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Newcastle-Krankheit beim Vogel

 

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Vorbeugen:

Wie kann man der Newcastle-Krankheit beim Vogel vorbeugen?

Als Vogelbesitzer kann man vorbeugend Maßnahmen ergreifen, damit seine Vögel sich nicht mit der Newcastle-Krankheit anstecken. Bevor man neue Tiere einkauft und zu seinen Vögeln lässt, ist es ratsam, sie eine gewisse Zeit getrennt zu halten (Quarantäne). Auch sollte man vorsichtig sein, wenn man mit seinen Vögeln an Ausstellungen und Märkten teilnimmt. Da der Erreger der Newcastle-Krankheit, das Paramyxovirus, sich über die Atemluft, Ausscheidungen der Vögel und auch über Gegenstände verbreiten kann, ist es ratsam, sich immer die Hände zu waschen und keine Gegenstände aus anderen Vogelkäfigen in seine eigenen Käfige zu bringen.

Die Newcastle-Krankheit ist am bedeutendsten in der Landwirtschaft beim Nutzgeflügel. Eine vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgegebene Verordnung (Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest und die Newcastle-Krankheit) schreibt eine Schutzimpfung für Geflügel vor. Auch Privatleute, die nur einige Hühner halten, sind dazu verpflichtet, ihre Tiere impfen zu lassen. Der Impfstoff gegen die Newcastle-Krankheit wird über das Trinkwasser verabreicht.

Beim Verkauf von Hühnern und Truthühnern muss der Tierarzt bescheinigen, dass die Impfungen vorschriftsmäßig stattgefunden haben. Papageien, die importiert werden, bleiben einige Zeit in Quarantäne-Stationen, damit sie die Krankheitserreger nicht mitbringen, auch wenn bei ihnen noch keine Symptome aufgetreten sind (Export in der Inkubationszeit).

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Ist nachgewiesen, dass die Newcastle-Krankheit beim Vogel vorliegt, so ordnet das Veterinäramt alle notwendigen Schritte an. Vor allem Vogelmärkte, Vogelausstellungen usw. können eingeschränkt und genehmigungspflichtig werden. Zunehmend impfen Tierärzte Vögel in ihren Herkunftsländern, um eine weitere Ausbreitung der Newcastle-Krankheit zu verhindern.

Wann zum Tierarzt?

Muss ein Vogel mit der Newcastle-Krankheit zum Tierarzt?

Die Newcastle-Krankheit beim Vogel äußert sich zunächst oft nur durch allgemeine Symptome: Die Vögel sind apathisch, fressen weniger und wirken schwach. Erst später können typischere Symptome wie Schnupfen, verklebte Augen und Schnäbel, Atemnot und Durchfall auftreten. All diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen zurückzuführen sein.

In jedem Fall ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig, damit er die auslösende Erkrankung feststellen und den Vogel entsprechend behandeln kann. Handelt es sich tatsächlich um die Newcastle-Krankheit oder besteht der Verdacht darauf, ist die Krankheit sofort anzuzeigen und entsprechend den Anordnungen des Veterinäramtes vorzugehen, da die Newcastle-Krankheit eine hoch ansteckende und tödliche Erkrankung ist.

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter
Datum der letzten Aktualisierung: Februar 2018
Quellen:
Gabrisch, K. et al.: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche, 2014
Kaleta, E.F. et al.: Kompendium der Ziervogelkrankheiten. Schlütersche, Hannover 2011
Pees, M.: Leitsymptome bei Papageien und Sittichen. Enke, 2010

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