließen oder feststellen.

Um genau sagen zu können, um welchen Tumor es sich handelt, ist eine Gewebeprobe (Biopsie) hilfreich, die im Labor untersucht wird (histologische Untersuchung). So lässt sich feststellen, ob der Tumor gutartig ist oder ob eine Krebserkrankung, also ein bösartiger Tumor, beim Vogel vorliegt.

Behandlung:

Wie können Tumoren beim Vogel behandelt werden?

Ein Tumor beim Vogel wird entsprechend seiner Größe und je nachdem, wo er auftritt, behandelt. Gutartige Tumoren bedürfen häufig keiner Behandlung, wenn sie keine Beschwerden verursachen und zum Beispiel nicht auf andere Organe drücken. Hauttumoren oder Unterhaut-Tumoren kann die Tierärztin oder der Tierarzt in einer Operation entfernen. Hierzu ist meist eine leichte Narkose nötig.

Tumoren, die im Bauch des Vogels oder ähnlich ungünstig gelegen sind, lassen sich oft nicht so leicht entfernen. Ist der Tumor bösartig, ist es hier oftmals nur möglich, das Tier palliativ zu behandeln: Der Vogel erhält Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, um die Lebensqualität zu erhalten, eine komplette Heilung ist aber nicht mehr möglich. Geht es dem Vogel sehr schlecht und besteht keine Aussicht auf Besserung, kann es sinnvoll sein, dass die Tierärztin oder der Tierarzt ihn einschläfert.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Tumoren beim Vogel?

Die Prognose von Tumoren beim Vogel hängt von dem jeweiligen Tumor ab. Gutartige Tumoren haben eine wesentlich bessere Prognose als bösartige Tumoren (Krebs). Tumoren, die in oder unter der Haut des Vogels vorkommen, lassen sich oft in einer Operation gut entfernen.

Tumoren in den inneren Organen des Vogels sind schwieriger zu behandeln. So ist es riskant und oft auch nicht erfolgversprechend, bösartige Tumoren der Nieren, Milz oder Leber zu operieren. Diese Vögel können oft nicht geheilt werden.

Tierärztinnen und Tierärzte versuchen dann, die Lebensqualität des Vogels soweit es geht zu verbessern. Geht es dem Vogel sehr schlecht, kann es sinnvoll sein, ihn einschläfern zu lassen.

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