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Pilzinfektionen beim Vogel

 

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Diagnose:

Tierarzt vor dem Mikroskop

Der Tierarzt untersucht Proben unter dem Mikroskop und kann so den jeweiligen Erreger nachweisen. Foto: vetproduction

Wie werden Pilzinfektionen beim Vogel diagnostiziert?

Äußerliche Pilzinfektionen beim Vogel lassen sich zum Teil bereits anhand ihres Aussehens, ansonsten mithilfe von Gewebeproben diagnostizieren. Hierzu entnimmt der Tierarzt Abstriche des betroffenen Bereichs, etwa von Kropf, Kloake, Rachen oder Haut. Diese Proben untersucht er unter dem Mikroskop und kann so den jeweiligen Erreger nachweisen. Für den Nachweis von Macrorhabdus ornithogaster ist eine Kotprobe des Vogels notwendig, welche der Tierarzt ebenfalls unter dem Mikroskop untersucht.

Bei einer Pilzinfektion der Atemwege gestaltet sich die Diagnose aufgrund der geringen Körpergröße des Vogels recht schwierig. Hinzu kommt, dass der infizierte Vogel zunächst keine sichtbaren Symptome zeigt. Liegt eine Pilzinfektion der Atemwege nahe, horcht der Tierarzt den Brustkorb des Vogels ab. Eine schnelle Atmung des Vogels kann bereits auf eine Pilzinfektion hinweisen.

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Bei vielen Vogelarten ist der Kropf besonders häufig von einer Pilzinfektion betroffen. Deshalb erbricht das Tier, meistens größere Mengen Schleim aus dem Magen. Zudem ist das Allgemeinbefinden des Vogels stark gestört.

In einem Gespräch mit dem Tierbesitzer versucht der Tierarzt, nähere Informationen über die Haltungsbedingungen und die Ernährung und damit über mögliche Ursachen der Infektion zu erhalten. Mittels einer Tupferprobe aus der Luftröhre lässt sich in manchen Fällen ebenfalls eine Pilzinfektion der Atemwege beim Vogel nachweisen. Auf einem Röntgenbild kann der Tierarzt außerdem Veränderungen der Atemwege sichtbar machen. Liefern diese Untersuchungen kein Ergebnis, kommt auch eine Endoskopie (Spiegeluntersuchung) der Atemwege in Betracht. Dies ist jedoch nur bei größeren Vögeln möglich.

Behandlung:

Wie können Pilzinfektionen beim Vogel behandelt werden?

Bei der Behandlung von Pilzinfektionen beim Vogel kommen spezielle Anti-Pilz-Mittel, sogenannte Antimykotika, zum Einsatz (zum Beispiel Wirkstoff Nystatin). Diese verordnet der Tierarzt entweder zur Inhalation bei Pilzinfektionen der Atemwege, in Form von Salben bei einer Hautpilzinfektion oder aber als Infusionen oder zum Einnehmen. Für die Therapie des Hefepilzes Candida albicans ist zusätzlich eine zuckerfreie Ernährung des Vogels über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen erforderlich, da sich die Hefepilze von Zucker ernähren.

Prognose:

Wie ist die Prognose von Pilzinfektionen beim Vogel?

Je nach Erregerart, ist die Prognose von Pilzinfektionen beim Vogel gut bist schlecht. Während der Hefepilz Candida albicans in der Regel gut auf Medikamente anspricht, ist die Prognose bei Macrorhabdus ornithogaster eher schlecht. Leidet der Vogel an einer Infektion mit Schimmelpilzen, hängt die Prognose vom Krankheitsstadium sowie vom Allgemeinzustand des Vogels ab.

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