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Luftsack-Erkrankungen beim Pferd

 

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Diagnose:

Wie werden Luftsack-Erkrankungen beim Pferd diagnostiziert?

Die typischen Symptome geben dem Tierarzt bereits Hinweise auf die jeweilige Luftsack-Erkrankung. Eine große Rolle bei der Diagnose spielt zudem die Luftsack-Endoskopie (Luftsack-Spiegelung). Dabei führt der Tierarzt ein Endoskop (mit einer Kamera) in den Luftsack des Pferdes ein und kann so sein Inneres begutachten.

Ängstliche oder temperamentvolle Pferde werden in der Regel vorab medikamentös ruhig gestellt. Vielfach zieht der Tierarzt auch Röntgen-Aufnahmen zur Diagnose einer Luftsack-Erkrankung heran.

Behandlung:

Wie können Luftsack-Erkrankungen beim Pferd behandelt werden?

Der Tierarzt behandelt Luftsack-Erkrankungen bei Pferden je nachdem, welche Erkrankung diagnostiziert wurde.

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Luftsack-Entzündung, Luftsack-Emphyem, Luftsack-Konkremente: Ziel der Behandlung ist es, den betroffenen Luftsack des Pferdes wieder frei zu spülen. Dazu legt der Tierarzt in der Regel einen Katheter. Ist das entzündete Material zu fest, um herausgespült zu werden, kann eine Operation notwendig sein. Bei bakteriellen Entzündungen, bei denen der Erreger bekannt ist, hilft eine entsprechende Therapie mit Antibiotika. Auch bei Schluckstörungen verabreicht der Tierarzt Antibiotika, um einer Lungenentzündung durch Fremdkörper in den Atemwegen (Aspiriations-Pneumonie) vorzubeugen.

Luftsack-Mykose: Kommt es bei einer Luftsack-Mykose aufgrund von geschädigten Gefäßen zu Nasenbluten, muss der Tierarzt das betroffene Gefäß ausfindig machen und dauerhaft schließen. Dies geschieht zum Beispiel mittels Endoskopie oder im Rahmen einer offenen Operation. Alternativ werden in einigen Fällen lokale antimykotisch (gegen den Pilzbefall) wirkende Behandlungen eingesetzt.

Luftsack-Meteorismus: Leidet das Pferd unter akuter Atemnot, muss der Tierarzt die Luft über eine Hohlnadel, die in den Luftsack eingebracht wird (Punktion), oder einen Katheter ablassen. Diese Maßnahme beseitigt jedoch nicht das eigentliche Problem. Ist nur ein Luftsack fehl gebildet, so kann der Tierarzt während einer Operation ein Loch in die Trennwand zwischen den beiden Luftsäcken einbringen. Im Anschluss verteilt sich die Luft in beiden Luftsäcken und kann über die gesunde Seite entweichen. Auch ein spezieller Katheter (Foley-Katheter) kann bei einem Luftsack-Meteorismus helfen.

Prognose:

Wie ist die Prognose bei Luftsack-Erkrankungen beim Pferd?

Die Prognose bei Luftsack-Erkrankungen hängt von der Art und der Ursache der Erkrankung ab:

Luftsack-Entzündung, Luftsack-Emphyem, Luftsack-Konkremente: Gelingt es dem Tierarzt, sämtliches angestautes Material aus den Luftsäcken zu entfernen, so stehen die Chancen gut, dass die Entzündung ausheilt. Wurden bei der Operation jedoch Nerven verletzt, kann die Regeneration mehrere Monate dauern.

Luftsack-Mykose: Konnte der Tierarzt das geschädigte Gefäß ausfindig machen und schließen, so heilt die Luftsack-Mykose beim Pferd in der Regel folgenlos aus. Wurden bereits Nerven geschädigt, kann die Heilung langwierig sein. Je nachdem, welches Gefäß in Mitleidenschaft gezogen wurde, gelingt es nicht immer, die Blutung zu stoppen, was im schlimmsten Fall dazu führt, dass das Pferd verblutet.

Luftsack-Meteorismus: Trotz der Öffnung der Trennwand zwischen den beiden Luftsäcken kommt es bei einigen Pferden erneut zu einem Luftsack-Meteorismus. Die Operation kann jedoch wiederholt werden, was in der Regel zu einer dauerhaften Heilung führt.

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