Milben beim Vogel

Der Befall mit Parasiten wie Milben beim Vogel kann zu Feder- und Hautveränderungen führen. Dem Besitzer fällt oftmals zunächst Unruhe und vermehrtes Putzen bei seinem Vogel auf. Das Gefieder ist glanzlos und struppig, zum Teil sind Schäden an den Federn erkennbar (sogenannte „Fraßspuren“).

Vorbeugen:

Wie kann man Milben beim Vogel vorbeugen?

Milben beim Vogel lassen sich durch verschiedene Maßnahmen vorbeugen. Ein Befall mit Federmilben lässt sich vermeiden, indem neue Tiere im Bestand intensiv tierärztlich untersucht werden. Falls Milben vorliegen, sind alle Vögel in einer Voliere mit dem verschriebenen Mittel zu behandeln. Versuchen Sie zudem, den Kontakt zu Wildvögeln zu unterbinden und für den Nestbau nur spezielles Material anzubieten.

Die roten Vogelmilben leben oftmals in verlassenen Vogelnestern. Es ist also ratsam, leere Vogelnester in der Hausumgebung zu beseitigen und Tauben den Zugang zu Dachböden zu verwehren. Es ist empfehlenswert, betroffene Bereiche gründlich zu reinigen und in Beständen zum Teil sogar vorbeugend Mittel gegen die rote Vogelmilbe einzusetzen.

Die Luftsackmilbe fällt bei betroffenen Vögeln nicht sofort auf – Beschwerden können auch sehr spät auftreten. Daher ist es ratsam, Vögel, die aus dem Zoofachhandel stammen oder Ausstellungen und Börsen besucht haben, vorbeugend mit einem Mittel gegen Milben zu behandeln.

Auch die Hygiene der Trinknäpfe (z.B. häufiges Spülen und Auswechseln) ist äußerst wichtig.

Wann zum Tierarzt?

Muss ein Vogel mit Milben zum Tierarzt?

Vögel, die mit Milben befallen sind, zeigen verändertes Gefieder, unruhiges Verhalten, Unwohlsein und – beim Befall mit der Luftsackmilbe – Probleme bei der Atmung und Würgen. Die Räudemilben können den Schnabel stark verändern und deformieren.

Es ist ratsam, einen Vogel, der diese Krankheitsanzeichen zeigt, einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorzustellen. In der Praxis lässt sich feststellen, um welche Milben es sich handelt. Je früher die Vögel behandelt werden, desto besser ist ihre Prognose.

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Weiterführende Informationen

Autor: Dr. med. vet. Iris Kiesewetter
Datum der letzten Aktualisierung: März 2022
Quellen:
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.: https://www.tieraerzteverband.de/smile/smile-tiergesundheit/voegel.php (Abruf: März 2022)
Gabrisch, K. et al.: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche, 2014
Kaleta, E.F. et al.: Kompendium der Ziervogelkrankheiten. Schlütersche, Hannover 2011
Pees, M.: Leitsymptome bei Papageien und Sittichen. Enke, 2010
Gylstorff, I. et al.: Vogelkrankheiten. UTB, 1998

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